„Aufgestiegen ist aufgestiegen“

Knapp, knapper, Aufstieg! Der TSV Bienenbüttel profitiert doppelt: Die Kicker (von links) Niklas Niemann, Bastian Blümke, Lars Witt und Kim Wilking sowie die Handballer Axel Möller, Julius Franke, Lucas Krahn und Joshua Kantor blicken gemeinsam optimistisch auf die kommende Saison. 
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Knapp, knapper, Aufstieg! Der TSV Bienenbüttel profitiert doppelt: Die Kicker (von links) Niklas Niemann, Bastian Blümke, Lars Witt und Kim Wilking sowie die Handballer Axel Möller, Julius Franke, Lucas Krahn und Joshua Kantor blicken gemeinsam optimistisch auf die kommende Saison.

Der Taschenrechner zählte zur Grundausstattung. Die 1. Herren sowohl der Hand- als auch der Fußballer des TSV Bienenbüttel haben den Aufstieg per Quotientenregelung geschafft. Jeweils mit hauchdünnem Vorsprung.

Wie geht’s sportlich weiter für diese Teams aus dem Klub der Glücklichen?.

Bienenbüttel – Knapper ist wohl noch nie eine Handballmannschaft Staffelsieger geworden! Mit einem um 0,018 Zähler besseren Quotienten aus erspielten Pluspunkten und der Anzahl der bis zum Saisonabbruch absolvierten Pflichtspiele schnappten die Bienenbütteler dem HV Lüneburg III den Titel in der Nordstaffel der 1. Regionsklasse vor der Nase weg. Damit verbunden: der Aufstieg in die Regionsliga.

Bienenbüttels Fußballer mussten bei der Saisonabrechnung in der 1. Kreisklasse Nord ebenfalls weit hinter dem Komma rechnen, um als Aufsteiger festzustehen. Der TSV-Quotient ist um mickrige 0,006 Punkte besser als der der Lüneburger SV.

Damit verdrängten die Grün-Weißen die Salzstädter am grünen Tisch statt auf dem grünen Rasen noch vom zweiten Tabellenplatz. Sie lösten hinter dem TSV Gellersen II das zweite Ticket in die Heide-Wendland-Liga. Dabei hatte Bienenbüttel im September letzten Jahres das Hinspiel in Lüneburg noch mit 0:2 Toren verloren.

Der TSV-Vereinsvorsitzende Andreas Howe hat die mathematisch berechneten Saisonentscheidungen gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen freudig beobachtet. Er erhofft sich jetzt weitere positive Entwicklungen im sportlichen Bereich: „Aufgestiegen ist aufgestiegen! Da steckt ja auch eine Leistung hinter.“

Der kuriose Doppelerfolg der Bienenbütteler Ballsportler ist in den Mannschaften weiterhin ein Thema. Kein Wunder, Handball-Teamsprecher Janos Böhme beispielsweise war bis vor kurzem auch bei den Kickern aktiv. Beim TSV schauen sich die Sportler zumindest gelegentlich und meist grüppchenweise bei den Spielen gegenseitig zu. Ohnehin werden die Handballer von zahlreichen lautstarken Fans oft zu Siegen getragen. „Großes Dankeschön dafür“, lobt Böhme. Er hofft auf eine ähnliche Unterstützung auch in der nächsten Saison in der Regionsliga.

Die Aufstiegshelden haben unterdessen eine gemeinsame Feier „ins Auge gefasst“, erklärt Kicker-Kapitän Bastian Blümke. In Corona-Zeiten sei dies aktuell allerdings schwierig. „Wir warten die nächsten Lockerungen ab.“

Handballer sind „gut aufgestellt“

Das Handballteam um das Trainergespann Axel Möller und Kai Hubert ist bis auf den Weggang von Philipp Kehl zum Landesligisten TV Uelzen (AZ berichtete) unverändert geblieben. Die A-Jugendlichen sollen verstärkt Spielpraxis im Herrenbereich sammeln. „Wir sind gut aufgestellt“, sagt Böhme. Dass die aussortierte Ilmenauhalle auf Jahre hinaus nicht für Training und als Heimspielstätte zur Verfügung stehen wird, bereitet ihm keine Sorgen. Seine Heimspiele möchte der TSV auch in der kommenden Saison wieder in Neetze austragen. Böhme: „Das hat gut funktioniert.“

Optimistisch blicken auch die Fußballer in die nächste Spielzeit, die sie ins Oberhaus des Heide-Wendland-Kreises führen wird. „Wir wollen uns in der Liga erstmal etablieren“, gibt Kapitän Blümke eine vorsichtige Marschroute aus. Dass der Aufstieg letztlich „nur“ mithilfe der Quotientenregelung fix wurde, trübe die Ambitionen und Aussichten in der jetzt spielstärkeren Umgebung nicht. „Wir hatten einen Lauf, haben spielerisch überzeugt und hätten die LSV zum Rückspiel noch zu Hause gehabt“, ist Blümke überzeugt, dass der TSV den ersehnten Aufstieg auch rein sportlich geschafft hätte. VON BERND KLINGEBIEL

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