28. Platz – Zweifach-Champion Barum erneut Uelzens fairstes Team / SC Uelzen abgeschlagen auf Rang 930

Barums „bodenständige“ Saubermänner

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Barums Fußballer haben allen Grund zur Freude: Der zweifache Champion ist mal wieder Uelzens fairstes Team und wurde niedersachsenweit 28 unter den 982 Mannschaften.

Uelzen/Landkreis. Die Fußballer des MTV Barum haben es mal wieder geschafft. Der Bezirksligist ist zum wiederholten Male Uelzens fairste Mannschaft oberhalb der Kreisklassen und belegte im niedersachsenweiten Ranking des VGH-Fairness-Cups den 28. Platz unter 982 gewerteten Mannschaften.

Die Barumer Saubermänner kassierten in 30 Punktspielen nur 34 Gelbe und eine Rote Karte und kamen auf einen Quotienten von 1,3.

„Man kann stolz auf die Mannschaft sein, weil sie über einen so langen Zeitraum kontinuierlich fair spielt“, sagt Barums Vorsitzender Torsten Lehmann. Das Erfolgsrezept ist einfach. „Die älteren Spieler erziehen sofort die Jüngeren. Das ist unsere Vereinsphilosophie. Es gibt in der Mannschaft keine Starallüren. Außerdem profitieren wir von der dörflichen, familiären Vereinsstruktur. Es sind alles bodenständige Jungs“, ist Lehmann froh, dass der Fair Play-Gedanke immer groß geschrieben wird beim MTV.

Allerdings gelang es erstmals seit vielen Jahren keiner Uelzener Mannschaft, unter die Top 20 zu kommen, geschweige denn den Fairplay-Wettbewerb zu gewinnen. Die Barumer hatten 2013/14 und 2014/15 zweimal hintereinander den Fairness-Cup geholt. 2016/17 triumphierte der SV Emmendorf gemeinsam mit der TSG Seckenhausen-F. (Kreis Diepholz). Erst am Wochenende hatte der Landesligist seinen Preis eingelöst und durfte als Lohn ein dreitägiges Trainingslager im Sporthotel Fuchsbachtal absolvieren (die AZ berichtete). Nach dem Landesliga-Aufstieg rutschte der Titelverteidiger jedoch aus den Top 100 und liegt auf Platz 108. Bereits 2007 und 2008 hatte sich die SVG Oetzen/Stöcken durchgesetzt. In der abgelaufenen Saison wurde auch der VfL Suderburg seinem Ruf als fair spielendes Team (Nummer 102 im Vorjahr) mal wieder gerecht und landete auf Position 54 – das zweitbeste Uelzener Resultat. Bester Kreisligist war der TV Rätzlingen (123.) vor dem MTV Römstedt (125.) und SV Molzen (137.). Diesjähriger Gewinner ist der SC Uchte II (Kreisliga Nienburg), der mit 19 Gelben und einer Gelb-roten Karte in 30 Spielen einen Quotienten von 0,73 erreichte.

Sehr enttäuschend dagegen das Abschneiden des Bezirksliga-Absteigers SC 09 Uelzen, der mit 65 Gelben, vier Gelb-roten, drei Roten Karten und einem Sportgerichtsurteil auf Platz 930 steht. Nur 52 von landesweit fast 1000 berücksichtigten Teams ab der Kreisliga aufwärts waren schlechter. Auch dem TuS Wieren (868.) und SV Holdenstedt (820.) dürften die Platzierungen kaum gefallen.

Erfreulich wiederum der allgemeine Aufwärtstrend der Uelzener Kicker. Für den ehemaligen Titelgewinner Uelzen ging es nach Platz acht vor zwei Jahren 2017 weiter hinab auf den 20. Rang. Nun aber verbesserte sich Uelzen auf Platz fünf der 40 Fußball-Kreise.

„Unabhängig davon, ob Fair Play am Ende belohnt wird oder nicht, zahlt es sich doch immer aus. Die Fairness ist das höchste Gut unserer schönen Sportart und alle Beteiligten sollten alles dafür tun, die Regeln des Anstandes nicht allein auf den Fußballplätzen in Niedersachsen zu wahren“, ist NFV-Präsident Günter Distelrath vom Wert des Fairness-Cups überzeugt.

Von Arek Marud

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