Sturm in NHL weiter - zwei weitere Deutsche ausgeschieden

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Marco Sturm (Mitte) feiert mit seinen Kollegen von den Boston Bruins

Boston/Berlin - NHL-Profi Marco Sturm und die Boston Bruins jubeln, doch nach dem Einzug ins Playoff-Viertelfinale kommt Sturm nicht mehr für die Eishockey-Weltmeisterschaft in Deutschland infrage. Zwei weitere Deutsche NHL-Cracks sind dabei.

Boston siegte am Montag (Ortszeit) daheim 4:3 gegen die Buffalo Sabres und schaffte damit im zweiten Anlauf den entscheidenden Erfolg zum 4:2-Endstand in der Serie.

“Gott sei Dank - es war doch ein harter Kampf“, sagte Sturm danach der Deutschen Presse-Agentur. “Der Trainer hat gesagt, die müssen das Spiel gewinnen - ich finde, der Druck war auf alle Fälle da. In der Besprechung haben wir noch gesagt: Das ist die Chance, die müssen wir nutzen, und das haben wir gemacht“, betonte Sturm, der mit Boston nun auf Stanley-Cup-Verteidiger Pittsburgh Penguins oder die Philadelphia Flyers trifft.

Ausgeschieden ist dagegen Marcel Goc, der nun wie Sabres-Profi Philip Gogulla möglicherweise noch zur deutschen Auswahl stoßen wird, die am 7. Mai in Gelsenkirchen gegen die USA die WM eröffnet. Goc unterlag mit den Nashville Predators daheim 3:5 den Chicago Blackhawks, die nach einem turbulenten ersten Drittel 4:3 führten, aber erst acht Sekunden vor Schluss zum erlösenden Endstand trafen.

Chicago spielt nach dem 4:2 in der Serie nun gegen die Vancouver Canucks mit Christian Ehrhoff. Neben Sturm und Ehrhoff ist auch Thomas Greiss mit den San José Sharks weiter. Dennis Seidenberg aus Boston und der ausgeschiedene Jochen Hecht aus Buffalo erholen sich von Operationen und sind für die WM ebenfalls keine Optionen.

Zittern muss Vorrunden-Meister Washington Capitals, der 1:4 bei den Montréal Canadiens verlor und auch die zweite Chance auf das Weiterkommen verpasste. Traditionsclub Montréal erzwang mit dem Erfolg ein entscheidendes siebtes Spiel am Mittwoch in Washington. Sollten sich die Capitals durchsetzen, müsste Boston gegen Pittsburgh spielen, anderenfalls treffen die Bruins auf Philadelphia, das erst im letzten Moment die Playoffs erreicht hatte.

“Normalerweise sagt man, das ist egal. Persönlich glaube ich, Philly wäre besser, die haben ein paar Top-Spieler verloren“, sagte Sturm, schränkte jedoch ein: “Die haben aber auch ohne die Top-Leute überragend gespielt. Es wird sehr schwer, egal gegen wen.“

Bei aller Freude ärgerte sich der Bayer auch ein wenig, weil er mit einem Lattenschuss knapp das Ende seiner persönlichen Torflaute verpasste. Der zweimal erfolgreiche David Krejci (14./48.), Mark Recchi (22.) und der Slowake Miroslav Satan (55.) trafen zum knappen Erfolg. Buffalo konnte durch Patrick Kaleta (28.), Nathan Gerbe (48.) und den Österreicher Thomas Vanek (59.) jeweils nur verkürzen.

Bei den Sabres hielt sich für alle Fälle der Ex-Kölner Philip Gogulla bereit, der zusammen mit Felix Schütz mit Buffalos Farmteam Portland Pirates schon in der Playoffs der zweitklassigen AHL gescheitert ist. Schütz durfte schon am vorigen Samstag zur Nationalmannschaft kommen, Gogulla könnte nun folgen.

dpa

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