Jahrelanger Protest wurde lauter

Washington Redskins: NFL-Team legt neuen Namen fest - die Fans können es nicht fassen - „Das ist ein Witz“

Washington Redskins: Nach Rassismus-Debatte muss sich das NFL-Profiteam umbenennen - Mehrere Sponsoren hatten sich dafür zusammengeschlossen.

  • In der Rassismus-Debatte machte ein US-Football-Profiklub aufgrund seines Namens Schlagzeilen.
  • Nun muss dieser geändert werden - Sponsoren hatten zuvor massiv Druck gemacht.
  • Nun steht ein neuer Name fest, unter dem das Team zunächst spielen wird - den Fans passt dieser überhaupt nicht.

Update vom 23. Juli 2020: Aufgrund massiver Kritik und Druck von Seiten der Sponsoren musste sich das Football-Team Washington Redskins umbenennen. Die NFL-Mannschaft wird mit sofortiger Wirkung umbenannt - der Name, unter dem das Team in der neuen Saison antreten wird, sorgte für große Enttäuschung bei den Fans.

Washington Redskins umbenannt: Fans gegen neuen Team-Namen - Übergangslösung findet wenig Anklang

Bereits seit Jahrzehnten kämpften bestimmte Personen und Zusammenschlüsse gegen die Bezeichnung „Redskins“ (zu Deutsch: Rothäute), im Mannschaftsnamen, da der Ausdruck als beleidigend Ureinwohnern gegenüber eingeordnet wird. Aus diesem Grund änderte man den Namen übergangsweise in „Washington Football Team“, wie der Klub am Donnerstag mitteilte. Mit dem neuen Namen, der wohl so neutral wie möglich gewählt wurde, wollen sich die Fans des Football-Franchise jedoch nicht abfinden.

Mit der Zwischenlösung möchte man sich nun Luft verschaffen, um einen neuen Namen zu bestimmen. Die Zeit zum Saisonauftakt am 13. September gegen die Philadelphia Eagles soll den Verantwortlichen zu knapp gewesen sein. Man kündigte an, bis zum ersten Spiel die Bezeichnung „Redskins“ zu verbannen. Die Teamfarben Burgunderrot und Gold bleiben weiter erhalten. Das Logo, das einen Indianer im Profil zeigt, soll jedoch geändert werden.

Washington Redskins umbenannt: Fans aufgrund des Namens schwer enttäuscht - „Und das ist wirklich das Beste...?“

Bei den Fans kam der neue Name jedoch überhaupt nicht gut an. „Das ist ein Witz“, kommentierte ein Twitter-Nutzer unter dem Beitrag, ein anderer wütete: „Ein inkompetentes Team macht das, was es am besten kann.“ Ein User fragte: „Und das ist wirklich das Beste, was euch eingefallen ist?“.

Auch in der Major League Baseball denken die Cleveland Indians über einen Namenswechsel nach. Klubbesitzer Paul Dolan teilte am Donnerstag mit, man wolle mit führenden Köpfen der indianischen Gemeinschaft sprechen, und diese „besser verstehen“. Ihr Klublogo hatten die Indians bereits vor zwei Jahren abgelegt.

Washington Redskins ändern Namen - Rassismus-Debatte regte Diskussion wieder an

Erstmeldung vom 15. Juli 2020:
Washington D.C. - In Mitten der Rassismus-Debatte in den USA musste ein Team der National Football League nun seinen Namen ändern. Vor allem die letzten Diskussionen nach den Ereignissen der vergangenen Wochen sorgten dafür, dass sich die Washington Redskins sich nun umbenennen müssen. Besonders ein Sponsor war letztlich an der Änderung beteiligt.

Washingston Redskins: Namensänderung steht nach großer Protestwelle bevor

Jahrelang gab es kritische Stimmen gegen den Namen des Teams, nun knickten die Hauptstädter unter der enormen Protestwelle ein und müssen sich nach fast neunzig Jahren von ihrem Logo und Namen verabschieden. Das NFL-Franchise gab jedoch noch keinen neuen Namen für die beliebte Mannschaft bekannt, doch es gibt bereits Spekulationen um den neuen „Nickname“. Darunter die Beinamen Warriors, Redtails oder Redhawks. 

Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd entfachten sich die Diskussionen um den Klub neu, da Kritiker im Namen Redskins (zu Deutsch „Rothäute“) als beleidigende Bezeichnung für amerikanische Ureinwohner verstehen. US-Präsident Donald Trump sprach sich gegen die Änderung aus, da er Indianer kenne, die „sehr stolz auf den Namen sind“.

Washingston Redskins: Sponsoren machen ernst - Klubbesitzer war gegen Umbenennung

Das sah die Mehrheit der Sponsoren und Investoren der Redskins jedoch anders, schlossen sich zusammen und machten gewaltig Druck. Vorne heran war das Logistikunternehmen „FedEx“, das auch die Namensrechte am Stadion hält, drohte mit weitreichenden Konsequenzen, sollte der Name nicht geändert werden. Unter dem Druck der Geldgeber kündigte das Team eine „eingehende Untersuchung“ an, die nun beendet ist.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

I didn’t start watching and loving this team because of a name, or a logo, or a mascot. I do not intend to stop watching or loving this team because of a new name, a new logo or a new mascot. Whatever comes next for this franchise, I will optimistically welcome with open arms and embrace. I know many of you are very, very upset over the team having to change their name, and I totally get it. We are going to be out of our comfort zone and put into a vulnerable spot of unknowingness. But make no mistake, this is the right move and it’s been a long time coming. I know it sucks to say goodbye, but it’s for the best and it’s what is morally right at the end of the day. I am cautiously waiting for this new name to be confirmed, because I’d be lying to you if I didn’t say I was a bit nervous that they might make it something weird or something boring. But honestly, my excitement far outweighs my nervousness. This is a new chance in a new decade for a new look team that has struggled mightily the last few decades both on and off the field. Constant disappointment, consistently losing, negative headlines, dysfunction in the front office. The Redskins have done more so far in 2020 to right their wrongs than the past regime under Bruce Allen did during his entire decade long stint as the team’s president. You may be mad now, but you will get use to this new name in time, it will happen. Look at this as the final step in what has been a complete restart for this Washington Redskins’ team, staff, and infrastructure. We’ve been through a lot these last few decades, we can handle a name change. If you love this team and this game because of the name, then you’re in the wrong headspace. A name doesn’t define a franchise long filled with amazing memories and amazing legacies. I won’t skip a beat when this name changes, I’ll still be watching every Sunday whether they are the Redskins, Redtails, RedHawks, Zombies, Monsters, Porcupines, you name it. It’s a new coach, new coordinators, a new front office, new young players, new stadium soon. Why not a new name? It really is a NEW Era in the Nation’s Capital. And I am here for ALL of it.

Ein Beitrag geteilt von Jordan (@redskinstoday) am

Großer Gegner der Umbenennung ist der Besitzer des Teams, Dan Snyder, dessen Familie 60 Prozent des Klubs gehören. Noch im Jahr 2013 kündigte er an, den Namen niemals ändern zu wollen. Nun soll er laut seinem Headcoach Ron Rivera die Entscheidung akzeptieren. 

Washingston Redskins: Klubfarben sollen bleiben - Neuer Name noch nicht bekannt

Die Posse um den Namen besteht bereits seit der Umbenennung des Klubs in den 1930er Jahren. Eine Vielzahl von Klagen scheiterten jedoch, sogar der ehemalige Präsident Barack Obama stieß während seiner Amtszeit eine Diskussion um das Thema an.

Doch wie geht es nun weiter? Washingtons Headcoach Ron Rivera verriet, dass der neue Name die Ureinwohner respektieren werde, er solle eine Hommage an das amerikanische Militär darstellen. Die Klubfarben Weinrot, Gold und Weiß sollen jedoch erhalten bleiben. (ajr) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Einem Redskins-Spieler unterlief eine Mega-Panne im TV, als er ein pikantes Foto auf seinem Handy zeigte.

Rubriklistenbild: © dpa / Nick Wass

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare