Fußball-Kreisliga: Die vier Letzten der Liga bleiben unter sich / Wackelt der Thron des SC Kirch.-/Westerweyhe?

Brennpunkte in Holdenstedt und Römstedt

Sowohl der SC Uelzen (Mitte Andreas Richter) als auch Bienenbüttel (Christian Cassier) sind erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Nun geht’s nach Wriedel und Emmendorf.
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Sowohl der SC Uelzen (Mitte Andreas Richter) als auch Bienenbüttel (Christian Cassier) sind erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Nun geht’s nach Wriedel und Emmendorf.
  • Bernd Klingebiel
    vonBernd Klingebiel
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Uelzen/Landkreis. Am 19. Spieltag stehen die beiden führenden Mannschaften der Fußball-Kreisliga vor kniffligen Auswärtshürden. Spitzenreiter SC Kirch. -/Westerweyhe tritt in Bad Bodenteich an, Tabellenzweiter TSV Bienenbüttel muss in Emmendorf bestehen.

Nicht minder spannend versprechen die beiden Verfolgerduelle zwischen Teutonia Uelzen II und TuS Ebstorf sowie TSV Wriedel gegen den Sportclub Uelzen zu werden.

Aber auch der Abstiegskampf hat es in sich: In den Partien SV Holdenstedt gegen SV Molzen und MTV Römstedt gegen TV Rätzlingen treffen die vier Letztplatzierten in direkten Duellen aufeinander.

Bereits am Sonnabend (15 Uhr) erwartet Union Bevensen den SV Eddelstorf. Am Sonntag um 13 Uhr geht’s in Bad Bodenteich und bei Teutonia II los, um 13.45 Uhr in Emmendorf. Alle anderen Begegnungen beginnen um 15 Uhr.

Bad Bevensen – Eddelstorf

Sowohl Bevensen als auch Eddelstorf ärgerten sich am letzten Sonntag unisono über vermeidbare Punkteeinbußen. Die Kurstädter büßten durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit beim Schlusslicht in Holdenstedt (2:2) zwei Zähler ein, der SVE haderte einmal mehr mit seiner mangelhaften Chancenverwertung (1:1 gegen Suhlendorf). Nun soll es im direkten Duell hier wie da besser klappen. Die Union pocht auf einen Sieg, um den Kontakt zu den Spitzenplätzen nicht ganz abreißen zu lassen. Die Eddelstorfer würden gerne Boden zur Abstiegszone gutmachen.

Emmendorf II – Bienenbüttel

Emmendorf startete mit einem beachtlichen 4:4 beim Spitzenreiter in Westerweyhe aus der Winterpause und hat sogleich den Tabellenzweiten aus Bienenbüttel vor der Brust. Klar, dass der SVE den Schwung aus diesem Achtungserfolg mit in die Waagschale werfen und dem TSV das Leben schwer machen will. Bienenbüttels Trainer Florian Schick sah sein Team beim 4:2-Vorsonntagssieg über Römstedt allerdings gut gerüstet für den Kampf um die Spitzenplätze. Auch wenn er weiß, wie knifflig die Aufgabe auf dem kleinen Emmendorfer B-Platz sein kann.

Bodenteich II – Kirch.-/Westerweyhe

Trotz des (kleinen) Ausrutschers beim 4:4 gegen Emmendorf zeigte sich Kirch.-/Westerweyhes Trainer Uwe Keunecke rundum zufrieden mit dem ersten Auftritt seiner Mannschaft nach der Winterpause: „Das war spielerisch streckenweise schon richtig gut. Man konnte einige gelungene Spielzüge sehen, und vor allem unsere Moral war top.“ Genau die wird der Spitzenreiter in Bad Bodenteich erneut brauchen. Die TuS-Reserve wird nach ihrem Fehlstart (1:4 beim SC Uelzen) alles daransetzen, um schnellstmöglich wieder ins Fahrwasser zu kommen und für eine dicke Überraschung zu sorgen. Dennoch trägt der SCK unbestritten die Favoritenbürde.

