SVE-Kicker müssen in Barsinghausen auf Kunstrasen trainieren / Komplikationen beim Aue-Pokal

Böses Emmendorfer Erwachen

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Von einer solchen Kulisse können die meisten Fußballer nur träumen. Der SV Emmendorf absolvierte ein Trainingslager in Barsinghausen und übernachtete im Sporthotel Fuchsbachtal. Allerdings mussten die SVE-Kicker auf Kunstrasen trainieren. Foto: Kühn

Uelzen/Landkreis. Ab Dienstag wird’s ernst. Mit drei Pokalwettbewerben beenden die Uelzener Fußballer allmählich ihre Sommerpause. Für viele Klubs glichen die Testspiele an diesem Wochenende einer – zumindest kleinen – Generalprobe.

Eingeläutet wurde das Fußball-Weekend mit mehreren Schützenfesten. Heide-Wendland-Ligist (HWL) FC Oldenstadt war am Freitag zuhause gegen den Bezirksligisten SV Küsten chancenlos (3:8). Dafür schlug der Bezirksliga-Absteiger SC 09 Uelzen den SV Holdenstedt mit 7:2. Der MTV Römstedt (HWL) holte beim Bezirksliga-Neuling SV Ilmenau einen 0:3-Rückstand auf und spielte noch 3:3 unentschieden.

Am Sonntag schlug der neue Bezirksligist SV Eddelstorf in Altenmedingen den FC Oldenstadt mit 4:0, nachdem der letzte Kreisliga-Meister bereits am Donnerstag die Partie beim Bezirksligisten Eintracht Elbmarsch (Staffel 2) mit 1:4 verlor.

Eine gute Figur machte der SV Rosche beim Blitz-Turnier des Ochtmisser SV und wurde nach zwei Siegen und einem Remis hinter dem punktgleichen Gastgeber Zweiter. Die Roscher schlugen den MTV Barum mit 3:1 (Spielzeit 25 Minuten), der mit drei Punkten aus drei Spielen Dritter vor dem SC Lüneburg wurde. Am Sonntag trennte sich Rosche gegen den TuS Neetze 4:4 unentschieden. Einen prominenten Gegner hatte Sperber Veerßen. Gegen den Bezirksligisten VfL Suderburg stand es bis zur 58. Minute 0:0. „In der ersten Halbzeit haben wir gut verteidigt. Mit schwindenden Kräften spiegelte sich Suderburgs 90-minütige Überlegenheit auch in Toren wider“, sagte Trainer Oliver Ecke.

Nicht ganz zufrieden war der SV Emmendorf mit dem dreitägigen Trainingslager in Barsinghausen, das der Landesligist für seinen Sieg beim VGH-Fairness-Cup 2016/17 gewonnen hatte. Die am Freitag angereiste Mannschaft konnte nicht im Stadion trainieren und musste stattdessen auf einen Kunstrasenplatz ausweichen. Am Sonntagvormittag stand dem SVE dann sogar nur ein Mini-Soccer-Court zur Verfügung, wo lediglich 3 gegen 3 gespielt werden konnte. „Das war ein kleines, böses Erwachen. Dadurch wurden unsere Einheiten über den Haufen geworfen“, hatte sich Trainer Danny-Torben Kühn das Wochenende zumindest fußballerisch anders vorgestellt. Die Rahmenbedingungen waren dagegen top. „Wir haben definitiv das Beste draus gemacht. Für die meisten Spieler war es das erste Trainingslager dieser Art.“ Sauna, Schwimmbad, Verpflegung. Die SVE-Spieler regenerierten in der fußballfreien Zeit nach Herzenslust und waren am Sonntagmorgen fitter, als es Kühn angenommen hatte. „Es lag wohl an den Regenerationsmöglichkeiten, dass die Spieler nicht so schwere Beine hatten.“

Nicht ganz reibungslos verläuft auch der Samtgemeindepokal Aue beim TuS Wieren. Im Vorfeld hatte bereits TSV Lüder abgesagt, für den aber die Altligamannschaft der SG Wieren/Wrestedt/Stadensen einsprang (die AZ berichtete). Nun verabschiedete sich der personell dezimierte TSV Lehmke vorzeitig, Nach dem 1:4 am Freitag gegen den TSV Niendorf-Halligdorf musste das Team die weiteren Spiele wegen Spielermangel absagen. Aufgrund des Kreispokalspiels am Dienstag hätten die Lehmker an diesem Tag eh nicht spielen können. Der Pokal-Wettbewerb hat außerdem dazu geführt, dass die Mittwochsspiele auf Donnerstag verschoben wurden, weil einige Teams in der Pokal-Quali antreten müssen.

Der SV Molzen triumphierte unterdessen am Sonnabend beim eigenen Viererturnier und gewann vor 150 Fans alle drei Spiele gegen den TSV Jastorf, SC Kirch-/Westerweyhe und Germania Ripdorf. Neben dem Fußball gab es vor allem für die kleinen Gäste eine Menge Spaß. Sie konnten sich zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Molzen beim „Feuer löschen“ probieren.

Von Arek Marud

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