Abgespeckt und in Etappen:

Fußballkreis Heide-Wendland zeichnet Bild für Saisonstart und Spielmodus

Zwei Fußballer im Zweikampf.
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Die Fußballer im Heide-Wendland-Kreis lechzen danach, endlich wieder gegeneinander zu kicken, wie der Molzener Florian Meier (links Niklas Teßmann vom SV Holdenstedt). Der Verband plant den Saisonstart für Mitte August.
  • Bernd Klingebiel
    vonBernd Klingebiel
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Der Fußballkreis Heide-Wendland plant mit einem Start der Punktspielsaison 2021/22 schon Mitte August. Die Spielzeit könne in abgespeckter Form und in Etappen absolviert werden, hieß es auf einer Videokonferenz.

Uelzen/Landkreis – „Wir wollen demütig an die neue Saison herangehen und eine abgespeckte Version fahren, um nicht wieder wochenlang bibbern zu müssen“, erklärt Thore Lohmann. Der Spielausschussvorsitzende des Fußballkreises hatte die Mitgliedsvereine zu einer gemeinsamen Videokonferenz geschaltet. Knapp 60 der etwas mehr als 100 Klubs waren online.

„Die Pandemie hat die letzten beiden Spielzeiten kaputtgemacht. 2019/20 der Abbruch mit viel Trara bis zur Entscheidung. Im Folgejahr die komplette Annullierung der Spielzeit 20/21, auch nicht ohne Nebengeräusche aus den Vereinen. Die Fußballer sind gebrannte Kinder.

Der Landesverband habe signalisiert, Mitte August mit dem Pflichtspielbetrieb 21/22 zu beginnen, erklärte Lohmann. Der Starttermin 14./15. August im Kreisfußball sei zwar noch nicht offiziell. Er bildet aber die Grundlage eines Gedankenspiels, das der Spielausschussvorsitzende den Vereinen erläuterte.

Thore Lohmann: Erster Meilenstein der Saison am 26. September

Lohmann: „Wir werden definitiv nicht mit großen Staffeln spielen.“ Vor dem Meisterschaftsstart werde es keine Pokalrunden geben. Um nicht ins zeitliche Risiko zu gehen, würden die Staffeln halbiert und im Reißverschlussfahren anhand der Tabellenstände der letzten Saison sortiert werden.

Wenn es doof läuft, sitzen die Spieler ab März wieder nur zu Hause und haben irgendwann die Schnauze voll.

Union Bevensens Marcus Lühmann zu den Pokalplänen nach der Winterpause

Bis zum 26. September soll die Hinrunde komplett absolviert sein. Dieser Tabellenstand könne im Falle einer erneuten Corona-Notbremse dann für die Auf- und Abstiege gewertet werden. Lohmann nennt dies einen Meilenstein: „Wir sind von vornherein auf der sicheren Seite und jeder weiß, woran er ist.“

Tobias Röber (SV Molzen) begrüßte das Konzept: „Besondere Zeiten benötigen besondere Konzepte. Es ist genau richtig, Fixpunkte einzuziehen.“

Bei den mit weniger Mannschaften besetzten Staffeln (untere Kreisklassen) „müssen wir das Halbieren überdenken“, räumte Lohmann ein. Denkbar sei auch eine Auflösung der 4. Kreisklasse, um die Staffeln der 3. Kreisklasse aufzufüllen. Lohmann appellierte an die Vereine, möglichst umgehend die Mannschaftsmeldungen im DFBnet vorzunehmen, um die Planungen für den Spielbetrieb zu beschleunigen und erleichtern.

Im Oktober und idealerweise bis Ende November (Lohmann: „Mal schauen, wie weit wir kommen“) könne die Meisterschaft im Kreis mit Spielen der Rückrunde weiterlaufen und gegebenenfalls unmittelbar nach der Winterpause beendet werden. Wann dann der nächste Meilenstein für eine eventuell außerplanmäßige Saisonwertung gesetzt werde, sei offen. Ebenso die Frage, ob ausgetragene Rückrundenspiele für eine Wertung anhand der Hinrundentabelle nachträglich überhaupt gestrichen werden dürfen oder ab welchem Spieltag doch die Quotientenregelung greifen müsse.

Spielausschussvorsitzender Lohmann: 2022 am liebsten mit Pokalwettbewerb starten

Läuft es mit der Punktspielrunde wie geschmiert, „wäre es mir am liebsten, wenn wir 2022 mit einem Pokalwettbewerb fortfahren“, stellte Lohmann seine Idee vor. Der Zeitpuffer im nächsten Frühjahr sei wichtig, „damit wir sicher gehen, dass uns nicht irgendein Corona-Kack wieder einen Strich durch die Rechnung macht“, unterstrich er seine „persönliche Meinung“.

Das Zeit-Spiel erzeugte bei Konferenzteilnehmern auch Unbehagen. Union Bevensens Schriftführer Marcus Lühmann: „Was passiert mit den Teams, die früh im Pokal ausscheiden? Die Spieler fallen wieder in ein Loch. Wenn es doof läuft, sitzen sie ab März wieder nur zu Hause und haben irgendwann die Schnauze voll.“

Als mögliche Lösung schlug Lohmann einen Pokalwettbewerb vor, etwa in einem Gruppenmodus, der jedem Team eine Mindestanzahl von Spielen garantiert. Der kommissarische Kreisvorsitzende Hartmut Jäkel (Ebstorf) brachte eine zusätzliche Auf- und Abstiegsrunde wie im Bezirk ins Spiel, die bis zum April beendet sein könnte.

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