Fußball – Bezirksliga: Aufsteiger triumphiert dank starkem Sturmduo beim 1. FC Wolfsburg

Wunderbar! Wittingen stürmt zum 5:2

Ist der Knoten bei ihm jetzt geplatzt? Patrick Gernsheimer (vorn) nahm sich die Kritik seines Trainers zu Herzen und steuerte zwei Tore zum 5:2-Triumph beim 1. FC Wolfsburg bei. Foto: Barrenscheen

Wolfsburg. Wunder(tüten) gibt es immer wieder. . . Das Personal-Puzzle namens VfL Wittingen/S. hat einmal mehr für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Der Aufsteiger feierte gestern in der Fußball-Bezirksliga einen 5:2 (4:0)-Auswärtstriumph beim 1. FC Wolfsburg.

Weil Andre Liedtke zwar keine Wunderheilung hatte, aber trotz Knie-Schmerzen spielte und doppelt traf. Genauso wie sein Sturmpartner Patrick Gernsheimer. Trainer Naim Fetahu hatte sich den schwächelnden Toptorjäger der Vorsaison unter der Woche zur Brust genommen. Und Gernsheimer legte in Wolfsburg eine wundersame Wiederauferstehung hin. „Das Anzählen hat sich offenbar gelohnt“, grinste Fetahu. Seine Spitzen hätten prima miteinander harmoniert und schossen – brüderlich geteilt – auch die glasklare 4:0-Pausenführung heraus.

Dabei überkam Fetahu nach nur zwei Minuten ein Déjà-Vu: Wie schon gegen den anderen Wolfsburger Club VfR Eintracht Nord hatte Liedtke bei einer Riesenchance nur den Pfosten getroffen. Der VfL-Coach: „Eigentlich haben wir schon alle gejubelt.“ Doch wie schon drei Wochen zuvor an der Kreuzheide (6:0) zielte Wittingens Turbo-Torjäger kurz darauf im Porschestadion besser. Der Rest der ersten Halbzeit: Für Fetahu eine Augenweide. „Wir haben einen richtig guten Ball gespielt, die Pässe kamen super in die Schnittstellen. Von vorne bis hinten hat einfach alles gepasst.“

Das galt auch noch für die Anfangsviertelstunde der zweiten Hälfte. Sven Arndt legte zum 0:5 nach. „Dann war die Messe gelesen“, hatte Fetahu die anstürmenden Gastgeber bis dato noch nicht vollends abgeschrieben gehabt. Dass sich der VfL dann spürbar zurücknahm, sah Fetahu seinem gebeutelten Team nach. „Was die Verletzten alles wegstecken – Wahnsinn! Da kann ich den Jungs die Schlafphase gönnen.“ Denn gefährlich wurde es nicht mehr.

Von Ingo Barrenscheen

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