Wrestedter Tischtennis-Teamturnier eine Veranstaltung der Superlative

Bälle flitzen bis zum Morgen

Drei Tage lang verwandelten 68 Mannschaften mit rund 300 Teilnehmern aus ganz Deutschland die Wrestedter Sporthalle in ein wahres Tischtennis-Mekka. Die Beteiligung von Uelzener Kreisvereinen war allerdings erneut schwach, bedauert Turnierorganisator Olaf Mathes.

Wrestedt. Die Veranstaltung ist seit Jahren Kult und sorgt immer mal wieder für den ein oder anderen Superlativ: Drei Tage lang verwandelten 68 Mannschaften mit rund 300 Teilnehmern aus ganz Deutschland die Wrestedter Sporthalle in ein wahres Tischtennis-Mekka.

„Enttäuschend war mal wieder, wie auch in den Vorjahren auch, die mangelnde Beteiligung der Kreisvereine“, kritisierte Olaf Mathes. Ansonsten aber zeigte sich der Turnierchef und Organisator sehr zufrieden: „Es war wieder ein gelungenes, erfolgreiches Wochenende.“

Martin Scholz, Ex-Zweitligaspieler und gebürtiger Uelzener mit sportlichen Anfängen bei Sperber Veerßen, verfehlte das Finale.

Wie beliebt das 4-er Mannschaftsturnier des gastgebenden TSV Wrestedt/Stederdorf insbesondere außerhalb der Kreisgrenzen tatsächlich ist, bewies gleich der Auftakt am Freitag mit den Wettkämpfen der Kreisliga/-klassen. Das Endspiel begann um 3 Uhr nachts (!) und fand seinen Sieger letztlich in der SFV Nordprignitz aus Mecklenburg-Vorpommern. Zuvor hatte Lokalmatador Wrestedt (Henning Pufal, Jonas Hasper, Elias Müller, Dominik Hillmer) knapp mit 2:3 gegen den späteren Sieger verloren und landete auf dem dritten Platz. Die neu gegründete Tischtennisabteilung des MTV Barum, MTV Gerdau und zwei Teams des Post SV Uelzen schieden bereits in der Vorrunde aus. Trotzdem bekundeten alle, dass ihnen das Turnier eine Menge Spaß gemacht hatte.

Spaß ist ohnehin das Credo der seit Jahren beliebten Veranstaltung, die 1995 mit 16 Teams begann. Geschätzt wird vor allem die Geselligkeit, auch außerhalb der Halle ist eine Menge los. Man trifft sich zum gemeinsamen Grillen, zum Fachsimpeln oder zum Kartenspielen – da stören auch längere Wartezeiten zwischen den Partien nicht.

Josip Huzjak war der heimliche Star. Der Abwehrspezialist steht im erweiterten Kader der kroatischen Nationalmannschaft.

So sah das auch Matthias Dilger, der mit seinem Verein Plüderhausen aus dem Raum Stuttgart bereits seit 2001 ununterbrochen am Wrestedter Turnier teilnimmt. Seine Jungs machten traditionell die Uelzener Innenstadt unsicher und kehrten erst um 7 Uhr am frühen Samstagmorgen in die Halle zurück, um sich dem Sportlichen zu widmen.

Mit Josip Huzjak stellten die Plüdershausener auch den heimlichen Star des Turniers. Der Abwehrspezialist war nicht nur der nach der Wertungstabelle ranghöchste Spieler, sondern steht auch im erweiterten Kader der kroatischen Nationalmannschaft.

Dass aufgrund der Hitze in der Halle die Schläger klebten und Bälle scheinbar unkontrolliert „herunter fielen“, sorgte zwar für den ein oder anderen Fluch an den Platten, aber für alle Teilnehmer war klar: „Wir kommen 2017 wieder.“

Nicht wenige erwarteten daher in der offenen Herrenklasse ein Aufeinandertreffen mit dem Ex-Zweitligaspieler Martin Scholz. Der gebürtige Uelzener startete seine Karriere bei Sperber Veerßen und spielte in der 2. Liga unter anderem für Kirchrode, Ahlem und Werder Bremen. Zum erwarteten Finale kam es allerdings nicht, Scholz schied im Halbfinale mit den Ü40-Allstars gegen Hagen-Ahrensburg aus. Huzjak gewann anschließend das Finale mit 4:2 für seinen Verein Plüdershausen.

Von Oliver Huchthausen

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