Teutonia Uelzen II – Ebstorf

Nach den jüngsten Spielabsagen in Holdenstedt und Wieren hinkt Teutonia nun schon zwei Spiele hinter der Konkurrenz zurück. Der Tabellendritte brennt darauf, endlich loslegen zu können. Gegner TuS Ebstorf setzte am Vorsonntag – mal wieder – das für ihn so bedeutsame Derby gegen den Erzrivalen aus Wriedel in den Sand (0:2) und ließ bei diesem Auftritt einiges vermissen. Aber auch er wird sich fest vorgenommen haben, diesmal vieles besser zu machen. Das dürfte auch nötig sein, um im Uelzener Sportpark zu bestehen. Schließlich ist die SVT daheim noch ungeschlagen (sieben Siege/zwei Remis).

Holdenstedt – Molzen

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Schlusslicht SV Holdenstedt fiebert dem Abstiegshit mit dem Tabellendrittletzten aus Molzen mit hohen Erwartungen entgegen. Gewinnen die Lila-Weißen, würden sie sich bis auf drei Zähler an ihren direkten Konkurrenten heranpirschen. Anderenfalls drohen die Lichter im Holdenstedter Lager mehr denn je auszugehen. Aber auch der Uelzener Stadtteilrivale weiß um die Bedeutung dieses Duells und wird alle Hebel in Bewegung setzen, um zumindest nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Abstiegskampf pur ist also angesagt!

Römstedt – Rätzlingen

Rätzlingen (vorn Marc Schulz) kann in Römstedt Bigpoints im Abstiegskampf holen. TuS Bodenteich II (Michael Buß) trifft auf Spitzenreiter SC Kirch.-/Westerweyhe.

Ganz gewiss keinen schlechten Eindruck hinterließ der MTV Römstedt am Vorsonntag in Bienenbüttel, dennoch stand er einmal mehr am Ende mit leeren Händen da (2:4). Auf dieser Leistung aber lässt sich auf jeden Fall aufbauen, und das ist auch bitter nötig. Mit dem aktuell um fünf Punkte besseren Tabellenviertletzten TV Rätzlingen reist ein direkter Rivale im Abstiegskampf an. Die auf dem vorletzten Rang liegenden Platzherren könnten im Erfolgsfall auf Schlagweite verkürzen. Doch auch der TVR wird hoch motiviert sein und versuchen, hier echte „Big-Points“ einzufahren. Ein Duell, das hohen kämpferischen Einsatz verspricht.

Wriedel – SC Uelzen

In vielversprechender Frühform präsentierten sich der TSV Wriedel (2:0-Sieger in Ebstorf) als auch der Sportclub Uelzen (4:1 über Bad Bodenteich II). „Wir haben durchgängig und gut trainiert. Man hat gesehen, dass wir mehr Dampf drauf hatten“, sagte TSV-Coach Thomas Möhring-Stief nach dem Derbysieg in Ebstorf.

Und auch Sportclub-Trainer Frank Griffel zeigte sich zumindest streckenweise von der Dominanz seines Teams gegen die TuS-Reserve erfreut. Dementsprechend dürfen sich die Anhänger beider Klubs auf einen heiß umkämpften Schlagabtausch freuen – schließlich wollen sowohl der gastgebende Tabellenfünfte als auch die auf Platz vier liegenden Fischerhöfler im direkten Verfolgerduell ein weiteres dickes Ausrufezeichen setzen. Suhlendorf – Wieren

Die Suhlendorfer wollten am Vorsonntag in Eddelstorf „etwas holen“ – mit dem 1:1 haben sie dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt. Grund, sich jetzt darauf auszuruhen, besteht allerdings nicht. Der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt lediglich fünf Punkte, und der kann ganz schnell zusammenschrumpfen. Gegen den TuS Wieren braucht TSV-Coach Mike Schneider seine Truppe wohl kaum zusätzlich zu motivieren – Derby ist angesagt! Die Gäste befanden sich vor der Winterpause klar auf der Überholspur (sechs Siege in den letzten sieben Partien) und hoffen, in diesem auch für sie „besonderen“ Duell da anschließen zu können.

Von Michael Klingebiel

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