Frauenfußball – Bundesliga: VfL empfängt Meister Potsdam / Lob vom Gegner

Wolfsburger Wachwechsel?

Nicht nur dem SC Freiburg kam es so vor, als ob die Frauen des VfL Wolfsburg in Überzahl auf dem Platz stehen würden. Die Grün-Weißen aus der Automobilstadt führen ungeschlagen die Tabelle der Bundesliga an, treffen heute im Hit auf den Zweiten Potsdam. Foto: Jansen

Wolfsburg. Deutet sich im deutschen Frauenfußball nun etwa ein Wachwechsel an? Eine Antwort könnte der ungeschlagene Tabellenführer VfL Wolfsburg im Heimspiel gegen den punktgleichen Verfolger 1. FFC Turbine Potsdam (heute, 19 Uhr) geben.

Mit einem Sieg gegen den amtierenden Titelträger würde sich die Mannschaft von Trainer Ralf Kellermann – im Vorjahr als Zweiter im Meisterschaftsrennen knapp von Potsdam geschlagen – auf drei Punkte absetzen und hätte sogar noch ein Spiel in der Hinterhand.

VfL-Torjägerin Conny Pohlers misst dem heutigen Gipfel des 10. Spieltages nicht so große Bedeutung bei. „Wir haben noch einen langen Weg vor uns und müssen mit beiden Füßen fest auf dem Boden bleiben“, erklärte Wolfsburgs Stürmerin.

Dennoch: Die Anzeichen sprechen eindeutig für den VfL. Die Grün-Weißen haben mit sieben Siegen und einem Remis die beste Bilanz in der Bundesliga und erreichten – im Gegensatz zu Gegner Potsdam – auch als einzige deutsche Mannschaft das Viertelfinale der Champions League. Erfolge, die dem Turbine-Trainer Bernd Schröder dann doch ein Kompliment abnötigten. „Wolfsburg hat eine sensationell gute Mannschaft und ist stabil“, urteilte der erfahrene Coach.

Eine Meinung, mit der Schröder nicht alleine ist. Auch Bundestrainerin Silvia Neid hat ihren Blick deutlich in Richtung Niedersachsen gewandt. In ihren Nationalmannschafts-Kader für das Länderspiel gegen Frankreich (Donnerstag, 29. November, 15.15 Uhr) berief sie gleich acht VfL-Spielerinnen.

Damit stellen die Grün-Weißen das größte Kontingent. Von Kontrahent Potsdam kommt übrigens keine Spielerin. Daran die Qualität des gegnerischen Kaders zu bemessen, wäre sicher falsch. Schließlich stehen sich mit Wolfsburg und Potsdam die beiden besten Angriffs- und Abwehrreihen des deutschen Oberhauses gegenüber.

Allerdings sind die Wölfinnen überall ein bisschen erfolgreicher. Und vielleicht genügen die Kleinigkeiten, um dem Wachwechsel ein Stückchen näher zu kommen.

Von Matthias Jansen

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