Federer im Schongang - Clijsters schlägt Henin

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Roger Federer ließ es locker angehen

London - Titelverteidiger Roger Federer hat mit einem Pflichtsieg gegen den Österreicher Jürgen Melzer locker das Viertelfinale von Wimbledon erreicht. Auch Justine Henin ist weiter.

Federer, der bei den All England Championships allmählich in Tritt kommt, setzte sich am Montag im heißen London mit 6:3, 6:2, 6:3 durch und erwartet nun den Deggendorfer Daniel Brands oder den Tschechen Tomas Berdych. “Meine Form ist gut. Und endlich passt auch mein Spiel wieder. Die Gegner werden stärker, aber ich bin auch stärker geworden“, sagte der Weltranglisten-Zweite aus der Schweiz nach dem sicheren Erfolg gegen den French-Open-Halbfinalisten aus Wien.

Boris Becker sieht den sechsmaligen Champion trotz der guten Vorstellung dennoch nicht mehr als Dominator. “Ich glaube, die anderen sind näher dran, oder besser gesagt: Federer hat ein paar Prozente seiner Genialität verloren.“ Über das Abschneiden der deutschen Tennisprofis meinte der dreimalige Wimbledonsieger, der wieder für die BBC kommentiert: “Vor allem Philipp Petzschner hat mir Spaß gemacht. Er hat gegen Rafael Nadal sehr gut gespielt und durchaus mehr verdient gehabt. Er hat Talent und kann in die Top 10 kommen.“

Im Duell der belgischen Rückkehrerinnen machte zunächst Justine Henin mit ihrer Kollegin Kim Clijsters, was sie wollte. Im zweiten Durchgang allerdings wechselten die Vorzeichen, und die Flämin Clijsters ließ nun der Wallonin Henin nicht den Hauch einer Chance. Im dritten Satz schließlich trafen sich die beiden Spielerinnen, die sich nach längerer Auszeit zu einem Comeback im Tennis-Zirkus entschlossen hatten, auf einem Niveau. Nun wurde das Match spannend - aber US-Open-Siegerin Clijsters hatte beim 2:6, 6:2, 6:3 das glücklichere Ende für sich.

“Zuerst hat sie mich überrannt, dann habe ich aber besser aufgeschlagen und konnte den Ball länger im Spiel halten“, sagte Clijsters. In der Runde der besten Acht bekommt es die 27 Jahre alte Mutter einen zweijährigen Tochter, die im 25. Vergleich mit Henin den 13. Sieg feierte, nun mit Vera Zwonarewa zu tun. Die Russin profitierte beim 6:1, 3:0-Führung von der Aufgabe der Serbin Jelena Jankovic. Kaum Mühe hatte Vorjahres-Finalistin Venus Williams aus den USA beim 6:4, 7:6 (7:5) gegen die Australierin Jarmila Groth, die zuvor die Kielerin Angelique Kerber aus dem Turnier geworfen hatte.

dpa

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