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Abstiegsgespenst kreist über Uelzens Kreisliga-Trio

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Fußball-Zweikampf.
Nach unterirdischer erster Halbzeit bei der Lüneburger SV muss Union Bevensen (Mitte Lukas Burghardt) bei der SV Lemgow/D. auf der Hut sein. © M. Klingebiel

Rückrundenauftakt in der Fußball-Kreisliga. Und der TSV Bienenbüttel, Union Bevensen und Teutonia Uelzen II stecken tief im Abstiegsstrudel.

Uelzen/Landkreis - Somit steht der Kampf um den Ligaverbleib aus Uelzener Sicht aktuell im Fokus. Am Sonntag hoffen die gefährdeten Bienenbütteler (gegen den FC SG Gartow), Teutonen (gegen Eintracht Lüneburg) und Bad Bevenser (bei der SV Lemgow/Dangenstorf) darauf, ein bisschen Boden gutmachen zu können. Zudem empfangen die Ebstorfer den TSV Gellersen II, und die Molzener gastieren beim Ligaprimus FC Heidetal.

SV Lemgow/D. – Union Bevensen (So., 14)

Die Lemgow/Dangenstorfer sind Ligavierter, Union Bevensen ist Viertletzter – an der Favoritenrolle der Gastgeber gibt es also nichts zu rütteln. „Sie waren in den letzten Wochen sehr gut drauf“, hat Union-Coach Tobias Neubauer aus der Ferne beobachtet und weiß daher ganz genau: „Es wird alles andere als einfach.“

Nach einem 2:2 im Hinspiel keimen bei den Kurstädtern jedoch berechtigte Hoffnungen auf zumindest einen erneuten Punktgewinn auf. Zumal sie in den zurückliegenden Spielen ebenfalls wiederholt gute Vorstellungen hinlegten. „Wir sollten von Beginn an und über die gesamten 90 Minuten hellwach sein“, wurmt ihn immer noch die „unterirdische Leistung“ am Vorsonntag in der ersten Halbzeit bei der Lüneburger SV (Endstand 3:3). „Das dürfen wir uns diesmal nicht erlauben.“ Personell bleibt lediglich der Einsatz von Julian Iwers (verletzt) fraglich.

TSV Bienenbüttel – FC SG Gartow (So., 14)

Unter Erfolgsdruck stehen mittlerweile die Bienenbütteler, der Vorsprung zur Abstiegszone ist auf einen einzigen Zähler zusammengeschrumpft. Es zählen gegen den Ligavorletzten aus Gartow, der beim Hinspiel-2:1 seinen bisher einzigen Saisonsieg feierte, nur die drei Punkte. „Wir haben etwas gut zu machen“, ärgert TSV-Trainer Frank Kathmann diese Pleite nach einem aus seiner Sicht fragwürdigen Elfmeter in der Nachspielzeit immer noch. „Es gilt, es diesmal besser zu machen und nicht erneut einen solchen Chancenwucher zu betreiben.“ Er rechnet mit einem Gegner, der in seiner prekären Lage alles in die Waagschale werfen wird und einem spannenden Duell. Dennoch ist er positiv gestimmt, denn gleich eine ganze Reihe von zuletzt schmerzlich vermissten Leistungsträgern kehrt in den Kader zurück. Lediglich die Torwartposition bereitet ihm Kopfzerbrechen. Kim Wilking ist angeschlagen (Rippenprobleme), Paul-Lennert Güds privat verhindert. Eventuell bekommt daher Max Gottspenn aus der Reserve seine Bewährungschance.

Teutonia Uelzen II – Eintr. Lüneburg (So., 14)

„Wir sind zuletzt immer besser in Schwung gekommen“, sieht Teutonias Trainer Steffen Vick Fortschritte, hadert aber mit der mageren Ausbeute. „Leider haben wir aus den letzten beiden Spielen in Westergellersen (0:2) und gegen Wustrow (3:3) nur einen Punkt geholt.“ Mit der Eintracht Lüneburg gastiert nun ein großes Kaliber im Sportpark. „Im Hinspiel haben die Lüneburger gezeigt, was sie drauf haben“, blickt Vick auf das bittere 0:6 zurück.

Um hier zu überraschen und ein fettes Zeichen im Abstiegskampf zu setzen, fordert er von seinem Team Vollgas. Kompakt stehen, unnötige Fehler vermeiden und immer wieder Nadelstiche setzen, sind aus seiner Sicht vielversprechende Rezepte. „Wir müssen jetzt auch dreckige Siege einfahren.“ Torben Knüdel wird am Sonntag sicher fehlen, dafür ist Dhimitraq Xhufka sehr wahrscheinlich wieder an Bord.

TuS Ebstorf – TSV Gellersen II (So., 14)

Hinreichend gewarnt sind die Ebstorfer vor der Landesligareserve des TSV Gellersen, die mitten im Abstiegskampf steckt, zuletzt aber zwei Siege landete (gegen Teutonia II und in Lüchow). „Das Hinspiel war ein Duell auf Augenhöhe, was am Ende gut für uns ausgegangen ist“, blickt das TuS-Trainergespann Björn Penkert/Marius Meyer auf einen schwer erkämpften 3:1-Erfolg zurück. Den Tabellenachten erwartet daher vermutlich kein Zuckerschlecken, sondern ein engagiert auftretender Gegner mit viel Wind im Rücken. „Es wird wichtig sein, dass wir wie am Vorsonntag beim 4:2 gegen Molzen geschlossen gegen den Ball arbeiten und gut ins Doppeln kommen“, hoffen die Coaches auf einen erneut couragierten Auftritt ihrer Schützlinge.

Gelingt das, stehen die Chancen für den fünften Saisonheimsieg ganz sicher nicht schlecht.

FC Heidetal – SV Molzen (So., 14)

Beim Spitzenreiter FC Heidetal in Ehlbeck hängen die Trauben für die Molzener hoch. Zumal die „Kleeblätter“ in den zurückliegenden Wochen nicht mehr so recht aus den Puschen kamen. „Aktuell drückt der Schuh sowohl in der Defensive als auch in der Offensive“, stellt SVM-Betreuer Kai Liebner nach dem Vorsonntags-2:4 in Ebstorf fest. „Da kamen wir mit blutiger Nase zurück. Hinten müssen wir jetzt die Tür endlich zukriegen, vorne muss es mal wieder richtig krachen.“

Die Heidetaler sieht er für dieses Vorhaben aber als den undankbarsten Gegner an. „Sie sind das Tafelsilber der Liga, gespickt mit einer exklusiven Offensive und konstanten Abwehr.“ Die Erfolgschancen stuft er, trotz des unglücklichen 1:2 im Hinspiel, dementsprechend eher gering ein. „Um am Ende etwas Zählbares in der Sporttasche zu haben, wird jeder unserer Spieler wie eine Klette an den eingespielten Heidetalern kleben müssen.“

Von Michael Klingebiel

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