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SCK-Trainer Carsten Behnke kündigt Karriereende an / Martin Lübkert übernimmt

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Von: Bernd Klingebiel

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Ein Trainer im Gespräch mit zwei Spielern.
Am Saisonende ist Schluss: Carsten Behnke (Mitte) will sich nach dann fast 20 Jahren aus dem Trainergeschäft verabschieden. © Klingebiel, Bernd

Im Sommer ist Schluss. Coach Carsten Behnke wird am Saisonende seinen Posten beim SC Kirch-/Westerweyhe (SCK) räumen und verknüpft dies mit dem Ende seiner Trainerkarriere. 

Westerweyhe - Sein SCK-Trainerkollege Harald Voigts indes macht weiter. Die 1. Herrenmannschaft in der 1. Fußball-Kreisklasse Heide-Wendland wird Martin Lübkert übernehmen, der aktuell den SV Ostedt in der Abstiegsrunde der 2. Kreisklasse anführt.

Sein Amt als Abteilungsleiter Fußball beim SCK will Behnke weiterhin ausfüllen. In dieser Funktion suchte er gemeinsam mit Obmann Alexander Zierath seinen eigenen Nachfolger. Behnke: „Martin Lübkert war der erste und einzige angesprochene Coach.“ Nach einwöchiger Bedenkzeit habe der 54-Jährige „zum Glück“ zugesagt.

„Er passt menschlich sehr gut zu uns“

Behnke: „Er passt menschlich sehr gut zu uns. Seine engagierte, fachlich kompetente Art wird sicherlich dazu beitragen, dass es mit dem Fußball beim SCK erfolgreich vorangeht.“ So bleibe die Mannschaft, die in der Qualifikationsrunde der laufenden Saison ihr Ziel Meisterrunde „krass verfehlte“, weitestgehend beisammen. Aktuell gebe es für die nächste Spielzeit im aktuellen Kader „drei Fragezeichen“, sagt Behnke.

Der 53-Jährige hatte den SCK zur Saison 18/19 übernommen und führte das Team im zweiten Jahr in die 1. Kreisklasse. Corona mit dem Abbruch 20/21 verhagelte dem SCK den greifbaren Durchmarsch in die Heide-Wendland-Liga, den das Team in dieser Saison aus den Augen verloren hat.

Behnke: „Ich habe schon seit dem letzten Oktober gespürt, dass ich nicht mehr mit ganzem Herzblut dabei bin, die Lust weg ist. Die Entscheidung, im Sommer aufzuhören, hätte ich auch getroffen, wenn wir die Aufstiegsrunde erreicht hätten.“ Als Trainer möchte er dann nicht mehr arbeiten, „nicht mehr den Druck haben, zu müssen“. Behnke: „Ich habe immer alles geopfert. Ich mache das nicht mehr, da kann passieren, was will!“

Nach seiner aktiven Zeit in Ripdorf und beim FC Oldenstadt hatte Behnke 2003 seine Trainerkarriere bei der 2. Herren und A-Jugend von Germania Ripdorf gestartet. Es folgten Ripdorfs 1. Herren und mit Vakanzen fünf Jahre beim SV Molzen (Behnke: „Meine schönste Zeit!“), ein Intermezzo beim SV Hanstedt und zuletzt der SCK.

„Den Fußball weiter nach vorn bringen“

Als Abteilungsleiter will er den Verein weiter unterstützen. „Wir haben jetzt ein eigenes Budget und viele Ideen, wie wir den Fußball beim SCK weiter nach vorn bringen können“, sagt Behnke.

Eine davon ist die Verpflichtung von Martin Lübkert, der sein Potenzial als Trainer unter anderem schon beim MTV Römstedt und TSV Jastorf mit Erfolgen unter Beweis stellte. Erst im letzten Sommer verließ er den aufstrebenden SV Holdenstedt und wechselte zum SV Ostedt.

Mit dem Engagement in Westerweyhe erfülle sich Lübkert den lange gehegten Wunsch, an der Seitenlinie mit Harald Voigts zusammenzuarbeiten. Lübkert: „Das ist hauptsächlich für meinen Wechsel. Wir kennen uns schon lange und wollten das immer mal.“ Für die nächste Saison hat der SCK-Coach in spe bereits grob ein Ziel ausgerufen: „Wir wollen oben angreifen!“

„Respektieren und akzeptieren Entscheidung“

Am letzten Freitag informierte Lübkert seine Ostedter Mannschaft über den im Sommer bevorstehenden Abschied. SVO-Spieler und 2. Vereinsvorsitzender Fabian Bollmann bedauert den Verlust: „Das ist mehr als schade! Mannschaft und Vorstand respektieren und akzeptieren aber die Entscheidung.“

Der neue Trainer dürfe sich in Ostedt auf eine personell gut aufgestellte und ambitionierte Fußballabteilung freuen. Bollmann: „Wir verstärken uns immer weiter.“ Die Suche nach einem Trainer-Nachfolger läuft, ein erstes Gespräch habe bereits stattgefunden. „Das hat gut gepasst“, erklärt Bollmann.

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