Handball-Landesliga: Gegen Angstgegner Munster geht nichts für den TVU

Ein Debakel wie immer

Der TVU (links Henrik Löbens) fand gegen die SV Munster ( David Graczyk) erneut kein Mittel zum Erfolg.
+
Der TVU (links Henrik Löbens) fand gegen die SV Munster ( David Graczyk) erneut kein Mittel zum Erfolg.
  • Bernd Klingebiel
    vonBernd Klingebiel
    schließen

Uelzen. Die Landesliga-Handballer des TV Uelzen werden wohl eher Meister in der Fußball-Kreisliga als dass sie mal ein Spiel gegen die SV Munster gewinnen. Am Samstagabend kassierte die Mannschaft von Trainer Lasse Behrens die achte Pleite in Folge gegen die Blau-Weißen.

Sie fiel mit 26:37 (11:19) deftig aus, blieb aber trotzdem irgendwie im Rahmen, meinte Behrens. „Das ist kein ungewöhnliches Ergebnis. Wir haben gegen Munster auch schon stärker gespielt und trotzdem mit zehn Toren verloren“, stellte er lakonisch fest.

Der Angstgegner hoch zehn hatte mit den ersatzgeschwächten Uelzenern leichtes Spiel. Bis zum 3:2 führte der TVU noch. Er blieb bis zum 8:10 dran, ehe die in allen Belangen besseren Gäste die Partie zur Pause bereits vorentschieden hatten. Immerhin sorgte Johannes Specht mit einem direkt verwandelten Freiwurf um die versammelte SVH-Abwehrmauer herum in der letzten Aktion zum 11:19-Halbzeitstand für einen Hingucker. Doch selbst dieser außergewöhnliche Treffer flashte die Uelzener nicht. Die Abwehr hatte den dynamischen und kreativen Angriffen der spielstarken Gäste auch weiterhin nichts entgegenzusetzen; der bedauernswerte und immer wieder im Stich gelassene Schlussmann Jan Feuchter musste einen echt harten Job verrichten an diesem Abend.

Mit diesem direkt verwandelten Freiwurf sorgte Johannes Specht unmittelbar vor der Halbzeit für einen Höhepunkt aus Uelzener Sicht; doch selbst dieser Kunstschuss motivierte das Team nicht zusätzlich, bedauerte Trainer Lasse Behrens.

„Wir hatten Einstellung nur für zehn Minuten“, suchte Behrens nach Erklärungen. In dieser Phase nach dem Seitenwechsel verkürzte der TVU auf sieben Tore (17:25), am Ende waren es dann aber wieder elf. Dem zweiten Anzug, so wunderte sich Behrens, „fehlt es wohl ein bisschen an Selbstvertrauen“. Mit dem siebenfachen Rückraumtorschützen Henrik Löbens, der sehr um den Spielaufbau bemüht war, sowie den Youngstern Johannes Specht und Hendrik Düver gab es in einer insgesamt enttäuschenden Teamleistung nur wenige Lichtblicke.

Nach einer Spielpause am kommenden Wochenende erwartet der TVU am Sonnabend, 5. März, mit dem MTV Dannenberg das nächste Spitzenteam. Behrens warnt vor einem wieder aufflammenden Abstiegskampf: „Wir sind da noch nicht raus!“

• TV Uelzen (Tore): Feuchter – Sünnemann, Eder (2), Löbens (7), Specht (5), Trieglaff (1), Schulze (1), Maus (2), Hirte (1), Düver (3), Kwiotek (4/davon 2 Siebenmeter).

Von Bernd Klingebiel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare