1. Fußball-Kreisklasse: Aufsteiger-Duell in Gerdau

Bodenteich-Tristesse: Absteiger in Not!

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Bodenteichs Blick (Jannis Schwerin) in der Tabelle geht zunehmend nach unten: Der Absteiger ist nur Tabellenelfter und hofft gegen den SC 09 Uelzen auf Besserung.

dlp Uelzen/Landkreis. Der Spitzenreiter ist richtig gefordert! Die SVG Oetzen/Stöcken trifft in der 1. Fußball-Kreisklasse auf den seit fünf Spielen unbesiegten SV Stadensen (4.).

Überraschend in unteren Gefilden lungert die Bodenteicher-Reserve herum und will gegen den SC Uelzen II das Steuer herumreißen. Mit der Partie MTV Gerdau – TSV Groß Hesebeck/Röbbel kommt es zum Aufsteiger-Duell.

Die Partien im Überblick:

TuS Bodenteich II – SC Uelzen II (So., 13 Uhr)

Tristesse rund um das Waldstadion. Nach vier Niederlagen findet sich Kreisligaabsteiger TuS Bodenteich auf einem enttäuschenden 11. Rang wieder. „Wir brauchen einfach mal wieder ein Erfolgserlebnis, damit der Knoten platzt“, hofft Trainer Stefan Buß auf ein Ende der Negativserie. Personell sieht es allerdings „übel“ (Buß) aus. Ganz anders die Lage bei den Gästen, die seit fünf Spielen unbesiegt sind. Trainer Anton Weinberger warnt dennoch vor dem engen B-Platz und fordert angesichts der zuletzt dünnen Leistung gegen Niendorf: „Wir müssen ein paar Schippen drauf legen!“

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VfL Suderburg II - Sperber Veerßen (So., 13 Uhr)

Nur ein Sieg aus fünf Spielen, die Ergebnisse der Suderburger verraten einen leichten Abwärtstrend. „Für mich zählt dennoch nur ein Sieg“, stellt Trainer Jörn Drögemüller klar. Drögemüller weiß, dass die kommenden Aufgaben gegen die Spitzenmannschaften aus Oetzen und Stadensen nicht leichter werden. Personell sieht es verletzungsbedingt nicht rosig aus. Letzteres gilt erst recht für den Sperber, der zuletzt auf Spieler der Reserve bauen musste. Und die spielt nun zeitgleich. Leistungsträger wie Alischer Muradow, Slava Levin, Kevin Fiedler, Albert Märtens und Neuzugang Skerdilajd Hyka fehlen oder sind zumindest fraglich. Kein Wunder, dass Coach Oliver Ecke skeptisch ist: „Suderburg ist Favorit!“

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TSV Bienenbüttel II – TSV Wrestedt/St. (So., 13 Uhr)

Stabilisiert hat sich Bienenbüttel, in den letzten vier Spielen gab es nur eine Niederlage. Besonders das 3:3 in Stadensen überraschte positiv. „Ich hoffe, wir können an diese Leistung anknüpfen. Denn das müssen wir gegen Wrestedt auf jeden Fall“, erwartet Trainer Maik Schulze eine schwierige Aufgabe und verweist auf die Wrestedter Kantersiege gegen Suderburg (7:2) und Niendorf (10:2). Jan-Hendrik Schwendtke (Sprunggelenk) fehlt in den nächsten Wochen. „Wir sind gewarnt“, sagt Gäste-Trainer Thomas Jürgens in Anbetracht der guten TSV-Resultate. „Wir müssen Lösungen finden im Weg nach vorn und im Mittelfeld wieder mehr Zugriff bekommen“, fordert er. Fraglich ist Torwart Christoph Weiß, Glenn Funk brummt seine Rotsperre ab.

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Niendorf/Halligdorf – Kirch.-/Westerw. (So., 15 Uhr)

Trotz zahlreicher Ausfälle mischt der SCK (3.) oben mit. Auch in Niendorf fehlen mit Niklas Hinz, Maximilian Leibrandt, Leon Voigt, Fabian Paul und Pascal Kulas zahlreiche Akteure. Trainer Rafael Lang jammert dennoch nicht rum und fordert beim Vorletzten drei Punkte: „Wir wollen und müssen gewinnen, um oben zu bleiben.“ Lang hat aber registriert, dass die Niendorfer zuletzt verbessert auftraten und warnt, den Gegner zu unterschätzen. Niendorfs Trainer Marco Schulze war zufrieden mit seinen Schützlingen trotz des 1:2 beim SC Uelzen, vermisste lediglich die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. „Wenn wir die gleiche Leistung abrufen, können wir punkten“, ist er optimistisch.

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SVG Oetzen/Stöcken – SV Stadensen (So., 15 Uhr)

Knifflige Aufgabe für den Spitzenreiter gegen den Tabellenvierten. Denn Stadensen hat seit fünf Spielen nicht mehr verloren. SVS-Trainer Olaf Bode lobt jedoch den Gegner: „Oetzen ist für mich die stärkste Mannschaft und der Favorit auf den Titel. Sie haben sich gut verstärkt und haben kaum noch Schwachstellen.“ Er wähnt daher sein Team in einer Außenseiterrolle, wäre mit einer Punkteteilung sehr zufrieden. Sascha Hartig vom Trainerteam der SVG hat ebenfalls Respekt: „Wir erwarten einen hoch motivierten Gegner, der uns einiges abverlangen wird.“ Hartig erwartet von seiner Elf, dass der Kampf angenommen und ein variables Spiel angeboten wird. 

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MTV Gerdau – Gr. Hesebeck/R. (So., 15 Uhr)

Duell der Aufsteiger. Der MTV Gerdau (9.) verkaufte sich besser als das Schlusslicht Groß Hesebeck/Röbbel. Hesebeck beendete immerhin am Vorsonntag mit dem Erfolg über Bodenteich seinen Negativtrend. Trainer Patrick Marks weiß, dass das Niveau des letzten Matches Bedingung ist, in der Klasse zu bestehen. „Wir müssen an diese Leistung anknüpfen, dann sollten die nächsten drei Punkte nach Hesebeck gehen!“ Gerdau-Coach Henning Prehm erwartet ein enges Spiel, sieht die Defensive als Basis an. „Wir werden versuchen, gut zu stehen. Vorn geht ja immer was.“ Hannes Schönwälder, Fabian Wagner und Torwart Lars Feuerhake fallen weiterhin aus. 

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VfL Böddenstedt – Germ. Ripdorf (So., 15 Uhr)

Weiter auf einer Erfolgswelle schwimmen die Germanen (2.). „Unsere Mannschaft trainiert seit Wochen gut und ist heiß, die Serie der ungeschlagenen Spiele fortsetzen“, meint Co-Trainer Daniel Wenck. Er hält die enttäuschenden Böddenstedter für stärker, als es die Tabelle hergibt (12.). „Gerade in der Offensive haben sie gefährliche Spieler.“ Zu diesen gehört Oliver Menges, der aber verletzungsbedingt fehlt. Wie auch die Defensivstrategen Lorenz Schultze (Studium) und Vural Yilmaz (Sperre), dafür kehrt Keeper Alexander Micheilis zurück. Für Trainer Fatmir Osmani geht Ripdorf als Favorit ins Spiel. Die Gäste müssen neben den Langzeitverletzten auf Hendrik Beck verzichten.

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