Teutonia feuert Erfolgscoach Frank Heine / Nachfolger Torben Tutas: „Ziel ist die Meisterschaft!“

„Es gab von Anfang an Probleme“

Die Wege trennen sich: Teutonias Landesligaspieler und Trainer Frank Heine (rechts) haben sich nichts mehr zu sagen. Fotos (2): Marud

Uelzen. Spitzenreiter, Pokal-Halbfinalist, nur eine Niederlage in 22 Pflichtspielen. Sportlich deutete bei Fußball-Landesligist Teutonia Uelzen nichts auf einen Trainerrauswurf hin.

Am Sonnabend aber platzte die Bombe: Die Blau-Gelben setzten Frank Heine wegen „Problemen in der Menschenführung“ mit sofortiger Wirkung vor die Tür.

Das Feuer lag schon lange an der Lunte. „Es gab von Anfang an Probleme in der Kommunikation zwischen Trainer und Mannschaft. Wir dachten aber, das wird sich einpendeln“, erklärt Vorsitzender Lutz Börngen. Doch das Verhältnis normalisierte sich auch trotz des sportlichen Höhenfluges nicht, im Gegenteil: Die zwischenmenschlichen Spannungen wuchsen, sagt Börngen.

Kurz vor Weihnachten suchte die Mannschaft das Gespräch mit dem Vorstand. Im engeren Führungskreis fiel am Freitagabend die Entscheidung gegen Heine. Am Sonnabend wurde der Trainer informiert. Börngen erklärt: „Wie soll Heine eine Mannschaft trainieren, die mit ihm nicht mehr will? Wir sind reine Amateure. Die Spieler sollen gern trainieren und spielen, sie sollen sich auch gut behandelt fühlen.“ Die Option, den Trainer zum Saisonende und dann ohne großes Trara aus dem unbefristeten Vertrag zu entlassen, zogen die Teutonen nicht. Börngen: „Dafür hätten wir ihm noch vor dem ersten Spiel im März kündigen müssen.“

Am Wochenende beim Lüneburger Budenzauber war Heines bisheriger Assistent Torben Tutas für die Mannschaft erstmals verantwortlich. Der 37-Jährige war auch als Spieler fest eingeplant, bestritt in dieser Saison wegen einer Knieverletzung aber noch keine Pflichtspielminute. Die Beförderung nahm er ohne zu zögern an: „Der Anstoß dazu kam aus der Mannschaft. Natürlich helfe ich gern.“

Tutas soll Teutonia zumindest bis zum Saisonende betreuen und zu Oberligaaufstieg und Bezirkspokalsieg führen. Der Routinier will den Hebel in der Teamarbeit ansetzen und neuen Schwung entfachen. Tutas: „Das Ziel ist die Meisterschaft. Unser Vorsprung ist aber nicht so riesig. Nach der Winterpause haben wir in Etelsen gleich eine schwere Aufgabe zu lösen, da haben wir bisher immer schlecht ausgesehen.“ Am 26. Januar wird Tutas mit seiner Mannschaft auf dem Trainingsplatz in die Vorbereitung starten.

 Von Bernd Klingebiel

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