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LVI zehntschnellster Klub der Welt!

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Die erfolgreichen Segelflieger der LVI Repke posierten bei ihrer Aufstiegsfeier zur Bundesliga mit dem eigens mitgebrachten Modell LS4.
Die erfolgreichen Segelflieger der LVI Repke posierten bei ihrer Aufstiegsfeier zur Bundesliga mit dem eigens mitgebrachten Modell LS4. © Lücke

Hankensbüttel/Repke. Allen Grund zum Feiern hatte die Luftsportvereinigung Altkreis Isenhagen (LVI). Nachdem der Segelflug-Verein den Sprung in die höchste deutsche Klasse, die Bundesliga, geschafft hat (das IK berichtete), fand am Sonnabend die offizielle Aufstiegsfeier im Hankensbütteler Schützenhaus statt. Geladene Gäste aus Politik und Verwaltung gaben sich die Klinke in die Hand, um den Repker Segelfliegern zu dem Riesenerfolg zu gratulieren. Von Marc Lücke

Der LVI, der heute 65 aktive Mitglieder hat, ist seit 1951 fester Bestandteil der Vereinslandschaft im Raum Hankensbüttel. Der 1. Vorsitzende Martin Käppeler freute sich über die vielen Gäste. Landrätin Marion Lau zitierte in ihrem Grußwort Reinhard Mey: „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.“ Lau lobte die aktive Jugendarbeit der LVI und wünschte den Piloten immer genug Thermik und einen sicheren Flug. Hankensbüttels Bürgermeisterin Beate Harms scherzte, sie könne die Landrätin wohl nicht übertönen und griff lieber zum Mikrofon, um die Glückwünsche der Gemeinde zu überbringen. Der Vorsitzende des Kreissportbunds Gifhorn, Werner Riedel, stellte fest, so genannte Randsportarten wie das Segelfliegen hätten eine wesentliche Bedeutung in der Region.

Für die Qualifikation zur Bundesliga wurden alle Flüge der LVI über GPS (ein globales Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung und Zeitmessung) aufgezeichnet und in den Wertungscomputer hochgeladen. Zwölf Piloten aus Repke lieferten die schnellsten Flüge ab. Aus den schnellsten drei Flügen wurde der Durchschnitt ermittelt. Die Summe der Schnittgeschwindigkeiten des Vereins wurde mit anderen Vereinen verglichen. Die beste Schnittgeschwindigkeit erzielte Lothar Dittmer mit 123,2 km/h in einer LS 4. In der Weltrangliste (OLC-Speedwertung) erreichte die LVI Platz zehn – ein beachtliches Ergebnis!

Andreas Kruse, LVI-Trainer und ehemaliges Mitglied der Nationalmannschaft, ging in einem Vortrag auf die Erfolge der Saison und die Modalitäten in der Bundesliga ein. Vier Piloten des Klubs qualifizierten sich für die deutsche Meisterschaft, drei peilen in 2011 die Rückkehr in die Nationalmannschaft an. Dafür ist ein Platz zwischen 1 bis 4 bei der DM vonnöten. Die Piloten der LVI kommen unter anderem aus Berlin, Hamburg, Braunschweig und dem Nordkreis Gifhorn.

Der Verein verfügt derzeit über sieben Vereins- und zehn Privatflugzeuge. Im Schützenhaus war eine LS4 zu bestaunen. Pressewart Norbert Schulz (Hankensbüttel) bekam viel Dank für die Vorbereitung der Party. Nach einem warmen Buffet feierten die Segelflieger ihren Erfolg bei ausgelassener Stimmung zu Musik vom Plattenteller.

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