Kreissportgericht verkündet Urteil um den Sprung in die 1. Fußball-Kreisklasse: Spitzenreiter darf nicht hoch / SV Emmendorf gibt sich nicht gesch ...

Aufstiegs-Theater: Jetzt geht es in die Berufung

Uelzen/Landkreis - von Bernd Klingebiel. Der aktuelle Spitzenreiter der 2. Fußball-Kreisklasse, SG Emmendorf/Groß Hesebeck II, darf nicht aufsteigen. Das hat das Sportgericht des Fußball-Kreises Uelzen im schriftlichen Verfahren entschieden.

Am Freitag verkündete Vorsitzender Marc Westedt den beteiligten Vereinen das von ihm gefällte Urteil. Emmendorfs Spielausschussobmann Matthias Rassmann kündigte umgehend an, dass der Verein gegen das Urteil vor dem Bezirkssportgericht in die Berufung ziehen werde. 

 Wie ausführlich berichtet, haben die Konkurrenten FC Oldenstadt II und TSV Bienenbüttel II gegen den möglichen Aufstieg der SG Emmendorf/Groß Hesebeck II Einspruch eingelegt. Vor dem letzten Spieltag am 3. Juni trennen die drei Teams, die sich um zwei Aufstiegsplätze rangeln, zur zwei Punkte voneinander.

 Laut NFV-Spielordnung sind Spielgemeinschaften im Herrenfußball grundsätzlich nicht zulässig. Im Fußballkreis Uelzen gibt es sie aber in Ausnahmeregelung bis einschließlich zur 2. Kreisklasse, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Ab der 1. Kreisklasse sind sie nicht mehr gestattet. Die NFV-Spielordnung besagt, dass im Jahr der Auflösung einer SG kein Aufstieg möglich ist. Letztlich dürfe der Kreisspielausschuss die für die nächste Sasion gemeldete Mannschaft SV Emmendorf II höchstens in die 2. Kreisklasse einstufen, statt wie andere neue Teams in die 4. Kreisklasse – aber nicht in eine höhere Klasse.

Dem steht ein Beschluss des Kreisspielausschusses und laut dem SV Emmendorf eine vor der Saison gegebene Zusage entgegen. Das wiederum wirft die Frage auf, warum die übrigen Vereine der Staffel davon zum Saisonstart anscheinend nicht in Kenntnis gesetzt worden sind. Die spielleitende Instanz hat der SG noch im April per Beschluss das Aufstiegsrecht zuerkannt, sofern die Spielgemeinschaft aufgelöst wird. Der SV Emmendorf hat das Ende der erst seit dem letzten Sommer eingegangenen Zweckgemeinschaft bereits angekündigt. Das Aufstiegsrecht in der 1. Kreisklasse würde demnach auf den SV Emmendorf II übertragen, legt der Kreisspielausschuss die Regeln aus.

Die Emmendorfer verweisen zudem darauf, dass zwei Spieler aus Groß Hesebeck nur einmal in einer Pokalpartie eingesetzt, die Meisterschaftsspiele der gesamten Saison aber ausschließlich mit eigenen Kickern bestritten worden seien.

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