Fußball-Landesliga: Treubund gewann die letzten vier Uelzen-Gastspiele

Bertram: „Gefahr ist natürlich da“

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Im Bezirkspokal-Achtelfinale vor zweieinhalb Monaten holte Teutonia (Malte Bertram mit Julian Niebuhr) in Lüneburg einen 1:3-Rückstand zum 3:3 auf, verlor dann aber im Elfmeterschießen.

Uelzen/Emmendorf – Zweites Duell in dieser Saison für Teutonia Uelzen gegen den MTV Treubund Lüneburg, erstmals aber um Punkte in der Fußball-Landesliga: Am Sonntag (15 Uhr) kreuzt der Titelkandidat standesgemäß als offensivfreudiger und sattelfester Spitzenreiter im Sportpark auf.

Erst im August waren die Uelzener im Pokalspiel in Lüneburg knapp mit 5:6 Toren nach Elfmeterschießen gescheitert. In den 90 Minuten zuvor hatte es keinen Sieger gegeben (3:3). .

Das Team der Salzstädter um den nach Kreuzbandriss genesenen Torjäger Tim Franke (fünf Treffer) fühlt sich immer wieder pudelwohl in der Zuckerstadt. Die vergangenen vier Gastspiele gewannen sie, ihre letzte Niederlage datiert vom 29. September 2013.

Bei diesem Uelzener 4:1 war Frank Heine Teutonias Trainer. Im Winter jener Erfolgssaison, die mit dem Doublegewinn endete, wurde er überraschend entlassen. Und auch Heines zweites Engagement bei den heuer abstiegsbedrohten Blau-Gelben endete abrupt vor drei Wochen.

Bei dem letzten Heimerfolg gegen Treubund standen mit Kapitän Eugen Krasnikov und dem zweifachen Torschützen Malte Bertram zudem nur noch zwei Akteure aus dem aktuellen Team auf dem Platz. Beide sind angeschlagen. Bertram musste sogar das Dienstagstraining wegen Fußbeschwerden absagen. Ein Fragezeichen stehe zudem hinter dem Einsatz von Malte Matte, erklärt Nico Tiegs, der den privat gebundenen Chefcoach Benjamin Zasendorf in dieser Trainingswoche vertritt. Rechtsverteidiger Lars-Benedict Buhr (Studium) fehlt am Sonntag.

Vor dem Hansestadt-Derby gegen Treubund sprach die AZ mit Spielmacher Bertram über die diesmaligen Erfolgsaussichten.

Herr Bertram, Benjamin Zasendorf ist seit drei Wochen Cheftrainer. Was hat sich seitdem verändert?

Malte Bertram: Wir haben es in Westercelle und gegen Rotenburg erstmals geschafft, die drei Punkte für uns zu gewinnen. In den vorherigen Spielen haben wir die sicher geglaubten Punkte immer wieder unnötig verschenkt. Außerdem wurden einige Dinge im taktischen Bereich aufgearbeitet und verändert. Da Benni bei unseren vorherigen Heimspielen stets als Zuschauer anwesend war, hatten wir hier einen guten Ansatzpunkt.

Sie spielten auch schon unter Vorgänger Heine in bestechender Form. Macht Ihnen Abstiegskampf etwa Spaß?

Ich versuche immer, mein Bestes zu geben – egal unter welchem Trainer und egal in welcher Tabellenlage. Wir müssen nun einfach zusehen, dass wir da unten als Team rauskommen und den immer noch positiven Schwung der vergangenen Spiele mitnehmen.

Ein Drittel der Saison ist bereits absolviert, Teutonia steht auf dem obersten Abstiegsplatz. Wie groß ist die Gefahr für Ihr Team?

Die Gefahr ist natürlich da. Wenn wir es hinbekommen, konsequenter die Tore zu schießen und die Punkte nicht zu verschenken wie gegen Hedendorf, Gellersen und vor allem Emmendorf und Drochtersen, dann packen wir das ganz sicher.

Im letzten Heimspiel stürzte Teutonia den Spitzenreiter Rotenburger SV. Jetzt kommt mit Treubund erneut der Tabellenführer. Wie stehen die Chancen auf den nächsten Coup?

Man muss das realistisch betrachten. Wir sind der klare Außenseiter und ein Punktgewinn wäre bereits super. Andererseits gab es noch kein Spiel, wo wir nicht drei bis vier hundertprozentige Chancen hatten. Wenn wir die nutzen, ist auch hier was drin.

Beim MTV spielte Ihr bester Kumpel Daniel Maaß, der jetzt eine Fußballpause genießt. Wie wollen Sie ihn zu einer Rückkehr zu Teutonia bewegen?

Demnächst werden Dän und ich erstmal eine Runde Tennis spielen. Vielleicht gelingt es ja mir, ihm aufzeigen, dass er besser wieder Fußball als Tennis spielen sollte – und das am liebsten bei uns.

VON BERND KLINGEBIEL

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