IK-Nachspielzeit: Muss Ummern lange auf Christian Sterz verzichten?

WSC-Trainerduo zieht die Zügel an

  • Ingo Barrenscheen
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Isenhagener Land – Die IK-Nachspielzeit fördert wieder Interessantes zutage.

Verschärfte Einheit

Das Wort Straftraining wäre vielleicht etwas hart. Und doch kündigte Hans Götz nach der herben Enttäuschung für den Wesendorfer SC gegen den SV Osloß (2:4) Konsequenzen für die heutige Dienstags-Einheit im Heidelandstadion an: „Matthias (Hopp, Anm. der Redaktion) und ich waren stinksauer. Über einige Leistungsträger, die meinten, das Spiel gewinnen wir ganz locker. Anders kann ich mir das nicht erklären. Die Mannschaft muss das jetzt auch mal spüren.“ Das sonst eher kumpelhafte Coach-Gespann werde „das Training anziehen und schärfer machen“. Wohl gemerkt: Dennis Pavlov hatte Götz von seiner Generalkritik am Sonntag ausgenommen. Der Innenverteidiger sei der Einzige gewesen, der gekämpft, kommandiert, vollen Einsatz gezeigt hätte.

Die böse Sterz-Ahnung

„Wir sind absolut auf Ebbe jetzt...“ Jörg Drangmeister klang ganz und gar nicht wie der Trainer eines Teams, das gerade die Spitze der Kreisliga erklommen hatte. Denn die Freude über die Momentaufnahme wurde beim VfL Germania Ummern mehr als getrübt durch die zwei neuerlichen Ausfälle. Während Tobias Krügers Knöchel einem Ei glich, erwischte es Christian Sterz noch schwerwiegender am Knie. Drangmeister hat eine dunkle Vorahnung: „Wenn der runtergeht, weiß man, dass da was ist. Christian sagte, es hat ein bisschen geknackt. Ich befürchte, dass er länger ausfällt.“ Sterz’ Arzt schickte ihn am gestrigen Montag direkt weiter zum MRT-Termin. Und so gleicht die Ummeraner Personaldecke mehr und mehr einer Zell-Membran. Drangmeister kann wohl nicht anders, als die Ruhestands- und Standby-Kräfte zu reaktivieren...

Der Schild(tor)wächter

 „Ich bin nicht sprachlos, aber ich muss das erst einmal sacken lassen.“ Nach der 2:5-Schlappe gegen den SSV Kästorf II war Matthias Weiß logischerweise etwas desillusioniert. Auch nach vier Spieltagen wartet der neue Trainer mit seinem SV BW Rühen auf das erste Erfolgserlebnis. Und bekannte Farbe: „Den Saisonstart haben wir total verbockt! Ich wollte jetzt eigentlich sieben Punkte haben, es sind nur zwei. Jeder muss ein bisschen mehr machen.“

Kuriosum am Rande: Zur zweiten Halbzeit hatten die Rühener zwischen den Pfosten improvisieren müssen. Weil sich Stammkeeper Florian Harries in Leiferde verletzt hatte und auch Ersatzmann Marcel Markworth zur Pause nach einem harten Zusammenprall und Atemnot runter musste, blieb nichts anderes übrig, als einen Feldspieler ins Tor zu stellen. Jan-Niklas Schildwächter opferte sich. „Die Meinung war sehr eindeutig: Wenn es einer kann, dann er“, erklärte Weiß. Den Notnagel traf keine Schuld, dass er noch dreimal das Leder aus dem Netz fischen musste.

Tolles Meyer-Comeback

Als wäre er nie weg gewesen... Benedikt Meyer steht wieder für den SV Groß Oesingen auf dem Platz und feierte beim 6:0 über den TSV Hillerse II direkt ein starkes Comeback. Der Linksverteidiger hatte sich eine Woche vor dem Finale im Wittinger Kreispokal die Speiche im Arm gebrochen und war nun endlich wieder spielfähig, freute sich sein Coach Torben König. „Er hat schon vier, fünf Wochen mittrainiert – mit einer Manschette. Nun ist alles verheilt und er hat grünes Licht vom Doc gekriegt – und gleich ein Mega-Spiel abgeliefert.“

Ordentlicher Einstand

Er läuft gewissermaßen noch unter Welpenschutz, am Sonntag aber musste Dominik Bratze erstmals über volle 90 Minuten für den SV Tülau-Voitze ran. Weil einige Akteure fehlten, beorderte ihn sein Trainer Werner Vodde im Spiel beim SV Eischott (4:1) in die Abwehrzentrale. „Das war ganz in Ordnung“, meinte der Übungsleiter nach dem Debüt des Youngsters, der erst blutjunge 18 ist und zuletzt gut ein Jahr komplett mit Fußball ausgesetzt hatte. Vodde: „Nun ist er aber wieder voll eingestiegen. Das zweite A-Jugend-Jahr hat er gar nicht mitgemacht, dadurch fehlt ihm natürlich ein bisschen die Ausbildung. Aber wir werden ihn langsam ranführen. Dominik ist sehr willig, gibt keinen Ball verloren. Das sind schon einmal gute Voraussetzungen.“

VON INGO BARRENSCHEEN UND FLORIAN SCHULZ

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