Alles bereit für die Wierener Sause

Chris Riemer (links) kämpft mit dem VfL Suderburg im Abstiegs-Krimi bei der SVG Oetzen um drei wichtige Punkte. Foto: M. Klingebiel

mk Uelzen/Landkreis. In der Fußball-Kreisliga rüstet der TuS Wieren zur Meisterschaftsfeier: Rein rechnerisch fehlt dem Team um Spielertrainer Rainer Struck noch ein Punkt, und den will es am kommenden Sonntag daheim gegen den TSV Wriedel einfahren.

Die Vizemeisterschaft und den Einzugin die Bezirksligarelegation fest im Visier hat der Sportclub Uelzen – ein Sieg über den SV Stadensen, und auch diese Sache ist in trockenen Tüchern.

Im Ligakeller stehen mit dem TSV Wrestedt/Stederdorf und dem SC Kirch.-/Westerweyhe zwei Absteiger fest. Den Dritten machen gleich fünf Mannschaften unter sich aus. Die größten Sorgen plagen die SVG Oetzen/Stöcken und den VfL Suderburg, die im direkten Duell zusammentreffen. Aber auch der TSV Wriedel, der SV Stadensen und der SV Eddelstorf sind noch nicht aus dem Schneider.

TuS Wieren – TSV Wriedel

Alles ist vorbereitet in Wieren zur großen Meisterschaftssause, der TuS freut sich auf ein rauschendes Fest und die Rückkehr in die Bezirksliga nach dem Abstieg vor zwei Jahren. Nur eines fehlt noch, um die ganze Sache auch offiziell perfekt zu machen: Ein Punkt gegen den TSV Wriedel. Bei sechs Zählern und 29 Toren Vorsprung auf den SC Uelzen zweifelt zwar niemand mehr am Wierener Titelgewinn, aber rein theoretisch ist das Rennen halt noch nicht gelaufen.

Der designierte Meister will seinen Fans eine würdige Gala im letzten Heimspiel der Saison bieten. Neben den Feierlichkeiten gehört ein entsprechender sportlicher Auftritt dazu. Dass die Gäste da nicht einfach so mitspielen möchten, ist aber auch klar: Nach vier Pleiten am Stück haben sie sich wider Erwarten noch einmal in eine bedrohliche Lage im Abstiegskampf hineinmanövriert.

SC 09 Uelzen – SV Stadensen

Nur in den kühnsten Träumen wird der Sportclub Uelzen noch an seine Chance auf den Titelgewinn glauben, aber zumindest die Vizemeisterschaft kann er mit einem Sieg über den SV Stadensen aus eigener Kraft unter Dach und Fach bringen. Und dann steht ja schließlich die Relegationsrunde zur Bezirksliga und damit die Chance zum Aufstieg durch die Hintertür noch bevor. Höchste Konzentration gilt daher im blau-weißen Lager, denn bei einem Patzer droht ein echtes Endspiel um Platz zwei am letzten Spieltag in Oldenstadt, und das möchte der Sportclub vermeiden. Allerdings wartet mit dem SVS ein Gegner, dem die Abstiegsangst noch im Nacken sitzt und der sich dementsprechend zur Wehr setzen wird.

MTV Himbergen – Oldenstadt

Der MTV Himbergen, hier Michael Luer (Mitte), hat den Klassenerhalt seit dem letzten Sonntag sicher – nun will er gegen den FCO Wiedergutmachung für die 1:11-Pleite aus dem Hinspiel.

Gerettet ist seit dem Vorsonntag der MTV Himbergen, der Aufsteiger hat sein Saisonziel damit schon drei Spieltage vor Toresschluss erfüllt. Gegen den FC Oldenstadt kann das Team nun unbeschwert aufspielen und wird versuchen, sich für seine größte Schmach in dieser Serie zu revanchieren – im Hinspiel erlebte der MTV beim 1:11 ein echtes Desaster. Die Oldenstädter haben es nach der Vorsonntagspleite gegen Wieren (2:3) nicht mehr selbst in der Hand, die Vizemeisterschaft zu erringen. Bei vier Punkten Rückstand auf den SC Uelzen darf der Tabellendritte hier zumindest nicht verlieren und muss dann darauf hoffen, dass die Fischerhöfler entsprechend gegen Stadensen patzen.

