Eishockey

Eisbären-Trainer Krupp wechselt zu Sparta Prag

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Verlässt die Eisbären Berlin und geht zu HC Sparta Prag: Trainer Uwe Krupp. Foto: Sven Hoppe

Prag - Der Wechsel von Eishockey-Trainer Uwe Krupp von den Eisbären Berlin zu Sparta Prag nach Tschechien ist perfekt. Der 52-Jährige sei zunächst für die kommenden zwei Spielzeiten engagiert worden, teilte ein Sprecher mit.

Noch einmal wurde Uwe Krupp am Wochenende in der Arena am Ostbahnhof von 2500 Fans der Eisbären Berlin gefeiert, ehe sein Wechsel zu HC Sparta Prag bekannt gegeben wurde. Trotz einer starken Finalserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verlässt der Trainer den frischgebackenen Vizemeister nach dreieinhalb Jahren - nicht ganz freiwillig.

"Es ist eine große Ehre für mich, Sparta-Trainer zu sein. Ich kenne die lange Geschichte des Klubs und die kulturelle Bedeutung, die das Eishockey in Tschechien und in der früheren Tschechoslowakei hat", sagte Krupp, der beim Traditionsklub einen Zweijahresvertrag erhielt.

Doch ein wenig tat der Wechsel auch weh. "Es ist immer eine traurige Sache. Ich habe gerne in Berlin gearbeitet, hätte auch gerne weitergemacht. Doch am Ende ist es ein Geschäft, und ich gehe nicht im Groll", sagte Krupp am Sonntagmorgen dem SID. Der gebürtige Kölner konnte sich mit dem Rekordchampion nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen.

"Vielleicht waren einige nicht zufrieden mit dem, was wir erreicht haben. Es gehören immer zwei Seiten dazu. Wenn das Vertrauen nicht da ist, dann ist es abzusehen, dass es nicht weitergeht", sagte Krupp, der seit 13 Jahren (deutscher Nationaltrainer, Kölner Haie, Eisbären) im Trainergeschäft tätig ist.

"Ich musste irgendwann vor den Play-offs eine Entscheidung treffen, das habe ich getan", sagte Krupp, der am Samstag zum Abschied von den Fans gefeiert wurde. Das Angebot von den Eisbären kam offenbar zu zögerlich und konnte ihn nicht mehr überzeugen, der erste deutsche Stanley-Cup-Sieger hatte nicht das Gefühl, dass er in Berlin noch erwünscht ist.

Trotzdem haute sich Krupp in den Play-offs rein, führte die Eisbären bis ins Finale und bot dort gegen Branchenprimus Red Bull München eine starke Serie. Erst im siebten und letzten Spiel konnte sich der finanziell besser ausgestattete Klub am Donnerstag durchsetzen.

Die Eisbären bestätigten am Samstag die Trennung von Krupp. "Während unserer Zusammenarbeit haben wir es geschafft, die Eisbären in der DEL wieder nach oben zu führen", wurde Geschäftsführer Peter John Lee in einer kurzen Mitteilung zitiert. Nachfolger in Berlin soll der bisherige Co-Trainer Clement Jodoin (66) werden.

Unter der Leitung von Krupp erreichten die Eisbären neben der Vizemeisterschaft 2018 einmal das Halbfinale der DEL-Play-offs (2017) und beendeten die DEL-Hauptrunde zweimal auf Rang zwei (2016 und 2018) mit direkter Qualifikation für die Champions Hockey League.

Eine Rückkehr nach Deutschland zu einem späteren Zeitpunkt wollte Krupp nicht ausschließen: "Ich bin ja so etwas wie ein Export. Von daher sieht man sich vielleicht wieder."

sid

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