Kreisliga: Bevensen muss Ebstorf schlagen / Molzen hofft auf Coup gegen Spitzenreiter Heidetal

Unions Griff nach dem berühmten „Strohhalm“

Zwei Fußballer kämpfen an der Seitenlinie um den Ball.
+
Die letzte Chance im Kampf um die Aufstiegsrunde: Union Bevensen (links Birger Wehnke) muss den TuS Ebstorf (Niklas Martischewski) bezwingen.

Letzte Chance für Union Bevensen. Der Kreisligist braucht im Heimspiel gegen Ebstorf einen Sieg, um die Aufstiegsrunde nicht endgültig abzuschreiben.

Von Michael Klingebiel -
Uelzen/Landkreis - In der Fußball-Kreisliga stehen die Uelzener Teams in der Staffel 1 allesamt vor Heimspielen. Der SV Molzen hat mit Spitzenreiter FC Heidetal den dicksten Brocken vor der Brust, während sich Bienenbüttel (Lemgow/D.) und Holdenstedt (Dannenberg) mit den beiden Tabellenletzten auseinandersetzen müssen.

In der Staffel 2 steigt in Bad Bevensen das Kreisderby zwischen Union und TuS Ebstorf. Schlusslicht SC 09 Uelzen hofft beim TSV Mechtersen/Vögelsen auf ein Erfolgserlebnis.

Staffel 1
SV Molzen –
FC Heidetal (So., 15 Uhr)

Der Molzener Kader war zuletzt sehr dünn besetzt, beim 1:1 gegen Bienenbüttel saßen lediglich Trainer Timo Schulze sowie die Ersatzkeeper David Minzer und Tobias Daniel auf der Bank. „Der erste Anzug passt derzeit noch“, sagt SVM-Betreuer Kai Liebner. Er schaut mit großem Respekt auf die Aufgabe gegen den Spitzenreiter und sehnt den einen oder anderen Rückkehrer herbei. „Ein Gegner aus dem oberen Fußballregal. Im Hinspiel (2:2) waren sie schon hinten raus druckvoll und dominant, kommen jetzt nach einem 10:0 über Dannenberg zu uns“, warnt Liebner.

Verstecken brauchen sich die „Kleeblätter“ auch nicht, schließlich sind sie immer noch ungeschlagen. Und im Erfolgsfall könnten sie dem FCH bis auf einen Punkt auf die Pelle rücken. Gründe genug für Liebner, noch einmal an Molzener Tugenden zu erinnern: „Alle im Team müssen wieder füreinander da sein.“

TSV Bienenbüttel –
SV Lemgow/D. (So., 15 Uhr)

Bienenbüttels Trainer Frank Kathmann sieht weiterhin eine positive Entwicklung, auch das 1:1 in Molzen stimmt ihn „trotz keines guten Spiels“ zuversichtlich. Das Duell gegen Lemgow/D. und die Partie in zwei Wochen daheim gegen Dannenberg stuft er als enorm wichtig ein, da diese Ergebnisse mit in die im Frühjahr anstehende Abstiegsrunde genommen werden. „Diese Mannschaften müssen uns in ihrer prekären Situation quasi schlagen, dementsprechend erwarte ich am Sonntag einen sehr aktiven Gegner. Wir müssen und werden dagegenhalten.“ Das Hinspiel endete 2:2, ähnlich heiß umkämpft dürfte auch der kommende Schlagabtausch werden. Personell entspannt sich die Lage zusehends, mit Bastian Blümke (nach Erkältung), Kennet Gamlien (hatte schon in Molzen einen Kurzeinsatz) und Dominik Resch kehren weitere Akteure zurück.

SV Holdenstedt –

MTV Dannenberg (So., 15)

Die Rollen in Holdenstedt scheinen klar verteilt, die Lila-Weißen sind klar favorisiert. Zumal sie bereits das Hinspiel mit 5:1 für sich entschieden und der Gegner so etwas wie „die Schießbude der Liga“ darstellt. Trotzdem mahnt SVH-Trainer Daniel Fleischer zur Vorsicht: „Wir lassen uns nicht blenden, auch nicht von der 0:10-Niederlage des MTV beim FC Heidetal. In unserer Situation dürfen wir nichts herschenken und müssen voll konzentriert zu Werke gehen.“ Er weiß, dass die Dannenberger bereits enorm viele Gegentreffer kassiert (37 in 7 Spielen) und sie als Team kaum funktioniert haben. Aber er sieht auch ein paar offensivstarke Einzelspieler in ihren Reihen. Mit dem Ziel Aufstiegsrunde vor Augen will Fleischer „diese Punkte unbedingt einsacken“. Bis auf den verhinderten Julian Schütte ist der SVH komplett.

Staffel 2
Union Bevensen –
TuS Ebstorf (So., 15 Uhr)

Das Kreisderby sorgt eigentlich stets für eine gewisse Brisanz. Diesmal ist es so, dass die Kurstädter um ihre wohl allerletzte Chance kämpfen, doch noch auf den Zug in Richtung Aufstiegsrunde aufzuspringen. Der TuS ist als Staffelzweiter auf dem geraden Weg dorthin. Für Union-Coach Thorsten Schüler ist der ganz große Druck spätestens nach dem 0:2 gegen Ochtmissen nicht mehr da: „Wenn wir gewinnen, haben wir trotzdem nur noch eine kleine Chance. Verlieren wir, wird es ein Streichergebnis.“ Trotzdem möchte er den Strohhalm ergreifen.

Auf der Gegenseite ist Björn Penkert vom Ebstorfer Trainerteam erst einmal froh, nach drei nicht gewonnenen Spielen gegen den Sportclub drei Punkte geholt zu haben (2:1): „Wie dieser Sieg zustande gekommen ist, ist uns im Nachhinein völlig egal.“ Er erwartet eine knifflige Partie: „Union muss gewinnen, schon im Hinspiel (4:1) ist es sehr umkämpft gewesen.“ Während sich die Personalsituation bei Union vermutlich entspannt, muss der TuS auf den gesperrten Jannis Prüß verzichten.

TSV Mechtersen/V. –
SC 09 Uelzen (So., 15 Uhr)

Mit frischem Mut und Optimismus fahren die Uelzener nach Vögelsen. Grund ist der couragierte Auftritt beim 1:2 in Ebstorf. „Trotz der Niederlage fühlte sich das nach dem Spiel weitaus besser an als in den Wochen zuvor“, verspricht sich Viktor Worster vom SC-Trainerteam nun den berühmten Kick von seinem Team. „Kampf und Leidenschaft haben gestimmt, viele spielerische Elemente passten ebenfalls. Nur die Tore wollten nicht fallen.“ Der sieglose Tabellenletzte steht mächtig unter Erfolgsdruck, wenn er den Kontakt zu den vorplatzierten Mannschaften nicht verlieren will. Und zu diesen zählt auch der TSV. „Wir haben hier noch eine Rechnung offen“, sagt Worster. „Im Hinspiel ließen wir klarste Möglichkeiten liegen, standen nach dem 1:4 mit leeren Händen da. Nun muss der Knoten vorne platzen, dann werden wir als Sieger vom Platz gehen.“ Darius Dominique Drumariu fehlt gesperrt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare