Formel-1-Teams fordern Aufschub der neuen Regeln

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Die Formel-1-Rennställe fordern im Streit mit dem Internationalen Automobilverband FIA einen Aufschub des neuen Regelwerks.

Monte Carlo - Die Formel-1-Rennställe fordern im Streit mit dem Internationalen Automobilverband FIA einen Aufschub des neuen Regelwerks.

Sollte die FIA zustimmen und die Königsklasse auch 2010 unter den bislang gültigen Regeln weiterfahren, wollen sich alle Teams im Gegenzug längerfristig an die Formel 1 binden. Das berichtete das Internet-Fachportal “autosport.com“. Demnach beharren die Mitglieder der Teamvereinigung FOTA in einem Brief an FIA- Präsident Max Mosley auf dem Wegfall der umstrittenen Budgetgrenze für das kommende Jahr.

Der Regeldisput hatte am Rande des Großen Preis von Monaco am Wochenende mit stundenlangen Krisensitzungen einen neuen Höhepunkt erreicht. Am Sonntag deuteten sowohl Mosley als auch mehrere Teams an, dass eine Einigung in Sicht sei. Der FIA-Chef erklärte, das umstrittene Etatlimit von 45 Millionen Euro könne auch in Stufen über mehrere Jahre angestrebt werden. “Wir haben gefordert, dass die Regeln wieder wie 2009 sind. Dann können wir sehen, welche Veränderungen wir vornehmen“, sagte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali.

Die Scuderia ist treibende Kraft in dem Konflikt. Die Italiener drohten mehrfach mit einem Rückzug aus der Formel 1. Auch Renault, Toyota, Red Bull und Toro Rosso hatten angekündigt, unter den neuen Bestimmungen nicht für die kommende Saison melden zu wollen. Inzwischen sind aber angeblich alle Teams bereit, sich bis 2012 zu verpflichten, wenn im kommenden Jahr die Regeln weitgehend unverändert bleiben. Für diese Woche wird ein weiteres Treffen der FOTA erwartet. Die Einschreibefrist für 2010 endet am Freitag.

dpa

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