Vettel startet aus der ersten Reihe

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Sebastian Vettel beim Qualifying vor herrlicher Kulisse

Singapur - Button blamiert, Barrichello gecrasht: Nur Sebastian Vettel hat im Formel-1-Titelkrimi die Nerven behalten und nach der Brawn-Bauchlandung in Singapur seine Mini-Chance auf die Weltmeisterschaft gewahrt.

Der Heppenheimer sicherte sich am Samstag bei der Qualifikation zum Nacht-Grand-Prix den zweiten Startplatz hinter Silberpfeil-Star Lewis Hamilton. “Es ist toll, wieder da zu sein. Alles scheint zu funktionieren“, sagte der Red-Bull-Pilot, der den starken Wiesbadener Nico Rosberg im Williams-Toyota auf Platz drei verwies.

Dagegen ging für seine WM-Rivalen alles schief. Spitzenreiter Jenson Button kam nach einem Fahrfehler nicht über Rang zwölf hinaus. “Ich bin schon sehr enttäuscht. Das macht es sehr schwer“, klagte der Brite, der vor dem viertletzten Saisonrennen am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) mit 80 Punkten 26 Zähler Vorsprung auf Vettel hat. Der WM-Zweite Rubens Barrichello (66 Punkte) krachte kurz vor Schluss in die Mauer. Wegen eines Getriebewechsels wurde der Brasilianer zudem um fünf Ränge auf Startplatz zehn strafversetzt. “Ein Desaster“, schimpfte Teamchef Ross Brawn und räumte Strategiefehler ein.

Barrichellos Unfall raubte Vettel allerdings die Chance, in letzter Minute noch auf die Pole Position zu fahren. 26 Sekunden vor Schluss wurde die Qualifikation unterbrochen, danach blieb keine Zeit mehr für eine weitere schnelle Runde. “Hätte, wenn und aber gibt es nicht. Vorn zu stehen ist schon viel wert auf einem Stadtkurs“, erklärte der 22-Jährige gelassen, warnte aber zugleich: “Für den Samstag gibt es noch keine Punkte.“

Voll nach Plan lief es für Hamilton. “Absolut fantastisch. Ich bin sehr zufrieden“, meinte der Brite, an dessen McLaren-Mercedes zuvor noch im Eiltempo das Chassis gewechselt werden musste. “Unsere Richtung stimmt wieder“, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, nachdem Hamilton in 1:47,891 Minuten seine dritte Pole Position der Saison eingefahren hatte. Auch Rosberg war überglücklich. “Ein Supertag. Wir haben große Fortschritte gemacht“, befand der 24-Jährige, der bei der manipulierten Singapur-Premiere 2008 Zweiter geworden war.

Auf dem Weg nach vorn ist auch Toyota-Pilot Timo Glock (Wersau), der dank Barrichellos Strafe von Rang sechs starten wird. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld geht im BMW-Sauber als Siebter ins Rennen. “Auch wenn es vielleicht ganz gut aussieht, bin ich sehr enttäuscht“, sagte Heidfeld, der vor dem Barrichello-Malheur ebenfalls auf Verbesserungskurs war. Ein Debakel erlebte Ferrari. Der Finne Kimi Räikkönen kam nicht über Platz 13 hinaus, sein Teamgefährte Giancarlo Fisichella schied als 18. schon im ersten Qualifikations-Durchgang aus.

Auch für das Force-India-Team von Adrian Sutil ist der Aufwärtstrend vorerst vorbei. Der Gräfelfinger scheiterte als 16. früh, nachdem er zuletzt in Monza von Startplatz zwei ins Rennen gegangen und Vierter geworden war. “Das tut natürlich weh. Ganz so extrem hab ich es nicht erwartet“, sagte Sutil, dem fast eine halbe Sekunde zum Weiterkommen fehlte. Auch für seinen Teamkollege Vitantionio Liuzzi lief nichts zusammen. Der Italiener wurde als 20. Letzter.

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