Fußball – Kreisliga: Drei Last-Minute-Neuzugänge beim VfL Wittingen/S.

Zwei Routiniers, ein Comebacker

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Die drei Last-Minute-Neuzugänge beim Fußball-Kreisligisten VfL Wittingen/Suderwittingen: Daniel Böhnke (v. l.) kam aus Knesebeck, Boris Ruder aus Hankensbüttel und Kamil Pawlak aus Olsztynek.

Wittingen – Der FC Bayern München wartet noch sehnlichst darauf, der Fußball-Kreisligist VfL Wittingen/Suderwittingen beispielsweise ist bereits einen Schritt weiter. Es geht – na klar! – um das Thema Last-Minute-Neuzugänge.

Während der Deutsche Rekordmeister noch immer um Stars wie Leroy Sane & Co. buhlt, schlugen die Brauereistädter noch einmal richtig auf dem Transfer-Basar zu. Neu beim VfL sind nämlich Daniel Böhnke (24 Jahre), Boris Ruder (35) und der Pole Kamil Pawlak (30).

Bereits bis 2013 in Wittingen aktiv war Ruder, der vom SV Hankensbüttel nun an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt. Der 35-Jährige arbeitete mit Trainer Naim Fetahu bereits in Langwedel, Wittingen und Jübar zusammen. Daher kann ihn Fetahu natürlich gut einschätzen: „Boris ist ein echter Allrounder, haut sich immer voll rein und spielt sehr mannschaftsdienlich. Er hat einen guten Schuss, ist kopfballstark und auch taktisch sehr gut ausgebildet.“ Daher ist der Routinier vor allem für die Abwehr ein ganz heißer Kandidat.

Erfahrungen in Polens dritter Liga gesammelt hat in früheren Jahren Kamil Pawlak. Er lebt erst seit zwei Monaten in Deutschland, war zuletzt als Kapitän für Fünftligist MKS Olimpia Olsztynek aktiv. Einziges Manko beim 30-Jährigen ist aktuell wohl lediglich, dass er nur bruchweise die deutsche Sprache beherrscht. Rein sportlich dürfte er ein echter Gewinn für den Liga-Neuling sein. „Man hat im Trainingslager gesehen, dass Kamil topfit ist und sich sehr gesund ernährt. Er ist körperlich stark und immer präsent, dazu kann er das Spiel sehr gut lesen“, so Fetahus Einschätzung zum Polen, der hauptsächlich in der Zentrale – durch die langwierige Verletzung von Torjäger Sven Arndt wohl vorrangig im Angriff – zum Einsatz kommt.

Auch Pawlaks Schwager Daniel Böhnke spielt nun für den VfL, war zuletzt beim VfL Knesebeck gemeldet, aufgrund eines Kreuzbandrisses aber gut anderthalb Jahre lang nicht aktiv. Nun fiebert der 24-Jährige dem Comeback entgegen. „Daniel ist natürlich noch nicht fit. Wir müssen ihn mit Geduld aufbauen“, weiß Fetahu. Die „positive Erscheinung“ kommt wohl für die offensive Außenbahn im Mittelfeld in Frage.

Nachdem zuvor bereits Evgeni Suskevic aus Hankensbüttel kam, freut sich der VfL nun also über gleich vier Neuzugänge. „Damit bin ich schon sehr zufrieden. Es ist generell schwierig, neue Spieler zu holen. Wir wollen vor allem unsere jungen Akteure weiterentwickeln“, macht Naim Fetahu deutlich. Geführt werden sollen diese dann sicherlich auch von Routiniers wie beispielsweise Boris Ruder oder auch Kamil Pawlak.

VON FLORIAN SCHULZ

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