Gegen die Ukraine in der Startelf:

Ex-Holdenstedter Junioren-Fußballer Edisson Jordanov feiert Debüt in Bulgariens A-Nationalmannschaft

Zwei Mannschaften stehen bei den Nationalhymnen nebeneinander, die Spieler klatschen Beifall.
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Vor 14 000 Zuschauern im Stadion Chornomorets in Odessa spielte der ehemalige Holdenstedter Juniorenfußballer Edisson Jordanov (Sechster von links) erstmals für Bulgariens A-Nationalmannschaft in der Freundschaftspartie gegen die Ukraine – und stand sogar in der Startelf. 
  • Bernd Klingebiel
    VonBernd Klingebiel
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Der Uelzener Fußball hat einen A-Nationalspieler! Edisson Jordanov gab sein Debüt für die bulgarische Nationalmannschaft beim 1:1-Unentschieden im Freundschaftsspiel gegen die Ukraine. 14 000 Zuschauer sahen die Partie im Stadion Chornomorets in Odessa.

Odessa/Uelzen – Coach Yasen Petrov berief Jordanov als Rechtsverteidiger auf Anhieb in die Startformation. Sein Einstand fiel allerdings kürzer aus als von ihm erhofft. Der ehemalige Holdenstedter Juniorenfußballer musste nach nur 15 Minuten verletzt ausgewechselt werden. „Eine Grätsche. Es hat hinten in den Oberschenkel hineingezogen. Ich konnte nicht mehr laufen. Das ist ärgerlich, schade!“, schildert der 28-Jährige gegenüber der AZ. Dennoch genoss er seine Premiere, zeigte sich „dankbar und geehrt“.

Jordanov: „Die Minuten, die ich gespielt habe, waren ganz ordentlich.“ So ist er zuversichtlich, dass Petrov ihn auch zu den nächsten internationalen Partien der „Löwen“ im März und dann im Juni zum Auftakt der Nations League holen wird.

„Der Trainer wollte mich bereits zu den Spielen im vergangenen Oktober einladen“, erzählt Jordanov und weiß, dass Petrov ihn schon länger beobachte. Als Profi in Diensten des aktuellen Spitzenreiters der belgischen 1B Pro League, KVC Westerlo, rückte der insgesamt elffache deutsch-bulgarische Juniorennationalspieler verstärkt in den Fokus. Er konnte sich über die konstanten Ligaauftritte empfehlen. „Dafür muss ich meiner Mannschaft noch einen ausgeben“, lacht Jordanov.

Den internationalen Jahresabschluss der Bulgaren am Montag (15. November) mit dem WM-Qualifikationsspiel in der Schweiz hakte Jordanov gleich nach seiner Auswechslung ab. „Ich wusste sofort, dass ich nicht mehr spielen kann, und bin sofort nach Brüssel zurückgeflogen.“ Bei den Eidgenossen erwartet die „Löwen“ ein heißer Tanz. Für die Nati geht es im Fernduell mit Italien um das direkte Ticket zur WM 2022 in Katar, für die Bulgaren immerhin noch um Platz drei in der Qualifikationsgruppe C.

Am Sonnabend (13. November) ließ sich Jordanov am verletzten Bein gründlich untersuchen. Diagnose: „Ein kleiner Muskelfaserriss. Drei, vier Wochen Pause.“ Im Anschluss ging es für Jordanov, dessen Eltern in Uelzen leben, weiter zu seiner Verlobten.

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