Augen zu und durch!

Der TV Uelzen (Tobias Lerche) steht nach zuletzt zwei Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf verstärkt unter Druck. Foto: Zapieranski

Das Polster ist dünn geworden für den TV Uelzen. Der Handball-Landesligist besitzt nur noch drei Punkte Abstand auf den Abstiegs-Relegationsplatz. Der Vorsprung könnte am Wochenende auf nur noch einen Zähler schmelzen.

Uelzen/Celle – Den ungeliebten 12. Platz belegt derzeit Dannenberg (6:18 Punkte). Der MTV trifft heute auf Schlusslicht VfL Westercelle, während die Uelzener (11./9:15) am Sonntag beim Tabellennachbarn HBV 91 Celle (10./10:16) gastieren. Anwurf für den TVU ist um 11 Uhr in der Sporthalle des Billung-Gymnasiums.

Die „Black Owls“ bestreiten ihr drittes Kellerduell in Folge, das vierte folgt gegen den MTV Soltau auf dem Fuße. Die ersten beiden gegen Dannenberg und Beckdorf haben die Uelzener verloren. Sollten sie beim Aufsteiger in Celle wieder nur Punktelieferant und Aufbaugegner sein, laufen sie echte Gefahr, dass die Abwärtsspirale kein Happy End finden wird.

TVU-Trainer Detlef Wehrmann: „Das ist eine mentale Sache. Wir müssen die Tabellensituation zumindest während des Spiels ausblenden.“ Augen zu und durch! Dass die jüngsten Rückschläge vor allem „Kopfsache“ gewesen seien, habe sich allein schon durch die miserable Chancenverwertung beim 20:24 in Beckdorf gezeigt. Wehrmann: „Im Training werfen und treffen die Jungs oft wie die Weltmeister.“

Aber auch bereits im Hinspiel gegen Celle agierten die Uelzener eher wie die Hausmeister. Beim 31:24-Sieg in der HEG-Halle lullten die Herzogenstädter ihren Gastgeber mit behäbigem Spiel ein, schlugen dann im für sie richtigen Moment zu. Wehrmann zieht die Lehren aus der peinlichen Pleite: „Wir müssen die Konzentration in der Abwehr hochhalten und mit Tempo spielen.“

Die Personalsituation im TVU-Lager ist weiterhin angespannt, nun fällt auch noch Rückraumspieler Lukas Specht mit einer Fußverletzung aus. Für Kevin Kwiotek (Schulter) kommt ein Einsatz am Sonntag womöglich noch zu früh. Steffen Schenk sollte hingegen dabei sein können, hofft Wehrmann, der zudem wieder Maurice Maus an Bord hat und erstmals auch auf Hendrik Düver setzt. Der Rechtsaußen, der seit dem Ende der letzten Saison aus dienstlichen Gründen pausierte, sollte gestern Abend erstmals mit dem Team trainieren und soll am Sonntag debütieren.

VON BERND KLINGEBIEL

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