Fußball – 1. Kreisklasse 1: FC Ohretal büßt Offensivkraft ein

Wrede folgt Matte zu Teutonia

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Sucht sein Glück in der Landesliga Lüneburg: FCO-Flash Niklas Wrede (rechts) folgt dem Lockruf seines Kumpels Malte Matte zu Teutonia Uelzen.

Radenbeck/Uelzen – Würde er diese – vielleicht einmalige – Chance nicht ergreifen, hätte er sich später vielleicht geärgert. Und genau deshalb hat Niklas Wrede seinen Heimatverein FC Ohretal (1.

Fußball-Kreisklasse 1) um die Freigabe gebeten und sucht sein Glück in der Rückrunde beim stark abstiegsbedrohten Landesligisten SV Teutonia Uelzen. Genau diesen Weg hatte ein halbes Jahr zuvor auch sein Kumpel Malte Matte eingeschlagen.

Nach Florian Schneider (kehrt zurück zum FSV Vorhop-Schönewörde) also schon der zweite Spieler, den der FCO für die zweite Saisonhälfte verliert. „Wir haben lange darüber diskutiert, ob wir dem Wechsel zustimmen“, erklärte der FCO-Vorsitzende Dirk Uhl. „Normalerweise machen wir das nicht in der Winterpause, planen für eine ganze Saison.“ Doch aufgrund der (ehrenamtlichen) Verdienste des schnellen Offensiv-Allrounders stimmte Ohretal seinem Wunsch doch zu. „Wenn sich für ihn dort eine Chance auftut, wollen wir nicht im Weg stehen. Und wenn es nicht klappt, stehen unsere Türen offen und wir nehmen ihn mit Handkuss zurück“, meinte Uhl. Sein Stellvertreter Henning Meyer ergänzte: „Teutonia hat einen Spieler-Engpass. Vielleicht kann er dort helfen.“

Wenn Wrede seine Rückenprobleme in den Griff bekommt, die in der laufenden Saison nur fünf Einsätze im rot-grünen Dress zuließen. „Auch wenn er nicht viel gespielt hat bislang, ist es ein Verlust für uns“, bekräftigt Meyer. Immerhin hatte Wrede in seinem ersten Herrenjahr in der Saison 2016/17 voll eingeschlagen, 16 Treffer erzielt. In den zwei folgenden Spielzeiten nahm diese Effizienz allerdings stufenweise ab (acht Tore in 17/18, nur eine Bude in 18/19). Dennoch ist der 22-jährige FCO-Flash beidfüßig und ehrgeizig. Mit seinem Vorgänger Matte hat die Teutonia gute Erfahrungen gemacht. Der Sechser gehört zu den auffälligsten Akteuren beim Tabellenvorletzten der Landesliga Lüneburg, wurde vier Mal in die Elf der Woche unserer Schwester-Zeitung AZ berufen.

VON INGO BARRENSCHEEN

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