MTV-Regionalligaaufstieg doch möglich, falls B-Jugend in der neuen Saison gemeldet wird

Aufstiegs-Hintertürchen für Barum

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Die Fußballerinnen des MTV Barum (links Jasmin Bergmann) können doch vom Regionalliga-Aufstieg träumen.

am Barum. Überraschend neue Hoffnung für Barums Fußballerinnen: Der Oberliga-Spitzenreiter kann im Falle der sportlichen Qualifikation vielleicht doch in die Regionalliga aufsteigen.

Um die Drittliga-Voraussetzungen zu erfüllen, fehlt dem Verein aktuell eine Nachwuchsmannschaft. 

Für die Regionalliga-Zulassung benötigen die MTV-Damen eine B-Jugend. Doch dafür ist es nicht zu spät. „Nach Auskunft, die uns schriftlich vom stellvertretenden Spielleiter Joachim Dietzel (Bremer FV) erreicht hat, wären diese B-Juniorinnen erst mit dem Einzug der ersten Mannschaft in die Regionalliga erforderlich“, erklärt Barums Spartenleiter Michael Struck. Dietzel hat dies gegenüber der AZ bestätigt. Die geforderte 2. Damenmannschaft (11er) kann Barum stellen. Die MTV-Reserve spielt in der Kreisliga. Anders als bei den Frauen, müssen im Herrenbereich potenzielle Aufsteiger bereits eine Saison vorher über entsprechenden Nachwuchs verfügen.

Barum bleibt somit ein „Hintertürchen“ offen. „Wir stehen derzeit vor der Herausforderung, den Zulassungsbestimmungen hinsichtlich einer eigenen 11er-B-Juniorinnen-Mannschaft gerecht zu werden“, erklärt Struck. Sollte das gelingen, „könnten wir alle technischen Voraussetzungen erfüllen“.

So weit die Theorie, in der Praxis dürfte das nicht ganz einfach werden. „Wie es einem dörflichen Verein wie dem MTV Barum gelingen kann und mag, in der nächsten Saison die besagte B-Mädchen-Mannschaft zu stellen, sei erst einmal dahingestellt“, hält sich Struck bedeckt. Eine mögliche Lösung wäre eine Zusammenarbeit mit einem anderen Verein. Eine Spielgemeinschaft reicht für einen Aufstieg allerdings nicht aus. „Die B-Juniorinnen-Mannschaft kann keine Spielgemeinschaft sein“, heißt es dazu in den Zulassungsbestimmungen des Norddeutschen Fußballverbandes.

Aktuell gibt es zwar kein Mädchenteam mehr in Barum. Doch der Verein kann sich nicht nachsagen lassen, die Jugendarbeit in der Vergangenheit vernachlässigt zu haben. So profitiert der Spitzenreiter gegenwärtig von der früheren Nachwuchsarbeit unter „Pionier“ Joachim Schön und später unter Michael Schulz. Die Spielerinnen der ersten Mannschaft, Danica Schön und Catjana Wendt, sind seit der ersten Stunde dabei (2002). Auch Laura Kamrath und Laura Alvermann kickten in der MTV-Jugend. Weitere ehemalige MTV-Juniorinnen spielen in der 2. Mannschaft in der Kreisliga. Und vor zwei Jahren hat Barums „goldenes“ B-Juniorinnenteam noch in der Niedersachsenliga mitgemischt; mit dabei waren unter anderem Christin Wulf oder Celina Eder, die ins Oberliga-Team integriert wurden.

Oberliga Ost 

BSC Acosta - MTV Barum

Die Barumerinnen setzen sich ab. Sieben Punkte Vorsprung hat der Tabellenführer auf Verfolger PSV Hildesheim (ein Spiel weniger), FFC Renshausen und Sparta Göttingen. Gegner Acosta (Sonntag, 13 Uhr) ist Vorletzter, hat aber alle sieben Saisonzähler daheim erspielt. Barum muss also aus doppeltem Grund aufpassen. Denn: „Es ist ja nicht so, dass wir dominant durch die Liga spazieren“, warnt Trainer Björn Schwichtenberg. Die Auswärtsauftritte (vier Siege) und die Defensive gefallen dem Coach besser als die Heimspiele und Offensive – so wie zuletzt beim verkrampften Heim-1:0 über ESV Göttingen. Da die Abwehrarbeit (Viererkette) bisheriger Schwerpunkt der Trainingsarbeit war, ist das MTV-Bollwerk (nur neun Gegentore) voll im Soll. „Wr müssen noch offensiv nachlegen. Die Zeit gebe ich der Mannschaft“, will Schwichtenberg Schritt für Schritt vorwärts kommen. Mit 22 Treffern stellt der MTV dennoch den zweitstärksten Sturm der Liga.

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