Reiten: PJRFV-Amazonen Anneke Lütkemüller und Maira Röling-Müller stechen beim HA.LT in Verden aus Nordkreis-Startern hervor

Zweimal Sensations-Silber für Knesebeck!

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Sensationell zu Silber: Anneke Lütkemüller (PJRFV Knesebeck) auf Nikita glänzte im Pony-Springfinale des Vogeley-Cups.

Verden/Gifhorn. Die Reit-sportler aus dem Nordkreis haben am vergangenen Wochenende beim Hannoveraner Landesturnier – kurz HA. LT – in Verden ihre Hufspuren hinterlassen.

Im Zuge der Landesmeisterschaften wurden die Finals des Nicole Uphoff-Nachwuchschampionats sowie die Dressur- und Springfinals des Vogeley-Cups ausgetragen. Auch die Mannschaftswettkämpfe um die Landesponystandarte und der Teamwettkampf bildeten ein spannendes – und aus hiesiger Sicht durchaus erfolgreiches – Beiprogramm.

Beim Dressur-Nachwuchschampionat von Schirmherrin Nicole Uphoff, 1988 und 1992 Olympiasiegerin, waren dem Finale (L-Niveau) drei Qualifikationsturniere in Springe, Hildesheim und Verden vorgeschaltet. Mit einem Platz unter den ersten Vier lösten die Aspiranten das Ticket. So wie Maira Röling-Müller auf Giandra und Anneke Lütkemüller auf Heaven so sweet, beide vom Pony-, Jugend-, Reit- und Fahrverein (PJRFV) Knesebeck. Neben der Qualifikation gewannen die beiden Dressurtalente von der Friedrichsmühle auch noch eine Trainingseinheit beim Landestrainer Hans- Heinrich Meyer zu Strohen und Olympiasiegerin Uphoff. Im kleinen Finale buchte Maira Röling-Müller mit Platz sechs den Endlauf, den sie dann mit dem sensationellen zweiten Platz (Wertnote 7,4) abschloss. Anneke Lütkemüller kam im kleinen Finale auf Rang neun.

Auch für das Pony-Dressur- und Springfinale Vogeley mussten die Reiter erst einmal ein Ausleseverfahren durchlaufen. In der Dressur bis zum Jahrgang 2004 auf L-Niveau buchten Greta Schulze (RFV Hankensbüttel) auf Paul und Jula Marie Kuhl (RFV Wittingen) auf Starpower Corazon den Showdown. Beide Reiterinnen nahmen ebenfalls vor dem Finale an einer Trainingseinheit mit dem Landestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen teil, Schulze vermochte sich im Finale sogar zu platzieren. Die Amazonen genossen die profihaften Rahmenbedingungen auf der Turnieranlage in Verden.

Für das Ponyspringfinale A** hatte die Knesebeckerin Anneke Lütkemüller mit Nikita das Finale erreicht und vorab bereits eine Einheit beim Verbandsspringtrainer Heinfried Simon absolviert. In diesem Stil-Springen „Weg&Zeit“ legte das PJRFV-Paar einen Null-Fehler-Ritt hin und holte mit der Wertnote 7,8 ebenfalls sensationell die silberne Schärpe.

Derweil traten bei der Mannschaftsprüfung Landesponystandarte 13 Teams an. Der Kreis Gifhorn war als Mannschaft Braunschweig II mit Lilly Thurau auf Gomez (RFV Müden), Greta Schulze Dream of April (RFV Hankensbüttel), Anneke Lütkemüller auf Nikita (PJRFV Knesebeck) und als Gast-Amazone Anni Evers auf Saphira (RFV Königslutter) am Start. Nach Platz neun in der Mannschaftdressur arbeitete sich das Team mit den Platzierungen von Evers und Lütkemüller im Springen sowie Schulze in der Dressur noch auf Position vier vor. Am Ende fehlten gerade einmal zwei Zehntel zu Bronze.

Eine ähnliche Aufholjagd legte auch die Gifhorner Equipe im Teamwettkampf mit insgesamt 20 Mannschaften hin. Jana Raschkowki auf Romantica, Mirja Junge auf Souvenier 9 (beide RFV Altendorf), Linda Fricke auf Sweet Surprise (RFV Isenhagener Land), Zoe Junghans auf Gräfin Sari (RFV Papenteich) sowie Henriette und Alma-Mara Hagemann auf Mississippi H und Indian Summer (beide RFV Hankensbüttel) rangierten nach der Mannschafts-Dressurprüfung zunächst auf Platz 16. Doch durch die Platzierungen der zwei Geländeritt-Expertinnen Henriette und Alma-Mara Hagemann sowie dem Auftritt von Linda Fricke in der Dressur sprang am Ende immerhin noch Platz zehn heraus.

Insgesamt ein sehr erfolgreiches Wochenende für die Nordkreissterne und eine gute Vorbereitung für das große Knesebecker Reitturnier am 28./29. Juli.

Von Ingo Barrenscheen

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