Handball – Landesliga Damen: Jennifer Frick und Lara Hendel verstärken die SG VfL Wittingen/Stöcken

Zwei Neue dank alter Kontakte

Kommen beide aus Ehmen: Lara Hendel...

Wittingen – Eines vorweg: Andreas Witzke hat nicht beim Ex-Klub HSC Ehmen gewildert. Vielmehr kamen die zwei ersten Neuzugänge für die Handball-Damen der SG VfL Wittingen/Stöcken von sich aus auf ihren früheren Trainer zu.

Der durch den Corona-Saisonabbruch gekürte Meister und Landesliga-Aufsteiger verstärkt sich mit Torfrau Jennifer Frick und Kreisläuferin Lara Hendel. Für Witzke sind damit „die zwei größten Baustellen geschlossen“ im künftigen Kader.

Denn nunmehr wären alle Positionen doppelt und gleichwertig besetzt, freut sich der SG VfL-Coach. Gerade auf der Torhüter-Position hatte Handlungsbedarf geherrscht. Mit Lena Zergiebel stand in der verkürzten Aufstiegssaison nur eine etatmäßige Keeperin zur Verfügung. Zwischenzeitlich mussten Laura Stojanovic oder Daniela Jübermann einspringen, wenn Not an der Frau war. „Für die Landesliga brauchst du zwei gestandene Torfrauen. Diese Konstanz ist bei uns jetzt gegeben“, unterstreicht Witzke. Frick (Spitzname Frosti) hat sogar Oberliga-Erfahrung aus früheren Glanzzeiten des MTV Gifhorn im Gepäck. Apropos: In der Kreisstadt hat sie auch ihre Wurzeln, kommt am Wochenende vom Studium in Göttingen ins Elternhaus. Daher könne sie wenigstens freitags mittrainieren, so Witzke. Frick ließ für das Team aus der Brauereistadt sogar ein Parallel-Angebot vom Oberligisten MTV Geismar sausen! „Sie hatte mich nach unserem Saisonspiel in Wittingen spaßeshalber angesprochen, ob wir nicht eine zweite Torfrau bräuchten. Aus Spaß wurde dann Ernst, der Trainer hakte nach, die Ex-Spielerin sagte zu. Witzke baut dabei auch auf Fricks’ Erfahrungsschatz: „Es ist sinnvoll bei so einer jungen Truppe, zwei erfahrene Torhüterinnen zu haben.“

In Wittingen kommt es dann zu gegebener Zeit zum Wiedersehen mit ihrer bisherigen Ehmener Teamgefährtin Lara Hendel. Auch sie steuerte aus eigenen Stücken auf Witzke zu, „möchte höherklassig spielen“. Das angedachte Probetraining der gelernten Kreisläuferin (auf dieser Position ist die ausgewiesene Allrounderin auch eingeplant) sei durch die Covid- 19-Pandemie zwar nicht mehr zustande gekommen, so der Übungsleiter. „Aber sie hat sich trotzdem für uns entschieden. Mir muss sie ja auch nicht zeigen, was sie kann, ich kenne sie ja noch aus Ehmener Zeiten. Menschlich mache ich mir auch keine Sorgen.“ Denn Hendel sei äußerst mannschaftsdienlich. Witzke plaudert diesbezüglich aus dem Nähkästchen: „Sie hat mir mal wochenlang eine Schulter-Verletzung verschwiegen, weil wir so knapp an Personal waren. Daran sieht man, wie sie den Handballsport lebt. Das sind zwei, die alles reinhauen, die nimmt man mit Kusshand.“

Ein gefühlter Neuzugang wird auch Routinier Christin Schmidt sein, die die komplette Serie verletzungsbedingt ausgesetzt hatte. Und Witzke hat noch zwei weitere potentielle Verstärkungen an der Angel. Die Landesliga kann also kommen! Nur wann ist die Frage durch die ungewisse Sport-Situation zurzeit...

VON INGO BARRENSCHEEN

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