Heide-Wendland-Liga: Drei Kreisduelle versprechen Spannung und Leidenschaft

Alles möglich am Derby-Sonntag

Der stark gestartete TuS Ebstorf (von links Sebastian Peters, Jannes Penkert, René Rudyj und Linus Korn) freut sich auf das Derby mit dem schwächelnden Mitaufsteiger TSV Bienenbüttel und das Wiedersehen mit seinem im Sommer gewechselten ehemaligen Leistungsträger Alexander Mattern. Unions Grün-Hemden liebäugeln ebenfalls mit einem Heimsieg über Lemgow und dem Anschluss an die Aufstiegsplätze.
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Der stark gestartete TuS Ebstorf (von links Sebastian Peters, Jannes Penkert, René Rudyj und Linus Korn) freut sich auf das Derby mit dem schwächelnden Mitaufsteiger TSV Bienenbüttel und das Wiedersehen mit seinem im Sommer gewechselten ehemaligen Leistungsträger Alexander Mattern. Unions Grün-Hemden liebäugeln ebenfalls mit einem Heimsieg über Lemgow und dem Anschluss an die Aufstiegsplätze.

Uelzen/Landkreis – Derbymodus pur in der Fußball-Heide-Wendland-Liga. Am 7. Spieltag steigen aus Uelzener Sicht gleich drei interne Kreisvergleiche! In Ebstorf empfängt der heimische TuS den TSV Bienenbüttel.

Dazu gesellen sich die Stadtduelle zwischen dem SV Holdenstedt und dem aktuell trainerlosen FC Oldenstadt sowie dem SC Uelzen und dem SV Molzen. Einzig die Union Bevensen erwartet mit der SV Lemgow/Dangenstorf einen Gegner aus einem Nachbarkreis.

SC 09 Uelzen – SV Molzen (So., 15 Uhr)

Einen heißen Schlagabtausch verspricht das Uelzener Stadtderby zwischen dem Sportclub und den Molzenern.

SC-Trainer Viktor Worster hält in diesem Duell alles für möglich: „Trotz der bisher negativen Ergebnisse sind wir alle weiterhin motiviert. Auch der jüngste Nackenschlag (2:3-Pleite in Dangenstorf durch ein Tor in der Nachspielzeit, Anm. d. Red.) wird nichts daran ändern. Entscheidend für uns sind die Schritte in der Entwicklung, die wir deutlich erkennen. Zeit zum Trauern bleibt eh nicht“, erhofft er sich ein ähnliches Engagement seiner Mannschaft wie am Vorsonntag, um endlich mal wieder Punkte im Abstiegskampf einzusacken.

Molzens Vereinsvorsitzender Axel Jacobs sieht seine derzeit auf Rang acht liegenden „Kleeblätter“ am Scheideweg: „Für uns ist dieses Spiel schon ein Stück weit richtungsweisend. Wenn wir unsere Kampfkraft aus den Derbys zuletzt gegen Holdenstedt und Ebstorf nehmen und zudem noch unsere erarbeiteten Torchancen mal konsequent verwerten, sollte am Fischerhof aber etwas Zählbares herausspringen.“ Ganz sicher fehlen wird dem SVM auf längere Sicht Mittelfeld-Allrounder Florian Meier (Haarriss im Wadenbein).

TuS Ebstorf – TSV Bienenbüttel (So., 15)

„Die Rollenverteilung ist klar“, blickt Bienenbüttels Trainer Florian Schick mit einer gehörigen Portion Skepsis auf das Derby beim Mitaufsteiger in Ebstorf.

Der gastgebende TuS ist Tabellenvierter, sein TSV neben dem punktlosen Schlusslicht Ochtmissen II die einzige noch sieglose Mannschaft in der Liga. Dementsprechend zieht Schick seine Hoffnung aus der torlosen ersten Spielhälfte am Vorsonntag gegen Holdenstedt (0:6). „Daran wollen wir anknüpfen, denn die war richtig gut von uns. Was danach kam, weniger.“ Lars Witt und Kapitän Bastian Blümke fallen beim TSV verletzt aus.

Die Ebstorfer verloren zwar zuletzt nach überragender zweiter Halbzeit ebenfalls (4:5 beim Spitzenreiter Heidetal), sind aber mental aktuell natürlich ganz anders drauf. „Das ist abgehakt, wir schauen nach vorn“, gibt Marius Meyer vom TuS-Trainerteam die entsprechende Parole aus.

„Die Bienenbütteler kommen mit einem alten Bekannten auf uns zu. Alexander Mattern spielte in den vergangenen Jahren für uns und zählte zu den Stammkräften. Er wird besonders motiviert sein. Aber auch wir werden es gegen den alten Teamkollegen sein“, sieht er einen zusätzlichen Reizpunkt.

SV Holdenstedt – FC Oldenstadt (So., 15 Uhr)

Zwei Sieger des zurückliegenden Spieltags treffen mit den Uelzener Stadtteilrivalen aus Holdenstedt (6:0 in Bienenbüttel) und Oldenstadt (3:0 gegen Ochtmissen II) zusammen. Und beide hoffen, dass sie den neu gewonnenen Rückenwind nutzen können.

„Wir wollen da weitermachen, wo wir zuletzt aufgehört haben“, sieht SVH-Trainer Martin Lübkert allerdings eine knifflige Aufgabe auf seine Lila-Weißen zukommen. „Es gilt, hoch konzentriert zu sein, denn im Vorübergehen gewinnt man keine Spiele in der Heide-Wendland-Liga. Schon gar nicht in einem Derby!“

In Oldenstadt ist Trainer André Kobus überraschend zurückgetreten (Bericht auf Seite 15). Das Team arbeitet gemeinsam mit Betreuer Andreas Mnich solange eigenverantwortlich, bis ein Nachfolger gefunden ist. Die Lage für den FCO ist aber auch sportlich schwierig. Mnich hofft, dass die Mannschaft nach dem Kobus-Abschied „noch eine Idee enger zusammenrücken wird und Willenstärke zeigt“.

Union Bevensen – SV Lemgow/D. (So., 15 Uhr)

Union-Trainer Thorsten Schüler schätzt die Gäste als unangenehm zu bespielende Mannschaft ein. Die auf Rang sieben liegenden Kurstädter wittern dennoch die große Chance, sich mit einem Sieg am Ligafünften vorbei zu mogeln und ein Stück in der Tabelle zu klettern. „Wir haben am letzten Spieltag vor der Coronapause Anfang März ein sehr gutes Spiel gegen sie abgeliefert und mit 3:1 gewonnen“, entfacht Schüler Optimismus. „Wenn wir daran anknüpfen könnten, wäre es super.“

Mit Tim Idziak und Dennis Springer fehlen der Union am Sonntag allerdings zwei wichtige Stützen. Dafür stoßen der etatmäßige Torjäger Lukas Burghardt (nach längerer Verletzung) sowie Fin Schöchle wieder zum Team. VON MICHAEL KLINGEBIEL

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