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Berufung abgewiesen: Der Meister darf nicht aufsteigen

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Emmendorf/Landkreis. Der Meister darf nicht aufsteigen: Die SG Emmendorf/Groß Hesebeck II muss auch in der kommenden Saison in der 2. Fußball-Kreisklasse antreten.

Das Bezirkssportgericht Lüneburg unter dem Vorsitz von Rüdiger Wiegand hat der Berufung des SV Emmendorf nicht stattgegeben. Es bestätigte den Spruch des Kreissportgerichtes unter Marc Westedt aus erster Instanz. Damit ist die letzte Entscheidung der vergangenen Saison im Uelzener Herrenfußball gefallen. Denn wegen „offensichtlicher Erfolglosigkeit“ hat das Bezirkssportgericht keine Revision zugelassen.

Nutznießer ist der Tabellendritte TSV Bienenbüttel II, der ebenso wie der zweitplatzierte und letztlich sichere Aufsteiger FC Oldenstadt II das Verfahren ins Rollen gebracht hatte. Die Bienenbütteler rücken nun nach und feiern den dritten Aufstieg in Folge.

Emmendorfs Spielausschussobmann Matthias Raßmann reagiert enttäuscht: „Wir haben uns auf eine Aussage des Kreisvorsitzenden Gerd Lüdtke verlassen und fühlen uns jetzt wie im Regen stehengelassen.“ Lüdtke soll dem SV Emmendorf frühzeitig erklärt haben, dass ein Aufstieg aus der 2. Kreisklasse als Spielgemeinschaft zur kommenden Saison möglich sei, wenn sie sich denn auflöse, behauptet Raßmann. Lüdtke bestreitet dies gesagt zu haben.

Noch im April hatte der Kreisspielausschuss dann per Beschluss erklärt, dass die SG Emmendorf/Gr. Hesebeck II grundsätzlich einen Platz in der 1. Kreisklasse erworben hat, wenn sie nach Abschluss der Saison 2011/12 einen der beiden ersten Plätze in der 2. Kreisklasse belegt und die Spielgemeinschaft aufgelöst wird. Das Aufstiegsrecht ginge in diesem Fall auf die 2. Herren des SV Emmendorf über. Der SVE sah sich in seiner Berufung denn auch bestätigt: Laut Spielordnung „verbleibe es dem Kreisvorstand, eine Regelung des Auf- und Abstiegs in den Kreisklassen vorzunehmen“.

Das Bezirkssportgericht stützt sich auf die Begründungen aus erster Instanz. Westedt hatte anhand der Spielordnung geurteilt, dass es nicht zulässig ist, die zweite Mannschaft des SV Emmendorf als Nachfolgerin der SG Emmendorf/Hesebeck II in die 1. Kreisklasse aufsteigen zu lassen.

Laut NFV-Spielordnung sind Spielgemeinschaften im Herrenfußball grundsätzlich nicht zulässig. Im Fußballkreis Uelzen gibt es sie aber in Ausnahmeregelung bis einschließlich zur 2. Kreisklasse, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Ab der 1. Kreisklasse sind sie nicht mehr gestattet. Die NFV-Spielordnung besagt, dass im Jahr der Auflösung einer SG kein Aufstieg möglich ist.

Bitter: Die Emmendorfer kamen mit der Bildung der Spielgemeinschaft für diese eine Saison, laut Raßmann, einem Wunsch des TSV Gr. Hesebeck entgegen. Letztlich aber wirkten nur zwei Spieler des TSV in einer Pokalpartie mit; die Meisterschaftsspiele der gesamten Saison absolvierten für den Tabellenersten ausschließlich Kicker des SV Emmendorf.

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