Fußball – Relegation zur 1. Kreisklasse: Last Minute-Sieg in Verlängerung gegen SVT

Zu zehnt! Gruss krönt Bergfelds Super-Jahr 2018

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte... Während die Fortunen aus Bergfeld nach dem kaum noch für möglich gehaltenen Siegtreffer von Julian Gruss in der 119. Minute jubelnd übereinander herfallen, sind die Spieler des SV Triangel II am Boden zerstört.

ib Flettmar. Was für ein Fußball-Wochenende für Adrenalin-Junkies! Denn das zweite Relegationsspiel um das letzte Ticket zur 1. Kreisklasse hatte dem Irrsinn von Wesendorf (siehe oben) kaum in etwas nachgestanden.

Ab durch die Mitte: Die furiose Rückrunde des TSV Bergfeld (M. Doppeltorschütze Yannik Skusa) mündete im Aufstieg.

Einen Tag nach dem deutschen Herzschlagfinale bei der WM gegen Schweden gerieten gestern in Flettmar auch die Kicker vom TSV Bergfeld kurz vor knapp noch völlig aus dem Häuschen: Julian Gruss schoss die Fortunen mit einem Stolper-Tor (wen juckt’s. . . ) in der 119. Minute zum 3:2-Triumph nach Verlängerung gegen den SV Triangel II.

Hat großen Anteil am Erfolg: Trainer Jörg Hoffmann (l.).

Die Krönung einer imposanten Aufholjagd des TSV anno 2018, der – auch das sei nicht vergessen – eigentlich am Ende der Vorsaison in die unterste Niederung des deutschen Fußballs abgestiegen wäre, wenn der SC Weyhausen nicht zurückgezogen hätte. Ein Jahr später nun stattdessen der Aufstieg. Auch ein Verdienst von Trainer Jörg Hoffmann, der die Bergfelder in der Winterpause übernahm. „Die letzten zwei Jahre haben Nerven gekostet, sich nun aber ausgezahlt“, strahlte Michael Mietz, stellvertretender Spartenleiter des TSV. „Die Jungs haben so gebissen.“ Auch Hoffmann platzte vor Stolz auf seine Jungs: „Das war ein erkämpfter Sieg, das Spiel hätte auch andersherum ausgehen können. Jetzt werden wir erst einmal ein Fass auflegen.“

Dabei sei die Anfangsphase aus Sicht des Fortunen-Coaches „erschreckend“ gewesen. Denn Triangels Zweite trat richtig aufs Gaspedal. Doch weitaus effektiver waren die konternden Bergfelder, die auf ihren Torschützenkönig Robin Weber (Verdacht auf Kreuzbandriss!) verzichten mussten: Yannik Skusa bescherte den Blau-Weißen mit seinen Toren (14., 29.) eine gute Ausgangsbasis, profitierte zweimal von großen Triangeler Böcken.

Kein Ruhekissen, wie sich in Halbzeit zwei herausstellen sollte. Denn auch der SVT hatte einen Doppelpacker in seinen Reihen: Tobias Lambeck versenkte zwei glasklare Foulelfmeter zum 2:2-Ausgleich (65., 80.). Aus dem Spiel heraus fiel den Sassenburgern allerdings herzlich wenig ein. „Es war schwer gegen so ein Bollwerk“, seufzte SVT-Trainer Dirk Lambeck. Die Dominanz seines Teams wuchs noch an, als der Bergfelder André Jürgens vor Ablauf der regulären Spielzeit auch noch mit Gelb-Rot vom Platz flog (86.).

Doch in Unterzahl bekamen die Fortunen in der zweiten Hälfte der Verlängerung wundersamerweise noch einmal die zweite Luft. Nicht nur Hoffmann hatte sich „schon auf ein Elfmeterschießen eingestellt“, als ein kapitaler Ballverlust des Gegners den Weg für Gruss’ Stolper-Tor bereitete. „Drin ist drin“, grinste Bergfelds Übungsleiter.

Die Triangeler waren hingegen geknickt. Lambeck: „Die bessere Mannschaft gewinnt nicht immer ein Spiel... Aber Bergfeld ist verdient aufgestiegen.“ Er will mit seiner jungen Riege ab Sommer einen neuen Anlauf nehmen und schickte schon einmal eine Kampfansage an die Konkurrenz los: „Wir machen einen Großangriff. Wer aufsteigen will, muss an uns vorbei!“ Hört, hört.

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