SV Holdenstedt – Kirch.-/W.w.

Zwei Siege vorausgesetzt, jetzt gegen Absteiger SC Kirch.-/Westerweyhe und am darauf folgenden Wochenende in Bad Bevensen, entsprechende Ausrutscher der beiden Konkurrenten SC Uelzen und FC Oldenstadt – und der SV Holdenstedt kann noch auf Rang zwei erreichen. Durch die zwei jüngsten Niederlagen gegen Ripdorf (3:4) und in Suderburg (1:3) haben die Lila-Weißen sich selbst in diese missliche Lage gebracht und sind nun auf enorme Schützenhilfe angewiesen. Die erste Hürde SCK, der nach der Winterpause noch kein Spiel gewonnen hat und seit zehn Duellen sieglos ist, sollte der SVH jedenfalls meistern können.

SVG Oetzen/St. – Suderburg

Das Abstiegsendspiel? Mit dem Tabellendrittletzten SVG Oetzen/Stöcken und dem Viertletzten VfL Suderburg prallen jedenfalls die beiden Teams aufeinander, die nach aktuellem Stand die schlechtesten Karten in ihren Händen halten, wenn es um die Frage des dritten Absteigers geht. Punktgleich, nahezu das dasselbe Torverhältnis (SVG minus 13 Tore/VfL minus 12) – hier brennt auf jeden Fall die Hütte. Entscheidend wird sein, wer dem großen Druck stand und seine Nerven am besten im Zaum hält. Ein ganz besonderes Spiel ist das auch für Suderburgs Coach Thorsten Kahmann, der sieben Jahre lang (bis 2008) als Spielertrainer in Oetzen die Fäden zog und große Erfolge feierte. Kahmann: „Das ist natürlich blöd. Aber ich bin jetzt in Suderburg und kann auf die Vergangenheit keine Rücksicht nehmen.“

SV Eddelstorf – T. Uelzen II

„Unverhofft kommt oft“ – der SV Eddelstorf kann sich nach zuletzt drei Pleiten am Stück noch nicht zurücklehnen und muss nach wie um den Klassenerhalt bangen. Zwar liegt das Team immer noch drei Punkte vor dem drittletzten Rang und weist das mit Abstand beste Torverhältnis aller Abstiegskandidaten vor, doch man weiß ja nie! Verliert der SVE nämlich auch gegen Teutonia Uelzens Reserve, und trennen sich gleichzeitig die Oetzener und die Suderburger unentschieden, kann es am letzten Spieltag beim direkten Abstiegskonkurrenten in Stadensen zum großen Showdown kommen – und das nur drei Tage nach dem Kreispokalfinale gegen den SC Uelzen. Die Elf ist also bestens beraten, selbst für klare Verhältnisse zu sorgen und zumindest einen Punkt einzufahren. Für die danach spielfreie Teutonia ist es der letzte Saisonauftritt.

TSV Wrestedt/St. – G. Ripdorf

Das einzige Duell dieses vorletzten Spieltages ohne entscheidende Bedeutung steigt in Wrestedt: Gastgeber TSV ist abgestiegen, Germania Ripdorf hat am Vorsonntag den Sprung ans rettende Ufer geschafft. Ziel der Platzherren wird es sein, im Schlussspurt noch die rote Laterne an die derzeit um einen Punkt besseren Kirch.-/Westerweyher weiter zu geben. Auf jeden Fall bewies das Team zuletzt gesunde Moral und landete nach zuvor elf sieglosen Spielen einen 3:2-Erfolg in Wriedel. Die Ripdorfer schwimmen seit Wochen auf einer Erfolgswelle, blieben sieben Mal ungeschlagen und gewannen ihre jüngsten vier Duelle. Wenn sie hier erneut siegen, winkt sogar noch der vor Wochen nicht für möglich gehaltene Rang sechs in der Abschlusstabelle.

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