Woods: Sechs Bodyguards und ein Sex-Banner

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Tiger Woods schreibt wieder Sport-Schlagzeilen

Augusta - Der schrillen Show um sein Privatleben folgte zur Ouvertüre des 74. US Masters in Augusta ein starker Golf- Auftritt von Tiger Woods. Alles zum Spektakel.

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Tiger Woods mit 68er-Runde

Beim Comeback nach 144-tägiger selbst gewählter Wettkampfpause zum Auftakt des ersten Majors des Jahres in Georgia trumpfte der Superstar aus den USA mit 68 Schlägen auf. Woods übernahm nach seinen reumütig bekannten Sexskandalen gleich die Hauptrolle bei dem Grand Slam.

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Mit dem besten Masters-Start seit seinem ersten Auftritt und Sieg 1997 in Augusta, teilte sich Woods am Donnerstag hinter Spitzenreiter Fred Couples (66 Schläge) den 7. Rang. “Es war unglaublich, den ganzen Tag über. So laut habe ich ihren Beifall hier noch nie gehört. Es hat mir hundertprozentig geholfen, meine Gedanken und den Willen auf das Wesentliche zu konzentrieren“, bedankte sich Woods bei den Zuschauern.

Den überraschend auftrumpfenden Oldies wie dem 50 Jahre alten Couples, dem schon 60 Jahre alte Tom Watson, der wie bei seinem Masters-Sieg 1981 mit einer 68er Runde beeindruckte, blieb beim Comeback des Jahres nur die Begleitmusik. Der unverwüstliche Watson erinnerte an die British Open 2009. Dort hatte der kauzige US-Profi erst im Stechen seinen neunten Major-Titel verpasst.

Auch der zweimalige Masters-Sieger Bernhard Langer spielte so gut wie seit 2005 nicht, als er zum letzten Mal den Cut bei seinem Lieblingsturnier geschafft hatte. “Es war knifflich, aber gut. Ich glaube, dass einer der Oldies gewinnen kann. Couples, Watson haben das notwendige Spiel dazu. Es kommt auch auf Erfahrung und Präzision an auf solchen langen Plätzen wie hier“, meinte der 52 Jahre Schwabe nach seinem 22. Rang auf dem 6809 Meter langen “Monster“-Kurs.

Der Weltranglisten-9. Martin Kaymer kam frustriert von seiner 76er-Runde zurück und musste als 77. zum dritten Mal seit 2008 um den Cut im exklusivsten Golfclub der Welt zittern. “Ich habe an der ersten Bahn schon nicht den perfekten Start erwischt. Mein größtes Problem waren die Drives, die habe ich einfach viel zu selten aufs Fairway gekriegt“, meinte der 25-Jährige aus Mettmann. Nur sechs von 14 Spielbahnen hatte er mit dem Abschlag getroffen.

Aber 30 000 Fans in Georgia feierten ihren Tiger so enthusiastisch, als hätte der bereits zum fünften Mal nach 2005 das mit sieben Millionen Dollar dotierte Grand Slam Turnier schon wieder gewonnen. Zwei Eagles (je zwei Schläge unter Par) waren die Höhepunkte der Runde, die für Woods mit einer unangenehmen Erinnerung an die vergangenen fünf Monate begann. Schcheibchenweise waren seine außerrhelichen Verfehlungen im Rotlichtmilieu bekannt geworden.

Just als der Tiger am ersten Abschlag stand, flog ein Flugzeug über das 1. Tee und zog einen Banner mit dem Aufdruck: “Tiger did you mean Bootyism?“ nach sich. Es war eine Anspielung auf Woods Versprechen, sich künftig wieder mehr dem Buddhismus, der Religion seiner Mutter, widmen zu wollen. Booty steht übersetzt für “Hintern“.

Dass dieser Vorfall aus der Luft überhaupt möglich war, obwohl Woods stets von seinen bis zu sechs Bodyguards sowie weiteren verdeckten Sicherheitskräften vom Veranstalter abgeschirmt wird, war wie ein Schlag ins Gesicht von Billy Payne. Der Präsident des Augusta National Golf Clubs hatte im Vorfeld betont, dass man auf alle Eventualitäten vorbereitet sei.

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