Hammer-Auftakt für DBB-Küken - Bauermann: Gerüstet

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Dirk Bauermann ist optimistisch

Kayseri - Deutschlands Basketballer starten in die WM - und der Auftakt hat es gleich in sich. Mitfavorit Argentinien und Vize-Europameister Serbien warten am Wochenende auf das deutsche Team.

Der Auftakt könnte schwerer kaum sein, doch Deutschlands Basketballer starten auch ohne Superstar Dirk Nowitzki voller Zuversicht in die WM. “Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken“, sagte Tim Ohlbrecht vor den ersten beiden Partien an diesem Samstag gegen Ex-Weltmeister Argentinien (20.30 Uhr/Sport1) und Vize-Europameister Serbien am Sonntag (18.00 Uhr/Sport1). “Natürlich sind das zwei extrem starke Gegner. Wenn wir es aber schaffen, 40 Minuten Druck zu machen, sind wir gegen beide nicht chancenlos“, machte Bundestrainer Dirk Bauermann seiner jungen Mannschaft Mut.

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Nowitzki, der in diesem Sommer ein weiteres Mal pausiert, wird sich die Begegnungen zu Hause auf der Couch ansehen. “Die Jungs sind zwar unerfahren, sie haben aber viel Potenzial und spielen mit viel Herz“, lobte der 32-Jährige das jüngste deutsche Team, das je bei einer Weltmeisterschaft dabei war.

Bauermann versucht vor dem Start gegen den Olympiasieger von 2004 ein wenig den Druck von seinen “jungen Wilden“ zu nehmen. “Die Ergebnisse sind für mich nicht das Wichtigste. Entscheidender ist, dass ich eine Entwicklung in der Mannschaft sehe“, meinte der Nationalcoach, der seit Mittwochabend mit seinem Team im rund 900 000 Einwohner großen Kayseri in Kappadokien ist.

Doch nur zum Lernen haben sich die DBB-Küken nicht auf den Weg in die Türkei gemacht. “Unser Ziel ist es, unter die besten Acht zu kommen“, sagte Ohlbrecht zuversichtlich. Der 21 Jahre alte Bonner hat sich wie der Rest der Mannschaft im Verlauf der Vorbereitung gesteigert und zuletzt mit den beiden Siegen gegen Puerto Rico viel Selbstvertrauen getankt.

Die Messlatte für die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) wird bei der WM aber noch einmal deutlich höher liegen. “Die Topteams präsentieren sich ganz anders, wenn das Turnier beginnt. Dann sind sie noch einmal 20 Prozent stärker“, warnte Bauermann.

Vor allem die Argentinier zählen zu den Mitfavoriten auf den WM-Titel, auch wenn nach Manu Ginobili von den San Antonio Spurs mit Andres Nocioni der zweite NBA-Star abgesagt hat. Der Flügelspieler von den Philadelphia 76ers bekam nach einer Verletzung ein Startverbot von seinem Club und musste wieder abreisen. “Sie haben trotzdem eine sehr erfahrene Mannschaft, sind aber auch nicht mehr die Jüngsten“, sagte Bauermann.

Personellen Aderlass hatten vor dem WM-Start auch die Serben zu verkraften. Nach ihrer Massenschlägerei im Testspiel gegen Griechenland wurden mit NBA-Star Nenad Krstic (drei Spiele) und Milos Teodosic (zwei Spiele) gleich zwei Leistungsträger gesperrt und fehlen damit gegen Deutschland.

Bauermann hält auch deshalb nichts davon, im Kampf um einen der ersten vier Plätze, die zum Weiterkommen berechtigen, nur auf die beiden Duelle mit Angola und Jordanien zum Schluss zu setzen. Vielmehr sieht er sein Team in der Lage, schon zu Turnierbeginn für eine Überraschung zu sorgen. “Wir sind stark genug, eines der ersten drei Spiele zu klauen“, sagte der Bundestrainer, der alle zwölf Spieler zur Verfügung hat.

dpa

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