Handball: SG VfL erarbeitet Hygienekonzept und darf wieder in die Halle

Zurück ins Wohnzimmer

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Der komplette SG VfL-Vorstand war in der Vorbereitung der Halle zum Indoor-Re-Start involviert (von links: Jan Wiezowiecki, Sebastian Schulze, Jan Schmidt, Kai Schüttenberg, Tim Schmidt, Tatjana Sablottny, Christin Schmidt, Arne Gade).

Wittingen – Endlich zurück in den heiligen Hallen des Vereins. Der Handballklub SG VfL Wittingen/Stöcken darf wieder aufs gewohnte Indoor-Training umsteigen. Der Vorstand hat sich ein strukturiertes Hygienekonzept ausgedacht und erhielt grünes Licht der Stadt Wittingen.

„Das war wieder sehr kooperativ, wir haben Hand in Hand mit der Stadt gearbeitet. Dafür sind wir sehr dankbar“, erklärte Vereinsvorsitzender Kai Schüttenberg am Montagabend. Der gesamte Vorstand hatte stundenlang einen Plan entworfen, wie die vielen Mannschaften mit größtmöglichem Schutz auf das Parkett zurückkehren könnten.

„Großer Schritt“

Die Wittinger haben etwa mithilfe von Kleberollen den gesamten Weg markiert, der in die und aus der Halle führt. Mit jeweiligen Wartepunkten, um den Abstand zu gewähren. Falls der Verkehr stockt. Die Pfeile beginnen am Eingang und führen – mit Zwischenstopp auf der Toilette, wo die Hände zu waschen sind – in die Blaue oder Gelbe Halle.

„Das ist ein nächster großer Schritt. Wir sind froh, dass wir wieder in unserem Wohnzimmer sind“, strahlte Schüttenberg. Als erstes Team trainierte die erste Herren wieder, was Spieler Tim Schmidt etwa freute: „In der Halle kann man die Bewegungsabläufe besser üben.“

Alles vorbereitet

Schmidt und seine Vorstandskollegen haben sich gut zwei Stunden vor der Einheit getroffen und alles vorbereitet für einen guten Indoor-Re-Start. So haben sie Wege kennzeichnet, Hygienemittel verteilt und auf Papier stehende Richtlinien (siehe Info-Kasten) in der Halle aufgehängt. Normalerweise steht den Spielern auch ein Tisch bereit, auf dem sie ihre Trinkflaschen platzieren. Doch mit Blick auf den einzuhaltenden Sicherheitsabstand von zwei Metern wurde der Verein erfinderisch: Die Spieler müssen ihre Getränke in ihren Taschen verwahren. Diese werden in der Gelben Halle auf der Stirnseite der Halle dann mit Zwei-Meter-Abstand zu den anderen Taschen abgestellt.

10 Spieler + 1 Trainer

Die Übungsleiter sind derweil beim Auf-, Ab- und Umbau der Trainingsmaterialien auf sich allein gestellt. Nur sie haben Zugang zu dem Raum, in dem die Geräte untergebracht sind. Die Trainer müssen während des Kontakts mit den Materialien zudem Einweg-Handschuhe und einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Pro 400 Quadratmeter ist eine Trainingsgruppe bis maximal zehn Spielern plus einem Trainer erlaubt. Das entspricht ein halbes Handballfeld. Die Zeiten der Teams sind zudem gestaffelt worden und der Start bei potenziellem parallelen Training erfolgt zeitlich versetzt, um einen hohen Andrang im Halleneingang zu vermeiden. Die weibliche B-Jugend I startete gestern etwa um 16.50 Uhr, die zweite Mannschaft zehn Minuten später. Im Training selbst sind übrigens, gemäß des Return-to-play-Konzepts des Deutschen-Handball-Bundes (das IK berichtete), Wurfübungen mit den Torhütern erlaubt.

„Wir sind Hallensportler und deshalb superfroh, wieder hier zu sein“, freute sich Schüttenberg. Dennoch werden noch einige Teams draußen in Stöcken trainieren, wie in den Vorwochen. Der Hallenaufenthalt ist zunächst für drei Wochen geplant, dann sollte ursprünglich eine kleine Sanierung vonstattengehen. „Aber wir sind noch im Kontakt mit der Stadt“, berichtete Schüttenberg.

VON ROUVEN PETER

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