„Das war ernüchternd“

MTV Barum ist beim 0:3 gegen den TSV Gellersen chancenlos

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Gellersens Sebastian Klepatz (links) hält mit Barums Kapitän Ulf Nerlich kurzzeitig Händchen und kann den Ball in Ruhe annehmen. Klepatz erzielte auch das dritte TSV-Tor.

Barum. Die Barumer staunten und schauten zu oft zu. Dabei hat der Gegner noch nicht einmal seine ganze Klasse entfaltet. „Der Sieg war glanzlos“, meinte Gellersens Trainer Oliver Klose nach dem 3:0-Auswärtssieg in der Fußball-Bezirksliga beim heimstarken MTV.

„Chancenlos, ernüchternd“, beschrieb Barums Trainer Andreas Lindenau die ungleichmäßigen Kräfteverhältnisse am gestrigen Sonntag im Waldstadion. Dabei hatten viele MTV-Fans auf ein offenes Spiel spekuliert und auf die Barumer Heimstärke vertraut. Lindenau war da schon skeptischer, hatte bereits beim Abschlusstraining am Freitag eine böse Vorahnung. „Es war so ein Gefühl.“ Viel Gefühl bewies auch Gellersens Ausnahmestürmer Marcel Wulf, dessen Lupfer zum 2:0 aus kürzester Distanz an Abgezocktheit kaum zu überbieten war (26.). Lindenau ärgerte aber das mangelhafte Abwehrverhalten seiner Hintermannschaft, die die Freistoß-Vorlage unterschätzt hatte. „Alle bleiben stehen und denken, der Ball geht ins Aus.“ Auch das 0:1 von Jonas Leonhardt gefiel Lindenau nicht: „Zu einfach.“

Gellersen hatte aber auch einfaches Spiel mit dem Gegner, der immer wieder früh attackiert und zu Fehlern und Fehlpässen gezwungen wurde. Die ballsicheren und selbstbewusst auftretenden Gäste schalteten blitzschnell um, mit Diagonalpässen sorgten sie immer wieder für Torgefahr über die rechte Seite. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte kam Barum etwas auf. Ein Bäsler-Kopfball wurde auf der Torlinie entschärft (44.+1). Als Sebastian Klepatz kurz nach dem Wechsel auf 3:0 erhöhte (47.), war die Vorentscheidung gefallen. Gellersen hätte kurz vor Schluss einen Strafstoß nach einem Foul von Ulf Nerlich an Wulf bekommen müssen. „Wir hatten zu viel Respekt. Irgendwas hat uns gefehlt“, so Lindenau.

Von Arek Marud

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