"Das war ein Volltreffer"

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Mit einem T-Shirt versucht Kevin Eckert, nach seiner Auswechslung die starke Nasenblutung zu stoppen.

Uelzen/Northeim - Von Bernd Klingebiel.  Das 15. sieglose Spiel in Folge mit dem 1:2 am Ostersonnabend gegen Eintracht Northeim löst beim Fußball-Oberligisten Teutonia Uelzen schon lange keinen Unmut mehr aus. Umso mehr wohl das Nachspiel für eine Szene aus der 80. Minute. Dabei geht es um einen angeblichen Faustschlag, ein gebrochenes Nasenbein und eine angekündigte Strafanzeige.

Northeims Kevin Eckert brach jenseits des  Spielgeschehens nach einer Rangelei mit Norman Arndt um den Ball im Rücken der Schiedsrichtern plötzlich zusammen; blutüberströmt musste er vom Feld, Arndt blieb unbestraft.

 Nach Spielende sah sich Teutonias Ehrenpräsident und Stadionsprecher Gerhard Kuhring veranlasst, sich in der Northeimer Kabine bei dem verletzten Spieler „im Namen des Vereins“ zu entschuldigen. Kuhring: „Wenn es in meiner Macht stünde, würde der Spieler nicht mehr für Teutonia spielen.“

Trainer Ralf Sievers zeigte sich davon am Sonntag erstaunt und verärgert: „Ich habe die Szene, wie die meisten wohl auch, nicht gesehen.“ Sanktionen gegen Arndt nur aufgrund von Vermutungen schloss er aus.

 Northeims Teammanager Hartmut Denecke bezeugt hingegen, einen Faustschlag von Arndt gesehen zu haben und entrüstet sich darüber, dass der Schiedsrichterassistent mit gleicher Blickrichtung nichts anzeigte. Denecke gegenüber der AZ: „Das war ein Volltreffer.“ Eckert brach sich das Nasenbein und kündigte an, so sagt Denecke, Strafanzeige gegen Arndt zu stellen. Denecke: "Das war eine Entgleisung eines einzelnen. Ansonsten haben sich die Teutonen sehr fair verhalten. Die Vereine  haben ein gutes Verhältnis untereinander."

Arndt war für eine Stellungnahme am Ostersonntag nicht zu erreichen.

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