„Alles richtig gemacht“

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Mit Wucht ins Traumfinale: Vanessa Pein und Anja Thomsen (hinten links) steuerten jeweils vier Tore zum Überraschungssieg gegen die SG Adendorf bei.

Das Traumfinale im Kampf um den Handball-Regionspokal der Frauen ist perfekt: Der TV Uelzen schaffte mit einem überraschenden 28:23-Halbfinalsieg gegen die SG Adendorf/Scharnebeck ebenso den Einzug ins Endspiel, wie Erzrivale SG Südkreis Clenze, der den Favoritenschreck TuS Hohne/S.mit 33:17 aus dem Wettbewerb katapultierte.

Regionspokal / Halbfinale TV Uelzen - SG Adendorf 28:23 (17:8)

Keine guten Voraussetzungen für den TVU: Der Heimvorteil war flöten, weil die Uelzenerinnen in die Sporthalle nach Rosche ausweichen mussten; die heimische HEG-Arena war anderweitig belegt. Zudem hatte die Mannschaft von Trainer Roger Richter zuletzt nur mäßigen Leistungen gezeigt und stand gegen den Regionsoberliga-Rivalen und Titelkandidaten klar in der Außenseiterrolle. Doch es kam alles anders. Das Team setzte Richters Marschroute konsequent um: „Ich bin selbst ins Staunen geraten. Die Mannschaft brannte im Angriff ein richtiges Feuerwerk ab“, erklärte der Trainer. Die Uelzenrinnen hatten insbesondere mit Lara Uhlenbrock eine sichere Schützin, die mit sieben Treffern allein in der ersten Halbzeit entscheidend zu einer nie für möglich gehaltenen 17:8-Pausenführung beitrug und auf der Mittelposition überragte.

Nach dem Seitenwechsel lief es dann etwas ruhiger. Der TVU hielt sich an den Matchplan und ließ nie Zweifel am Erfolg aufkommen.

Richter: „Wir haben an diesem Tag alles richtig gemacht. Ich bin unheimlich stolz, dass wir das geschafft haben!“

. TV Uelzen: Uhlenbrock (7 Tore), Wulschläger und Tippe (je 5), Thomsen und Pein (je 4), Renner (2), Ritz (1), Bohn, Streichhahn, Fredrich, Thäwel, Dauven.

Regionsliga Nord Frauen MTV Eyendorf II - TuS Ebstorf 18:15 (8:7)

Der TuS Ebstorf startete gut in diese Nachholpartie und führte in der 12. Minute auch dank einer sehr treffsicheren Bionda Rudyj mit 6:3 Toren. Dann allerdings zauberte Eyendorf einen „Joker“ aus dem Ärmel und setzte eine A-Jugendliche ein, die sonst auch in der Landesliga-Mannschaft spielt. Mit ihren präzisen Würfen aus dem Rückraum und von der Freiwurflinie stellte sie den TuS immer wieder vor Probleme.

Nach einem 7:8-Rückstand zur Pause wurde es nach dem Wechsel ungemütlicher für die Gäste. Eyendorf setzte sich deutlich bis auf 17:11 ab.

. TuS Ebstorf: Rudjy (8), Ketterkat (3), Schartner, Graßhoff, Szameitat, Hofferbert (je 1), Fauck, Haufe, Düver, Röthig.

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