Teutonia Uelzen verliert zum dritten Mal in dieser Saison ihren Torwart

Alarm zwischen den Pfosten

Trainer Michael Zerr plant für die Rückrunde mit Marvin Paulini (rechts) als Nummer eins der Oberligamannschaft.
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Trainer Michael Zerr plant für die Rückrunde mit Marvin Paulini (rechts) als Nummer eins der Oberligamannschaft.
  • Bernd Klingebiel
    vonBernd Klingebiel
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Uelzen. Mehr Torhüter-Abschiede als Gewinnpunkte: Nach Moritz Niebuhr (mittlerweile beim TuS Bodenteich) und Interimskraft Lars Kreutzfeldt (zurück zum TuS Wieren) nimmt nun auch Hans Jürgen Hypscher beim Fußball-Oberligisten Teutonia Uelzen seinen Hut.

Der 19-jährige Schlussmann wird zum 1. März nach Paderborn umziehen und sich dort auf sein Lehramtsstudium vorbereiten. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) soll Hypscher in der Heimpartie gegen den TuS Lingen sein Abschiedsspiel bestreiten. Er stand bislang sechs Mal in Oberliga-Punktspielen für die Teutonia zwischen den Pfosten.

Neue Nummer eins wird Marvin Paulini. Der ebenfalls 19-Jährige schnupperte in dieser Saison bereits 180 Minuten Oberligaluft. Paulini war eigentlich fest vorgesehen für den Aufstiegskampf der Reservemannschaft in der Kreisliga.

Nach den Abgängen im Winter von Felix Anders, André Lankau und Felix Steegmann sowie der Umfunktionierung von Philipp Hatt zum Innenverteidiger ist Sören Oldag (links) eine Option für die Position in der Sturmmitte.

Nächstes Problem: Paulini ist nach seinem Doppeleinsatz vor der Winterpause in der Oberligamannschaft festgespielt und damit aktuell für die Zweite gesperrt, die am Sonntag im Vorspiel den TuS Ebstorf empfängt. Hypscher hingegen ist frei. Gut möglich also, dass sich der zu verabschiedende Schlussmann sein Abschiedsspiel von der Tribüne aus ansehen muss.

Dennoch ist Interimstrainer Michael Zerr vor dem ersten Punktduell des Jahres optimistisch. In doppelter Hinsicht sogar. Denn erstens rechnet er aufgrund der Wettervorhersagen damit, dass die Partie im heimischen Sportpark auch tatsächlich angepfiffen werden kann. Und zweitens erwartet Zerr gegen den Aufsteiger trotz der eigenen Trostlosigkeit am Tabellenende einen „absolut offenen Vergleich“. So wie im Hinspiel, das Teutonia bei den sehr ballsicheren Emsländern zwar mit 1:4 verlor, dabei aber über vermeidbare Gegentreffer stolperte.

Zum Studium nach Paderborn: Hans Jürgen Hypscher.

Auch die Gäste haben in diesem Kalenderjahr noch kein Pflichtspiel bestritten. Zerr erwartet denn auch einen motivierten Gegner, der auf dem Weg zum Klassenerhalt die drei Punkte gegen Teutonia fest auf der Rechnung hat. Zudem will sich kein Team gegen das bisher noch sieglose Schlusslicht aus Uelzen eine Blöße geben, sagt Zerr.

Teutonias Nico Tiegs ist nach seiner Roten Karte beim 4:4-Unentschieden gegen VfL Osnabrück II noch gesperrt. Der 24-Jährige kann wegen seiner Meisterschule ohnehin nur sehr eingeschränkt trainieren und „hat enorm viel Rückstand“, erklärt Zerr. Auch das ist ein Grund dafür, dass der Trainer im Winter Philipp Hatt vom Mittelstürmer zum Innenverteidiger umfunktioniert hat. Auch Maarten Lühr (Leistenband) muss weiterhin pausieren. Auf seinen dritten Startelf-Einsatz darf Sören Oldag hoffen. Dann vermutlich auf der für ihn ungewohnten Position in der Sturmmitte.

Von Bernd Klingebiel

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