Handball – Oberliga Herren: VfL Wittingen hofft beim Lehrter SV inständig auf das Ende der Negativserie und Neustart

Zeit, dass sich das Glücksrad dreht...

Können sie den Teufelskreis durchbrechen? Wittingens Handballer (r. Kai Eschert) hoffen in Lehrte auf eine Kehrtwende. Foto: ib

Wittingen. Anlässlich seines Familientages baut der Lehrter SV am morgigen Sonntag am Rande des Heimspiels ein Glücksrad auf. Vielleicht sollten die Oberliga-Handballer des VfL Wittingen vor dem Anpfiff um 15. 45 Uhr eifrig dran drehen.

Denn Fortune (und einen Gewinn) kann der kriselnde Aufsteiger aktuell mehr denn je gebrauchen, um nicht das halbe Dutzend Pleiten in Folge voll zu machen. Zeit, dass sich was dreht.

Ein Glücksrad!? „Das sollten wir in Beschlag nehmen – wenn die Lehrter uns denn da ranlassen“, schmunzelt Wittingens Trainer Axel Bühlow. Der Humor ist den Brauereistädtern also noch nicht vergangen. Formtief, aber kein Stimmungstief, bekräftigt der Coach beim Durchleuchten seines Kaders. „Alle sind noch guter Dinge. Das ist alles eine Kopfsache.“

Der Rückrunden-Auftakt soll nach Möglichkeit zum Neustart werden. Wobei Bühlow ganz genau weiß, dass es sein Team beileibe nicht so leicht haben wird wie noch bei der Super-Saisoneröffnung (30:21). Damals war der LSV psychisch wie physisch noch nicht auf der Höhe, hatte zudem ein Patteverbot-Problem. Diese Vorzeichen haben sich bereits gedreht. Nach dem Fehlstart (2:8-Punkte) drehte sich Lehrtes Spirale aufwärts (14:6), die des VfL indes – erst Recht nach dem November-Zwischenhoch mit drei Siegen – in entgegengesetzter Richtung.

Immer wieder erliegt der Neuling in den Auswärtspartien einem Teufelskreis. Falsche Entscheidungen kurbeln die Tempogegenstoß-Welle an. „Jeder Fehler wird richtig bestraft. Die Teams spielen 60 Minuten Voll-Power. Dann gibt’s halt richtige Packungen“, betont Bühlow. Daher lautet die morgige Prämisse: „Wir müssen die Fehler so weit minimieren, wie es geht.“ Im Grunde könnte der VfL nur positiv überraschend, meint der Trainer. Denn einige Zuschauer würden mittlerweile schon nur noch über die Höhe der Niederlagen philosophieren.

Bühlow seinerseits wirft die Flinte ganz gewiss noch nicht ins Korn. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir die Durststrecke beenden.“ Am besten schon in Lehrte.

Gegen den Tabellensiebten steigt Torben Banse nach seinem Nasenbeinbruch wieder mit in den Fanbus (Abfahrt 13 Uhr). Der privat verhinderte Arne Gades wird durch Alexander Busch ersetzt. Im Wittinger Kader wird also schon einmal leicht rotiert. Nun muss der VfL nur noch das Glücksrad neu erfinden.

Von Ingo Barrenscheen

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