BW Bornreihe auf eigenem Platz eine Macht

Eduard Geist tritt mit dem TSV Bienenbüttel beim BW Bornreihe an.
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Eduard Geist tritt mit dem TSV Bienenbüttel beim BW Bornreihe an.

fk Bornreihe/Bienenbüttel. Immer dichter ziehen sich die Abstiegswolken über den Köpfen der Bienenbütteler Landesliga-Fußballer zusammen: Neun von elf Spielen haben sie verloren, der Rückstand auf den rettenden zehnten Tabellenrang beträgt bereits zehn Punkte und hat somit längst ein bedrohliches Ausmaß angenommen.

Diese prekäre Ausgangsposition wird sich mit einiger Wahrscheinlichkeit am Sonntag noch weiter verschlechtern, denn der TSV tritt die Reise nach Bornreihe an, wo ihn mit dem Tabellenfünften Blau-Weiß eine Mannschaft erwartet, die durchaus noch zum Kreis der Meisterschaftsanwärter zu zählen ist. Viel Raum für eine Heimniederlage ist für den Oberliga-Absteiger aber nicht vorhanden, er steht vor ähnlichem Erfolgsdruck wie der um den Klassenerhalt ringende Kreisvertreter.

Ausgegebenes Saisonziel der Bornreiher ist nicht der Titelgewinn, sondern eine Platzierung im oberen Mittelfeld oder der erweiterten Spitzengruppe. Insofern liegt die von Frank Thinius trainierte Mannschaft auf dem richtigen Kurs, dennoch wird sie sich natürlich nicht dagegen sträuben, doch in das Aufstiegsrennen einzugreifen.

Wertvollster Neuzugang der Blau-Weißen ist Drilon Demaku, der in der Landesliga-Torjägerliste mit zehn Treffern auf Rang zwei liegt. Mit ihm kamen weitere vier Akteure vom FC Worpswede, außerdem ergänzten die Gastgeber ihren Kader um einige unterklassige Spieler. Bemerkenswert ist die Heimstärke der Bornreiher, die von sechs Begegnungen vor eigenem Publikum fünf gewannen und sich nur dem TB Uphusen geschlagen geben mussten. Das Torverhältnis von 21:8 unterstreicht die Offensivkraft, die in dieser Mannschaft steckt.

Es ist also alles andere als ein Honiglecken, das den Bienenbüttelern in Bornreihe serviert werden wird. Sie werden derbe Kost vorgesetzt bekommen, die schwer verdaulich zu werden droht und an der sie sich leicht verschlucken können. Auf jeden Fall wird der TSV an seiner oberen Leistungsgrenze spielen müssen, wenn er die Heimfahrt nicht mit flauem Gefühl antreten will. Schon ein Unentschieden wäre eine Überraschung, wobei nicht einmal das spürbar zur Verbesserung der Situation beitragen würde.

BW-Trainer Frank Thinius hofft, dass zuletzt zwei Niederlagen in Folge nicht in eine Krise ausarten. Er fordert von seinem Team einen Sieg. ,,Von der Papierform her ist es eine klare Sache für uns, aber darin liegt die Gefahr. Ich werde an meine Spieler appellieren, die Bienenbütteler nicht zu unterschätzen. In Rotenburg habe ich sie beobachtet, ihre letzten Ergebnisse unterstreichen, dass sie nicht aufgeben.“ Den Blau-Weißen werden mit Klimmek und Gresens zwei Stammspieler fehlen.

Auf Bienenbütteler Seite ist sich Trainer Sören Hillmer der Bedeutung dieser Begegnung bewusst: ,,Es wird für uns in Bornreihe schwer werden, doch in den vorangegangenen Auswärtsspielen in Ahlerstedt und Köhlen haben wir gegen andere Spitzenmannschaften jeweils nur unglücklich mit 1:2 verloren. Diese Ergebnisse machen Mut. Allerdings müssen wir jetzt dringend punkten, wenn wir unsere Chance im Abstiegskampf bewahren wollen.“ Hillmer will in Bornreihe mit drei Stürmern agieren. Wer die sein werden, hänge davon ab, ob Mark-Oliver Zirfas eingesetzt werden kann. Wieder dabei ist Christoph Bartelt, von dem sich Hillmer eine Verstärkung der Defensive erhofft.

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