Mannschaftskapitän Thomas Nowak zur Heine-Entlassung

„Der Spaß ging verloren“

Mannschaftsführer Thomas Nowak (rechts): „Der Umgang miteinander hat nicht gepasst.“ Foto: B. Klingebiel
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Mannschaftsführer Thomas Nowak (rechts): „Der Umgang miteinander hat nicht gepasst.“ Foto: B. Klingebiel

kl Uelzen. Thomas Nowak hat bei Teutonia Uelzen bereits einige Trainer kommen und gehen sehen, doch auch für den Mannschaftsführer sind die Umstände von Heines Entlassung Neuland. Die AZ sprach mit dem 28-jährigen Kapitän.

Herr Nowak, war Heines Rauswurf letztlich nur eine Frage der Zeit?

Thomas Nowak: „Die Geschichte hat sich entwickelt. Ich konnte sie wegen meines Bundeswehr-Lehrganges in Köln zwar nur aus der Ferne verfolgen, habe mir an den Wochenenden die Probleme aber immer wieder angehört. Im zwischenmenschlichen Bereich gab es immer wieder Herausforderungen zwischen Trainer und Mannschaft. In der Summe hat sich das dann hochgepusht. Im September hat der Mannschaftsrat bereits ein Gespräch mit dem Trainer geführt und auf gewisse Umstände hingewiesen, leider blieb das Gespräch ohne langfristigen Erfolg.

Auf dem Platz war davon aber nichts zu spüren...

Ja, sportlich konnte es uns nicht besser gehen. Die Spieler haben sich nach außen hin nichts anmerken lassen. Jeder hat alles für das Ziel Aufstieg gegeben. In einem Fußballteam müssen ja nun auch nicht alle dick Freund miteinander sein...

Aber Fußball soll gerade im Amateurbereich auch Spaß machen. Und der ging leider immer mehr verloren. Aufgrund dieser Tatsache und der bestehenden Probleme hat sich der Mannschaftsrat in der Winterpause noch einmal zusammengesetzt und die Situation besprochen.

Was konkret lastet die Mannschaft Heine denn an?

Wie gesagt, das Zwischenmenschliche. Der Umgang miteinander hat nicht gepasst. Das zog sich durch die gesamte Mannschaft. Einige haben angekündigt, dass sie in der nächsten Saison unter Frank Heine den Verein verlassen würden.

Die Mannschaft hat dem Verein in der Trainerfrage also ein Ultimatum gestellt?

Nein. Wir haben ein Stimmungsbild gesammelt, alle Argumente hingestellt, ein paar Dinge aufgezeigt und das dem Vorstand mitgeteilt. Der Großteil der Mannschaft hat sich gegen Heine ausgesprochen, einige erklärten, sie hätten keine Probleme. Eine weitere Zusammenarbeit hätte sich mit Blick auf die Zukunft der Mannschaft nicht in eine positive Richtung entwickelt.

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