Flut von Spielabsagen soll es beim MTV künftig nicht mehr geben

Sommer-Kraftakt in Barum: Abpfiff für „Wasserball“

Baustelle Sportplatz: Zwischen den vorhandenen Drainageleitungen im Barumer Waldstadion werden weitere neue Stränge gezogen und an den „Hauptsammler“ angeschlossen. Im Herbst wird sich dann zeigen, wie gut der sanierte Untergrund den Regen schluckt. Fotos: Privat
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Baustelle Sportplatz: Zwischen den vorhandenen Drainageleitungen im Barumer Waldstadion werden weitere neue Stränge gezogen und an den „Hauptsammler“ angeschlossen. Im Herbst wird sich dann zeigen, wie gut der sanierte Untergrund den Regen schluckt.
  • Arek Marud
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am/tl Barum. Gegen diesen Gegner waren bisher alle Barumer Fußballer machtlos: Regen. Kaum setzten im Herbst ein paar kräftigere Schauer ein, ging im Waldstadion nichts mehr.

Dank einer umfangreichen Sanierung des Drainagesystems in der Sommerpause sollen die chronischen Spielabsagen ab sofort der Vergangenheit angehören.

„Wenn man jetzt so auf den Rasen schaut, kann man sich nur schwer vorstellen, was hier in den ersten beiden Juni-Wochen los war. Der Platz hat die Sanierung toll verkraftet“ freut sich Barums 1. Vorsitzender Torsten Lehmann. Doch noch ist die Rasenfläche im Waldstadion gesperrt, die so wenig Wasser verträgt wie wohl kein anderer Uelzener Sportplatz. Deshalb mussten die MTV-Fußballer auch ihr Bezirkspokal-Match trotz Heimspielrechts auswärts bei Teutonia Uelzen (0:5) austragen. „Es sind auf dem Platz einige Unebenheiten, und auch die Grasnarbe ist an einigen Stellen noch nicht komplett geschlossen. Aber der Ball kann zum ersten Heimspiel auf jeden Fall wieder rollen“, versichert Lehmann.

Aus Kostengründen führte der Verein die Maßnahme komplett in Eigenleistung durch. Schon Anfang 2016 beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe mit einer bezahlbaren und effektiven Lösung (AZ berichtete). Entstanden ist ein Drei-Punkte-Plan. Zwei davon wurden bereits umgesetzt. Der dritte kann optional 2017 nachgezogen werden, wenn das gewünschte Ergebnis noch nicht komplett erreicht werden sollte. Doch das stellt sich erst in der nassen Herbstzeit heraus.

Der erste Schritt war gleichzeitig der aufwendigste: Zwischen den vorhandenen Drainageleitungen wurden weitere neue Stränge gezogen und an den „Hauptsammler“ angeschlossen. Im zweiten Schritt wurden die alten Leitungen fachmännisch gespült, um die Funktionalität zu überprüfen. „Allein dieser Schritt war ein voller Erfolg, denn an einigen Stellen musste die Drainage geflickt werden. Und diese Stellen kannten wir teilweise als besonders nasse Stellen auf dem Rasen“, resümiert Lehmann.

Alle Mannschaften packten mit an, mehr als 50 Helfer waren im Einsatz. „Das macht mich ein wenig stolz, dass wir diese sehr anstrengende Maßnahme so toll hinbekommen haben“, erzählt Lehmann.

Im Herbst wird sich zeigen, wie gut der Platz den Regen schluckt. Zu dieser Zeit soll auch das neue Vereinsheim eingeweiht werden.

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