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Djokovic gewinnt Australian Open - Serbe feiert 22. Grand-Slam-Sieg seiner Karriere

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Von: Andreas Knobloch

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Novak Djokovic gewinnt die Australian Open. TEnnis
Novak Djokovic gewinnt die Australian Open. © IMAGO/JOEL CARRETT

Novak Djokovic hat die Australian Open gewonnen. Mit seinem 22. Grand-Slam-Sieg zieht er mit Rafael Nadal in der Bestenliste gleich.

Melbourne – Novak Djokovic (35) hat es geschafft. Er gewinnt zum 22. Mal ein Grand-Slam-Turnier. Mit dem Sieg über Stefanos Tsitsipas ist der Serbe in der Bestenliste mit dem Spanier Rafael Nadal gleichgezogen. Niemals vorher gewann jemand mehr als 22 Pokale bei den großen vier Turnieren. Nadal und Djokovic werden das nun im restlichen Jahr 2023 versuchen.

In drei Sätzen war der 24-jährige Grieche Tsitsipas unterlegen. 6:3, 7:6, 7:6 hieß es am Ende für Djokovic, der auf seinen Vater auf der Tribüne verzichten musste, nachdem dieser mit kontroversen Pro-Putin-Anhängern abgelichtet wurde.

Djokovic gewann zum zehnten Mal die Australian Open und ist alleiniger Rekordhalter in Melbourne. „Dieses Turnier war eine der größten Herausforderungen in meinem Leben, wenn man die Umstände bedenkt. Letztes Jahr nicht hier gewesen zu sein, jetzt zurückzukommen“, sagte Djokovic, der um 23.05 Uhr Ortszeit mit einer 22 auf seiner Jacke den Norman Brookes Challenge Cup in die Höhe stemmte: „Es ist mein wahrscheinlich größter Sieg.“

„Wahrscheinlich mein größter Sieg“: Djokovic nach Sieg hin und weg

Er springt zurück an die Spitze der Weltrangliste und löst Carlos Alcaraz ab, der verletzt gefehlt hatte. Djokovic geht in seine 374. Woche als Nummer eins der Welt und baut auch in der Statistik seine Bestmarke aus.

Tsitsipas verpasste bitter enttäuscht auch in seinem zweiten Finale den ersten Grand-Slam-Titel überhaupt für Griechenland. Schon 2021 in Paris hatte er gegen Djokovic verloren. „Er ist der Größte, der je einen Tennisschläger in der Hand gehalten hat“, sagte Tsitsipas: „Du machst auch mich besser.“

Das Finale bot den rund 15.000 Zuschauern in der vollgepackten Rod Laver Arena ein sportliches Spektakel, wie es tags zuvor im Frauenfinale auch Turniersiegerin Aryna Sabalenka bei ihrem 4:6, 6:3, 6:4 gegen die starke Wimbledonsiegerin Jelena Rybakina gelungen war. „Ich fühle mich immer noch wie auf einem anderen Planeten“, sagte die als neutrale Athletin angetretene Belarussin am Tag danach: „Es ist der schönste Morgen meines Lebens.“ Djokovic und Tsitsipas wollten sich einen grandiosen Abend bereiten. Auch vor der Arena fieberten Tausende Fans beider Spieler mit.

Djokovic zu gut für Tsitsipas, obwohl er sogar einen Satzball abwehren musste

Djokovic peilte ein befreiendes Glücksgefühl an. Das erste Jahreshighlight im Tennis-Kalender war in diesem Jahr von Beginn an mit enormen Unruhen um ihn verbunden. Den Star aus Belgrad bewegte zunächst die Rückkehr nach Australien, dann diskutierte die Tennis-Welt über seinen angeschlagenen Oberschenkel, der im Finale nicht mehr bandagiert war. Und zuletzt ließ sich auch noch sein Vater Srdjan von pro-russischen Personen für Bilder „missbrauchen“, wie Djokovic es ausdrückte.

Zum großen Finale hätte Djokovic Senior in die Box zurückkehren können, der Platz neben seiner Frau Dijana Djokovic blieb aber leer. Die Fans des Serben sahen einen enorm starken Start des Favoriten, der Tsitsipas mit seinen Returns schwer unter Druck setzte und das frühe Break zum 3:1 schaffte. In seinen eigenen Aufschlagspielen war Djokovic, der sein 33. Majorfinale bestritt, mit großer Variabilität und Präzision im ersten Satz unantastbar.

Im zweiten Durchgang schraubte Tsitsipas die Quote seines ersten Aufschlags hoch und fand mit starkem Winkelspiel immer häufiger Lösungen gegen Djokovic, der beim Stand von 4:5 einen Satzball abwehrte. Im nervös geführten Tiebreak leistete sich der „Djoker“ dann weniger Fehler und nahm sich anschließend eine kurze Pause.

Tsitsipas versuchte derweil, sich noch einmal neu einzustellen und dann anzugreifen. Es galt für ihn, die vielen Aussetzer auf der Vorhandseite zu reduzieren, um dem wild entschlossenen Djokovic gefährlich zu werden. (ank mit SID)

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