Bezirksliga: Bodenteich stürmt zum 2:1-Sieg

Barum am Boden: „Das tut brutal weh“

Mit dem rechten Fuß nimmt der Bodenteicher Timo Westerfeld den Ball auf Hüfthöhe an. Barums Lasse Keunecke (links) krallt sich an die rechte Schulter des TuS-Kapitäns.

Barum. Riesenerleichterung beim TuS Bodenteich. Der Fußball-Bezirksligist hat den Krisengipfel beim MTV Barum mit 2:1 (1:1) gewonnen und am fünften Spieltag die ersten Saisonpunkte geholt. Barums Krise hat sich dagegen weiter verschärft.

Das Team ist neuer Tabellenletzter mit einem mageren Punkt.

Den Bodenteichern war der schwache Saisonstart überhaupt nicht anzusehen. „Wir haben überragend gespielt und stark angefangen“, lobte Co-Trainer Ralf Daug. Die Gäste spielten sehr bissig, waren aggressiv, störten frühzeitig und hatten ein deutliches Übergewicht im Mittelfeld gegen eine überforderte, konfuse Barumer Mannschaft, die zunächst nahtlos an das 0:4 gegen den SV Küsten anknüpfte. Das MTV-Aufbauspiel: Es blieb selbst im eigenen Strafraum anfällig, die Spieler trennten sich viel zu spät vom Ball oder waren schlichtweg einen Schritt zu langsam.

Zahlreiche Ballverluste und Ungenauigkeiten selbst um den eigenen 16-Meter-Raum waren die Folge. „Dabei haben wir das extra im Training geübt, weil wir wussten, dass Bodenteich pressen wird. Aber wir kriegen momentan die Vorgaben nicht im Spiel umgesetzt. Das tut brutal weh“, erklärte ein hoch enttäuschter MTV-Trainer Philipp Zimmermann.

Umso überraschender fiel zunächst die Barumer Führung nach 20 Minuten durch Julian Wulf, der den Ball flach und überlegt ins links Eck platzierte. Der Rückstand war Gift für das Bodenteicher Spiel, das an Tempo und Elan verlor. „Wir mussten uns erst mal aufrappeln, haben es aber trotzdem ganz gut gemacht“, sagte Daug.

Der Ausgleich kurz vor dem Halbzeitpfiff durch Marcel Peters aus zehn Metern war dennoch hochverdient. Nach 50 Minuten traf Jan-Philipp Borchers per Foulelfmeter zum 2:1-Endstand. Barum drängte in den letzten 20 Minuten zwar auf den Ausgleich, blieb aber zu ungefährlich. Der Freistoß-Lattentreffer von Wulf blieb die einzige echte Torchance (70.). Bodenteich mobilisierte die letzten Kräfte. „Die zweite Hälfte war kräftezehrender. Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen haben wir aber nicht nachgelassen“, war Daug froh und erleichtert.

Von Arek Marud

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