Pendler Packheiser und Tietjen verlassen Ebstorf / Kreatives Knights-Training nach Saison-Aus

Ballarena im Wohnzimmer

Basketball im Wohnzimmer. Hassan Salim hat sich einen Mini-Korb gebastelt und ihn an eine Tür angeschraubt. Ebstorfs Spielertrainer kann somit auch daheim an seiner Treffsicherheit feilen und so die basketballfreie Zeit überbrücken.
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Basketball im Wohnzimmer. Hassan Salim hat sich einen Mini-Korb gebastelt und ihn an eine Tür angeschraubt. Ebstorfs Spielertrainer kann somit auch daheim an seiner Treffsicherheit feilen und so die basketballfreie Zeit überbrücken. 

Ebstorf – In den vergangenen Wochen verdiente das Wort „plötzlich“ eine neue Definition. Wurde vor Kurzem noch diskutiert, wie Itzehoe bezwungen werden kann, sind die Spieler der Ebstorf Heide Knights ein paar Wochen später in Lüneburg und Uelzen verteilt und denken an alles außer Basketball.

Spielertrainer Justus Koch schildert in einer Homestory, wie die hiesigen Regionalliga-Basketballer nach dem vorzeitigen Saisonende (siehe Extrakasten) klarkommen und wie die Planungen für die kommende Saison aussehen.

„Covid-19 hat auch den Deutschen Basketball Bund (DBB) fest im Griff. Das Leben der Ritter gestaltet sich nun etwas isolierter: Kein Team-Training, kaum Zusammenkünfte, der meiste Kontakt über WhatsApp – ein sehr plötzliches Basketballloch, was so schnell doch eine Lücke reißt.

Zwei Abgänge, Chance für Nachwuchs

Während unsere Center Daniel Klatt und Tim Skoeries ,ganz normal’ arbeiten müssen, stehen bei den Studierenden Hausarbeiten an: Ich als Referendar setze mich mit Möglichkeiten des Digitalen Lernens auseinander. Rouven Lopez schreibt seine Masterarbeit. Auch Lukas Hogenschurz, Hassan Salim und Jonas Bebert sind mit der Uni ausgelastet.

Selbiges gilt für Paul Packheiser und Theo Tietjen – beide haben verkündet, uns schweren Herzens zu verlassen. Paul Packheiser, der seit letzter Saison aus Berlin pendelte, sucht sich einen Klub in der Bundeshauptstadt. Für Theo Tietjen ist unklar, wo die nächsten Monate verbracht werden, die Pendelei aus Hamburg möchte er allerdings nicht mehr auf sich nehmen. Die Beiden werden aufgrund ihrer Teamplayer-Fähigkeiten schmerzlich vermisst.

Bei den Neuzugängen müssen wir erstmal auf die neuen Uni-Ankömmlinge warten, die ab September in Lüneburg eintrudeln werden. Der restliche Kader bleibt so bestehen. Die Jugendspieler um Felix Danielzik, Jonas Hünecke und Andreas Wendler (Junior) werden mehr eingebunden. Die Leistungen in den vergangenen Trainingswochen sprechen dafür!

Kreatives Training

Sportlich halten wir uns facettenreich fit: Während Hassan Salim im Wohnzimmer eine kleine Ballarena mit einem Basketballkorb errichtet hat, macht der Rest der Mannschaft zuhause oder draußen Sport. Lukas Hogenschurz montierte sich zum Beispiel eine Halterung für einen Schlingentrainer (TRX-Training) an die Decke. Rouven Lopez und ich treiben Ausdauersport und gehen joggen. Der Ball in den Händen fehlt allen Rittern. Aber für die Teamchemie ist gesorgt: Wir sind dabei, eine Pokerrunde zu etablieren – natürlich online.“

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