Oberliga: Teutonia unterliegt Egestorf und kämpft gegen sich selber

„Den Halt nicht verlieren!“

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Teutonia (Dennis Maulhardt) hat in den neun noch verbleibenden Partien bis zum Saisonende eine schwere Last zu schultern, gegen Germania Egestorf (links Jannik Oltrogge) gab es gestern zum insgesamt 13. Mal vier oder mehr Gegentreffer.

Uelzen. Teutonia Uelzen quält sich dem Saisonende in der Fußball-Oberliga entgegen. Am Sonntag verlor der abgeschlagene Tabellenletzte sein Heimspiel gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder mit 0:4 (0:1) Toren.

Die Gäste verbesserten ihre Position im Rennen um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga, Teutonia hingegen lässt sich immer weiter von der Konkurrenz abhängen. Interimstrainer Michael Zerr: „Jetzt wird jedes Spiel noch schwerer, auch vom Kopf her. Wir müssen aufpassen, nicht komplett den Halt zu verlieren. “ Nur 99 Fans sahen die achte Niederlage im elften Heimspiel. Von der starken Leistung vor 14 Tagen mit dem ersten Saison- und Heimsieg gegen Jeddeloh (4:2) war gestern nichts übriggeblieben. Teutonia war nicht mehr als nur ein Bemühen zu attestieren. Die Mannschaft blieb ohne jede Durchschlagskraft. Im Aufbau unterliefen immer wieder Ballverluste gegen die früh attackierenden Gäste.

Für ein effektives Spiel nach vorn fehlte es der Mannschaft an konsequentem Herausrücken und Zerr an personellen Alternativen. Kurzfristig fehlten auch noch Innenverteidiger Eugen Krasnikov, der im Abschlusstraining einen Schlag in die Kniekehle bekommen hatte, und der erkrankte Phillip Gruhn. Spielmacher Andris Kuvsinovs übernahm Krasnikovs Position und Kapitänsbinde. Auf links verteidigte Sören Oldag. Nach einer Rückenverletzung von Lennart Zahn, der vom Rasen musste, wechselte Oldag die Seite, der kränkelnde Toni Purrucker übernahm links.

Das nunmehr seit neun Runden unbesiegte Egestorf spulte in Uelzen souverän sein Pensum herunter, immer in dem Selbstverständnis einer Spitzenelf, irgendwann ernsthaft zuschlagen zu können. Aber erst ein Fehlgriff von Marvin Paulini ermöglichte dem Aufstiegskandidaten die verdiente Führung. Der Nachwuchstorwart unterlief einen Eckball, und seine Kameraden schauten tatenlos zu, wie der eingewechselte Robin Gaida zum 0:1 einköpfte. Nach dem Seitenwechsel verhalfen ein weiterer Eckball und ein von Sören Oldag verschuldeter Foulelfmeter den Gästen zum 3:0. Ein kapitaler Fehlpass von Stephan Blödorn, den Torben Engelking zum Endstand nutzte, bescherte der Gegentor-Mannschaft der Liga nach dem 1:5 gegen Spelle dann die bisher zweithöchste Heimniederlage dieser Saison.

Von Bernd Klingebiel

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